SpOn 17.07.2026
08:35 Uhr

Wetter: Todesopfer und Verletzte bei schweren Unwettern in Süddeutschland


Umgestürzte Bäume, Überschwemmungen, herunterfallende Dachziegel: Schwere Unwetter haben Teile von Süddeutschland getroffen. Allein in Karlsruhe gab es mehr als 250 witterungsbedingte Einsätze. Ein Mensch starb.

Wetter: Todesopfer und Verletzte bei schweren Unwettern in Süddeutschland

Schwere Unwetter haben in weiten Teilen Baden-Württembergs ihre Spuren hinterlassen und nach ersten Erkenntnissen ein Todesopfer und Verletzte gefordert. In Karlsruhe wurde ein etwa 60 Jahre alter Radfahrer von einem Baum erschlagen, wie die Polizei mitteilte.

Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren in der gesamten Stadt im Einsatz. Die Branddirektion sprach von mehr als 250 witterungsbedingten Einsätzen am Abend und in der Nacht.

Laut einem Polizeisprecher des Präsidiums Karlsruhe kam es zu Überflutungen und Überschwemmungen, Ampeln und Autos wurden beschädigt. Zudem wurden Radfahrer und ein Kind von herabfallenden Ästen getroffen und leicht verletzt. Die Stadt hatte wegen der anhaltenden Ausnahmesituation eine sogenannte außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen, um die zahlreichen Einsätze zu koordinieren.

Einsatzkräfte in Karlsruhe

Einsatzkräfte in Karlsruhe

Foto: Henry Mungenast / Einsatz-Report24 / IMAGO

Auch andernorts hatten die Einsatzkräfte viel zu tun: In Pforzheim zählte die Polizei rund 30 Unwettereinsätze bis in die Nacht. Bäume stürzten um und Gullydeckel wurden hochgespült. Verletzt wurde niemand.

Im Gebiet des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gab es laut der Polizei rund 70 Einsätze, unter anderem wegen heruntergefallener Dachziegel und vollgelaufener Keller. In Besigheim im Landkreis Ludwigsburg schlug nach ersten Erkenntnissen ein Blitz in ein Dach ein und löste einen Brand aus, dabei wurden Menschen leicht verletzt.

Umgestürzter Baum im Ostalbkreis

Umgestürzter Baum im Ostalbkreis

Foto: Jason Tschepljakow / dpa

Im Rems-Murr-Kreis entstand durch umstürzende Bäume auf ein Gebäude ein Schaden von rund 100.000 Euro. Insgesamt gab es etwa 50 Einsätze, die der Polizei bekannt waren.

Einsätze auch in Bayern und im Saarland

Auf der Autobahn 8 in Schwaben kam es zu sechs Unfällen durch Aquaplaning. Ein Mensch wurde dabei am Donnerstagabend schwer verletzt, zwei weitere Menschen leicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Unfälle ereigneten sich demnach zwischen den Anschlussstellen Burgau (Landkreis Günzburg) und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart. Wie viele Fahrzeuge beteiligt waren, war laut dem Sprecher unklar.

Auch in Saarbrücken haben Starkregen, Windböen und ein Blitzeinschlag die Feuerwehr am Donnerstagabend beschäftigt. Nach ihren Angaben mussten mehr als 50 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Besonders betroffen war demnach der Osten von Saarbrücken mit dem Stadtteil Güdingen.

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Auch am Freitag kann es zu Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt  vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen und Sturmböen im Nordwesten und Westen Deutschlands. Ab dem Nachmittag seien Starkregen, Hagel mit einer Korngröße von zwei Zentimetern und schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde möglich.

Im Südwesten und Süden seien in den kräftigsten Entwicklungen auch größerer Hagel über drei Zentimeter und schwere Sturm- und Orkanböen zwischen 100 und 130 Kilometern pro Stunde lokal eng begrenzt möglich.

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kub/dpa