SpOn 12.03.2026
07:48 Uhr

USA: Mann in Texas wegen Mordes an Freundin und deren Sohn hingerichtet


2012 erstach Cedric Ricks im US-Bundesstaat Texas seine Freundin und ihren achtjährigen Sohn. Ein weiteres Kind überlebte, weil es sich tot stellte. Nun ist das Todesurteil gegen den Mörder vollstreckt worden.

USA: Mann in Texas wegen Mordes an Freundin und deren Sohn hingerichtet

Im US-Bundesstaat Texas ist ein 51-jähriger Mann wegen des Mordes an seiner Freundin und deren achtjährigem Sohn hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen Cedric Ricks wurde per Giftspritze am Mittwochabend um 18.55 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 0.55 Uhr MEZ) vollstreckt, wie die Justizbehörden in Texas mitteilten. Ricks hatte 2013 seine 30-jährige Freundin Roxann Sanchez und ihren Sohn aus einer vorherigen Ehe erstochen.

Bei der Tat hatte Ricks auch den damals zwölfjährigen Sohn seiner Freundin angegriffen. Dieser überlebte jedoch mit mehr als zwei Dutzend Stichwunden, indem er sich tot stellte. Der Junge sagte später im Prozess gegen Ricks aus. 2014 wurde der Angreifer zum Tode verurteilt.

Festnahme in Oklahoma

In der Tatnacht, so die Staatsanwaltschaft, hatten Ricks und Sanchez eine Auseinandersetzung in ihrer Wohnung. Die beiden Söhne der Frau versuchten demnach, den Streit zu schlichten. Ricks habe ein Messer aus der Küche gegriffen und begonnen, auf Sanchez einzustechen. Der Täter habe seinem eigenen, damals neun Monate alten Sohn nichts angetan, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Er sei geflohen und später in Oklahoma festgenommen worden.

Es war die sechste Hinrichtung in den USA in diesem Jahr und die zweite in Texas. Seit Jahresbeginn waren außerdem im US-Bundesstaat Florida drei Menschen und in Oklahoma ein Mensch hingerichtet worden.

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Im vergangenen Jahr waren in den USA 47 Menschen hingerichtet worden, die meisten seit 2009, als 52 Häftlinge hingerichtet worden waren. Die meisten Hinrichtungen fanden in Florida statt. Dort wurden 19 Todesstrafen vollstreckt. An zweiter Stelle folgten Texas, Alabama und South Carolina, wo jeweils fünf Menschen hingerichtet wurden.

Die in vielen Ländern geächtete Todesstrafe wird noch in 23 der 50 US-Bundesstaaten vollstreckt. US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter.

wit/AFP/AP