SpOn 28.09.2026
10:42 Uhr

West-Nil-Virus: Fast 1600 Personen in Europa infiziert – nicht auf Auslandsreisen


Europäische Länder melden weitere Infektionen mit dem West-Nil-Virus – am meisten Italien. In Deutschland haben sich bislang vier Personen infiziert. Invasive Mückenarten treiben die Ausbreitung voran.

West-Nil-Virus: Fast 1600 Personen in Europa infiziert – nicht auf Auslandsreisen

Seit dem Frühjahr sind in Europa mehr als 1500 West-Nil-Fälle registriert worden, bei denen sich die Betroffenen nicht auf Auslandsreisen, sondern im Inland infiziert haben.

Italien ist mit rund 696 der insgesamt 1569 Fälle am stärksten betroffen, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)  mit Stand 23. September mitteilte. Dahinter folgen:

  • Griechenland: 355 Fälle

  • Spanien: 125 Fälle

  • Frankreich: 102 Fälle

  • Rumänien: 91 Fälle

  • Nordmazedonien: 69 Fälle

  • Serbien: 46 Fälle

  • Niederlande: 28 Fälle

  • Deutschland: 4 Fälle

Hierzulande sind die Fälle in Rheinland-Pfalz, Leipzig sowie in Berlin aufgetreten. (Lesen Sie hier mehr dazu. )

Das West-Nil-Virus wird laut Robert Koch-Institut (RKI) hauptsächlich von Stechmücken zwischen wild lebenden Vögeln übertragen. Die Mücken können aber auch Menschen und andere Säugetiere infizieren.

Etwa 20 Prozent der Menschen, die sich mit dem West-Nil-Virus anstecken, entwickeln West-Nil-Fieber – eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Nur etwa jede 100. infizierte Person erkrankt schwer. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel komplikationslos aus, so RKI, nur bei schwer erkrankten Patienten seien Spätfolgen relativ häufig.

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Mit Stand 3. September waren der Behörde insgesamt 61 Todesfälle gemeldet worden, 49 Menschen starben allein in Italien und Griechenland. Die bislang gemeldeten Fälle übertreffen die in den vergangenen Jahren in Europa registrierten Zahlen deutlich: Im Jahr 2025 wurden laut ECDC 1112 Fälle registriert; 2024 waren es insgesamt 1436. Rekordhalter ist weiterhin das Jahr 2018 mit insgesamt 2083 Fällen.

atr/dpa