Wegen der Wohnungskrise haben Spaniens große Gewerkschaftsbünde CCOO und UGT einen Generalstreik angekündigt. Die eintägige Arbeitsniederlegung soll noch vor der am 29. November geplanten Parlamentswahl stattfinden. Ein konkretes Datum wollen die Gewerkschaften zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Auf der Plattform X fordert die CCOO »ordentliche Löhne« und ein bezahlbares Zuhause.
Por un salario digno, por un techo donde vivir y porque los precios dejen de asfixiarnos.
— Comisiones Obreras (@CCOO) October 5, 2026
Trabajamos para vivir no para pagar. Sabemos que la lucha y la organización es el único camino.
Por eso… ¡vamos a la huelga general! pic.twitter.com/Cf6T3v1H3S
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Die UGT erklärt, die Löhne reichten nicht aus, um die Wohnkosten und die Inflation auszugleichen. Die Gewerkschaften wollen die Proteste für bezahlbaren Wohnraum mit der Forderung nach höheren Einkommen verbinden.
Der Fall Maricarmen
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Proteste gegen die Wohnungsnot. Seit der zwangsweisen Räumung einer 87-jährigen Frau, María del Carmen Abascal, aus ihrer Wohnung in Madrid vor knapp zwei Wochen demonstrieren landesweit Zehntausende gegen hohe Mieten, fehlenden Wohnraum und unzureichenden Schutz vor Zwangsräumungen.
Auch politisch steht das Thema im Mittelpunkt. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte Neuwahlen ausgerufen, nachdem seine Regierung im Parlament mit Vorhaben für einen stärkeren Mieterschutz gescheitert war. Der spanische Mieterbund hatte zuvor bereits zu einem Generalstreik aufgerufen.
Mehr zu den Hintergründen der Proteste und zur Zwangsräumung der 87-jährigen Rentnerin lesen Sie hier.
