Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Israel Zehntausende tonnenschwere Bomben im Milliardenwert liefern. Wie die »Washington Post« und die »New York Times« unter Berufung auf einen US-Beamten berichten, umfasst der 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) schwere Deal die Lieferung von 40.000 Ein-Tonnen-Bomben.
Es handelt sich den Berichten zufolge um eine der umfangreichsten Lieferungen US-amerikanischer Munition an den Verbündeten. Der US-Kongress wurde demnach informell über das geplante Rüstungsgeschäft informiert, das 20.000 Bomben vom Typ Mk84 sowie 20.000 BLU-117-Bomben umfasst.
Israel hatte den Berichten zufolge allein im Gazakrieg Hunderte solcher schweren Bomben über dem abgeriegelten Küstengebiet abgeworfen. Aufgrund der gewaltigen Explosionskraft und des großen Zerstörungsradius wurden bei dem Einsatz nicht nur Kämpfer der Terrororganisation Hamas, sondern auch zahlreiche Zivilisten getötet, was international Empörung ausgelöst hatte.
Israel setzt Luftangriffe fort
Derweil kommt es trotz einer im Oktober 2025 unter US-Vermittlung vereinbarten Waffenruhe weiterhin zu tödlichen Angriffen. Am Vorabend hat das israelische Militär nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen getötet. Der Chef der Hamas-Brigade von Rafah, Nayal Abu Obeid, sei eine »Schlüsselfigur in der Führungsebene der Hamas« gewesen, teilten die Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Angaben des Militärs lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unterdessen ebenfalls von einem durch israelische Luftangriffe getöteten Hamas-Kommandeur. Bei dem Angriff sind nach palästinensischen Angaben zusätzlich fünf Menschen, darunter zwei Kinder, getötet worden. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Zudem blieb unklar, ob es sich bei dem Vorfall um denselben Angriff handelte, bei dem der Brigade-Kommandeur getötet wurde.
