SpOn 30.09.2026
01:09 Uhr

Zohran Mamdani: Wie New Yorks Bürgermeister gegen Antisemitismus vorgehen will


Netanyahu nannte ihn den »antisemitischen Bürgermeister von New York«. Mamdanis Antwort: eine Strategie gegen Judenfeindlichkeit. Die jüdische Gemeinde reagiert mit gemischten Gefühlen.

Zohran Mamdani: Wie New Yorks Bürgermeister gegen Antisemitismus vorgehen will

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat die Antisemitismus-Vorwürfe des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit der Präsentation einer Strategie zur Bekämpfung von Judenfeindlichkeit gekontert.

Unter anderem solle mehr Geld zum Schutz jüdischer Institutionen, zur Prävention von Antisemitismus und zur Unterstützung jüdischer Traditionen und Festlichkeiten bereitgestellt werden, heißt es in dem rund 35 Seiten langen Papier . Auf den Nahost-Konflikt geht die Strategie nicht ein.

Netanyahu hatte Mamdani vor wenigen Tagen bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen als »antisemitischen Bürgermeister von New York« bezeichnet. Er monierte, Mamdani werfe Israel wiederholt fälschlicherweise einen Völkermord vor.

Jüdischer Organisationen reagieren auf Mamdanis Strategie gemischt

Die Reaktionen jüdischer Organisationen auf Mamdanis Strategie waren gemischt. Während einige zumindest manche Teile begrüßten, kritisierten andere, sie reiche nicht aus.

Mamdani ist der erste muslimische Bürgermeister der Millionenmetropole New York und gehört zu den schärfsten Kritikern Netanjahus in den USA. Er bezeichnet den israelischen Regierungschef als Kriegsverbrecher und wirft Israel einen Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen vor.

Zuletzt ließ New Yorks Bürgermeister prüfen, ob Polizisten Benjamin Netanyahu bei der Uno-Generaldebatte festnehmen dürfen. Gegen Israels Regierungschef liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vor.

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Vertreter vor allem konservativer Teile der großen jüdischen Gemeinde New Yorks haben Mamdanis scharfe Kritik an der israelischen Regierung immer wieder offen abgelehnt. Proisraelische Gruppen haben ihm immer wieder Einseitigkeit und Antisemitismus vorgeworfen.

Zohran Mamdani zählt zu Benjamin Netanyahus schärfsten Kritikern. Der New Yorker Bürgermeister würde dem israelischen Premier am liebsten Handschellen anlegen. Rechtlich kann er das nicht, Wirkung hat sein Vorstoß trotzdem. Lesen Sie hier , warum sich New Yorks Bürgermeister mit Netanyahu anlegt.

jon/dpa