Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Russland um Informationen über einen möglichen weiteren Todesfall durch eine Lungenentzündung in Irkutsk gebeten. Sie bezog sich auf einen Medienbericht, der wie in diesen Fällen üblich systematisch geprüft und als glaubhaft eingeschätzt worden sei, betonte WHO-Experte Abdirahman Mahamud in Genf. »Wir haben noch keinen vollständigen Überblick über die Situation und sind nicht in der Lage, eine umfassende Risikobewertung durchzuführen«, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Eine Antwort auf die Anfrage sei noch nicht eingetroffen, so die WHO. Kremlsprecher Dmitrij Peskow bezeichnete die entsprechenden Medienberichte in einem Pressebriefing als »Falschinformationen«. Es ist daher unklar, ob es sich bei den Meldungen über einen angeblichen zweiten Vorfall um Gerüchte handelt, oder ob die russische Führung Informationen zurückhält.
Die WHO hatte Moskau auch zu dem ersten Fall des Todes einer Wissenschaftlerin befragt, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten in Irkutsk arbeitete. In ihrem Fall war von möglicher Lungenpest die Rede gewesen. Russland bestritt dies. Sicher ist, dass eine Person starb. Lesen Sie hier, was darüber bekannt ist .
