Chefredakteur Dorian Baganz verlässt die »Ostdeutsche Allgemeine Zeitung« (OAZ) mit sofortiger Wirkung – und das nur drei Wochen nach dem Erscheinen der ersten Ausgabe . Die OAZ ist das jüngste Medienprojekt des ostdeutschen Verlegers Holger Friedrich . Das Unternehmen verkündete die Personalie am Abend auf der Homepage der »Berliner Zeitung«, die ebenfalls Friedrich gehört. Baganz höre auf eigenen Wunsch auf, heißt es dort.
Baganz selbst sprach in einer Mitteilung davon, dass er am 11. März von der Möglichkeit Gebrauch gemacht habe, das Arbeitsverhältnis während der Probezeit mit kurzer Frist zu beenden. »Bei dieser Entscheidung spielten unterschiedliche Vorstellungen über die inhaltliche Ausrichtung ebenso eine Rolle wie Fragen der persönlichen Zusammenarbeit.«
Anfang Januar hatte Verleger Friedrich den Journalisten als Chefredakteur der neu gegründeten Zeitung vorgestellt. Baganz war zuvor für die Wochenzeitung »Der Freitag« tätig.
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Noch kein Nachfolger in Sicht
Wer Baganz nachfolgen wird, ist bislang offen. »OAZ«-Geschäftsführer Dirk Jehmlich erklärte, aus der Leserschaft komme vielfach der Wunsch nach einer Chefredakteurin oder einem Chefredakteur mit ostdeutscher Biografie. Dieses Feedback nehme man sehr ernst. Baganz stammt aus Duisburg.
Die »Ostdeutsche Allgemeine Zeitung« ist Mitte Februar auf den Markt gekommen. Sie erscheint freitags als Printausgabe und an den übrigen Tagen digital. Herausgegeben wird das Blatt vom neu gegründeten Ostdeutschen Verlag.
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