Wer in der Wiesbadener Innenstadt wohnt, sollte bis auf Weiteres sein oder ihr Leitungswasser abkochen. Das hat die Stadt am Freitagnachmittag mitgeteilt. Grund ist ein bei einer Kontrolle entdecktes Bakterium.
Das vorsorgliche Abkochgebot gelte für Leitungswasser, das zum Trinken, beim Kochen, zur Wundreinigung oder zum Zähneputzen verwendet werde, hieß es. »Das Wasser sollte einmal sprudelnd aufgekocht und anschließend mindestens zehn Minuten abgekühlt werden«, so die Empfehlung. Am praktischsten sei es, dafür einfach einen Wasserkocher zu benutzen. »Alle Fachleute arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu finden und dauerhaft zu beseitigen.«
Bakterium bei Trinkwasserkontrolle entdeckt
Anlass für den Aufruf der Wasserversorgungsbetriebe und des Netzbetreibers waren laut der Mitteilung Trinkwasserkontrollen in der näheren Umgebung des Kurhauses. Dabei wurde ein Bakterium namens Pseudomonas aeruginosa festgestellt, das sich besonders auf kranker oder vorgeschädigter Haut oder Schleimhaut ansiedelt.
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Deshalb gebe es Gruppen, die noch etwas vorsichtiger sein sollten: Menschen mit chronischen Hautentzündungen wie Neurodermitis zum Beispiel, aber auch alle, die offene Wunden oder schwere Atemwegserkrankungen haben. Sie sollten auch zum Duschen und Händewaschen nur abgekochtes Wasser verwenden. Auch beim Reinigen von Kontaktlinsen ist Vorsicht geboten. »Für gesunde Menschen führt ein Kontakt in der Regel nicht automatisch zu einer Erkrankung«, hieß es jedoch von der Stadt.
Es ist nicht das erste Mal, dass es in Wiesbaden ein Abkochgebot gibt: Auch im vergangenen November stellten die Behörden bei einer Routinekontrolle eine bakterielle Verunreinigung fest. Mehr dazu lesen Sie hier.
