Starbucks-Chef Brian Niccol treibt die Firmensanierung weiter voran. Der US-Kaffeekonzern will nun 250 unrentable Filialen in Nordamerika schließen. Die Maßnahme betrifft etwa ein Prozent der rund 18.000 Standorte in Nordamerika und soll größtenteils bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen sein, teilt Starbucks mit. Das Unternehmen erwartet Restrukturierungskosten von rund 300 Millionen Dollar.
Starbucks schraubt außerdem seine Expansionserwartungen zurück. Im Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun weltweit mit rund 440 Neueröffnungen von eigenen und lizenzierten Filialen. Zuvor hatte das Ziel bei 600 bis 650 Eröffnungen gelegen.
Konzernchef Niccol will den Absatz ankurbeln. Im Rahmen seines »Back to Starbucks«-Plans versucht er, Kunden mit kürzeren Wartezeiten und einfacheren Speisekarten in den USA zurückzugewinnen. Das Unternehmen investierte zudem in den Filial- und Küchenbetrieb und senkte die Kosten, indem es Stellen in der Verwaltung abbaute sowie einige Regionalbüros schloss.
Nachfrage trotz Inflation robust
Bis Juli dieses Jahres steigerte Starbucks seinen Umsatz vier Quartale in Folge. Die Kundenfrequenz sei in allen Einkommensgruppen gestiegen, hatte Niccol im April erklärt. Neben einer Aktualisierung des Treueprogramms trugen neue Angebote wie Protein-Milchschaum zum Umsatz bei. Die Nachfrage nach den hochpreisigen Kaffeespezialitäten des Konzerns erwies sich trotz einer allgemeinen Konsumzurückhaltung als robust. Dies galt insbesondere für US-Verbraucher mit geringerem Einkommen, die besonders unter der Inflation leiden.
Vor einem Jahr hatte Starbucks im Rahmen eines Umbaus mehrere unrentable Filialen in Nordamerika geschlossen, darunter seine bekannte Rösterei in Seattle. Die Umstrukturierung schlug mit geschätzten Kosten von einer Milliarde Dollar zu Buche.
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