SpOn 20.03.2026
02:37 Uhr

USA und Japan planen Milliardenprojekt für Atomreaktoren


Donald Trump hat mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi Milliardeninvestitionen in neue Atomreaktoren in den USA angekündigt. Weitere Milliarden fließen in Gaskraftwerke. Beide erhoffen sich stabile Energiepreise.

USA und Japan planen Milliardenprojekt für Atomreaktoren

Die USA und Japan haben ein Projekt zum Bau von Atomreaktoren in den US-Bundesstaaten Tennessee und Alabama in Höhe von 40 Milliarden Dollar (34,5 Milliarden Euro) vereinbart.

In der am Donnerstag während eines Besuchs der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi bei US-Präsident Donald Trump in Washington veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurden zudem Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Dollar in Erdgas-Kraftwerksanlagen in den US-Bundesstaaten Pennsylvania und Texas vereinbart.

Die Projekte würden Sicherheit gewährleisten, indem sie »das Wirtschaftswachstum beider Länder beschleunigen«, hieß es in der Erklärung. Die als Small Modular Reactors (SMR) bekannten Mini-Atomreaktoren seien »eine gewaltige, nächste Generation einer stabilen Energiequelle, die die Strompreise für die amerikanische Bevölkerung stabilisiert und die japanisch-amerikanische Führungsrolle im globalen technologischen Wettbewerb stärkt«.

Japan hatte im Juli vergangenen Jahres als Gegenleistung für niedrigere Zölle Investitionen in Höhe von 550 Milliarden Dollar in den USA zugesagt. Mitte Februar kündigten japanische Unternehmen in einem ersten Teilbetrag Investitionen in Höhe von insgesamt 36 Milliarden Dollar an.

Rohstoffpartnerschaft gegen Abhängigkeit von China

Bereits Anfang Februar hatten die USA, die Europäische Union und Japan verabredet, bei seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen unabhängiger von China zu werden. Zu diesem Zweck wurde nach einem Ministertreffen in Washington eine Rohstoffpartnerschaft angekündigt.

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Die USA, die EU und Japan wollten »bedeutende Schritte zur Steigerung ihrer wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit gehen, indem sie gemeinsam die Widerstandsfähigkeit in Lieferketten für wichtige Mineralien stärken«, hieß es damals in einer gemeinsamen Erklärung.

Seltene Erden werden für eine Reihe von Technologien benötigt, von Autos bis zu Windrädern. China steht zum einen für rund 60 Prozent der weltweiten Produktion dieser Rohmaterialien und kontrolliert den Weltmarkt zudem mit seiner Dominanz bei der Verarbeitung.

jon/AFP