Nach der missglückten Rettungsaktion des inzwischen verstorbenen Buckelwals (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article6a17fb5261be973b7ac9f95f/toter-buckelwal-wird-auf-daenischer-urlaubsinsel-obduziert.html) in der Ostsee strebt die CDU Mecklenburg-Vorpommern eine parlamentarische Aufklärung an. „Das Parlament muss sich mit dieser Aktion auseinandersetzen“, sagte der Spitzenkandidat der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters dem Magazin „Focus“. (verlinkt auf https://www.focusplus.de/) Es gehe nicht nur darum, dass SPD-Umweltminister Till Backhaus „das geschützte Tier einer fragwürdigen Privatinitiative überlassen“ habe, so Peters weiter. „Diese Initiative durfte dann auch mal eben im Naturschutzgebiet baggern.“ Das sehe die CDU kritisch. „Wenn so etwas im Rahmen einer Wirtschaftsinvestition passieren soll, braucht man ein mehrjähriges Genehmigungsverfahren – hier wurde es im Eilverfahren durchgewinkt.“ Die Rettungsaktion kritisierte Peters als „teuerste Tierquälerei in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“. Umweltminister Till Backhaus habe Fachleute ignoriert und stattdessen „einen Kreis von selbstverliebten Esoterikern ohne jede meeresbiologische Kenntnis gewähren lassen“. Backhaus verteidigte Rettungsaktion Backhaus (SPD) hatte die Rettungsaktion für den Wal vor etwa einer Woche verteidigt und mit einer persönlichen Bindung begründet. „Ich habe verantwortungsbewusst gehandelt“, sagte er dem „Stern“. Er habe eine „emotionale Bindung zu dem Wal“ gehabt, sagte Backhaus, er sei mehrfach bei ihm gewesen und habe ihm in die Augen geschaut. „Er hatte Hilfe verdient. Er hatte sein Leben noch vor sich.“ Zugleich habe er sich verantwortlich gefühlt, sagte der Minister: „Gucken Sie mal nach Schleswig-Holstein. Wer von der Regierung war denn da wie oft vor Ort? Wir als Landesregierung haben uns gekümmert. Ich habe mich gekümmert.“ Der als „Timmy“ und „Hope“ international bekannt gewordene Wal war wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umhergeirrt und mehrfach gestrandet. Nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen gab Backhaus Mitte April grünes Licht für den Rettungsversuch einer Privatinitiative. Das Tier wurde in die Nordsee und schließlich ins offene Meer gebracht. Mitte Mai wurde das Tier dann tot vor Dänemark entdeckt.