SpOn 08.03.2026
15:01 Uhr

Paralympics 2026: Drei Medaillen für Deutschland im Biathlon


Auf die Para-Biathletinnen und -Biathleten war auch am zweiten Wettkampftag Verlass: Drei Podiumsplätze holten sie für Team D. Die 54-jährige Andrea Eskau wurde wegen einer Unachtsamkeit disqualifiziert.

Paralympics 2026: Drei Medaillen für Deutschland im Biathlon

Biathletin Anja Wicker hat bei den Paralympics in Italien auch in ihrem zweiten Wettkampf eine Medaille gewonnen. Im schießlastigen Einzelrennen der sitzenden Startklasse über 12,5 Kilometer holte die 34-Jährige in Tesero Silber – 12,8 Sekunden fehlten ihr zu Gold. Den Sieg sicherte sich die Südkoreanerin Yunji Kim, Bronze ging an die US-Amerikanerin Kendall Gretsch.

Wicker leistete sich bei vier Schießeinlagen einen Fehler, der eine Strafminute zur Folge hatte. Am Vortag hatte die Stuttgarterin bereits Bronze im Sprint gewonnen. Nach Gold und Silber 2014 in Sotschi sowie Bronze 2022 in Peking ist es für die Gesamtweltcupsiegerin im Para-Biathlon die fünfte paralympische Medaille.

»Einen Einzelwettkampf will man nicht mit einem Fehler beginnen. Aber ich bin super stolz, dass ich die 19 danach getroffen habe und es läuferisch heute so gut ging«, sagte die Stuttgarterin.

Andrea Eskau disqualifiziert

Die achtmalige Paralympicssiegerin Andrea Eskau blieb als zweite deutsche Starterin als einzige Athletin im Feld fehlerfrei, wurde aber wegen einer nicht ordnungsgemäß genommenen Wende am Anfang des Rennens disqualifiziert. Erst im Ziel habe sie von ihrem Missgeschick erfahren: »An sich bin ich die ganzen zwölf Kilometer umsonst gefahren«, sagte die 54-Jährige der Sportschau.

Biathlet Maier

Biathlet Maier

Foto: Sarah Meyssonnier / REUTERS

Biathlet Marco Maier sicherte sich wenig später in der stehenden Klasse seine zweite Bronzemedaille. Nach Bronze im Sprint am Vortag belegte der 26-Jährige im Einzel erneut Rang drei. Maier startet wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock. Gold ging wie tags zuvor an den Chinesen Jiayun Cai, Silber an den Kanadier Mark Arendz.

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Eine zweite Bronzemedaille gab es auch in der Klasse der sehbehinderten Frauen. Ohne Schießfehler lief Johanna Recktenwald mit Guide Emily Weiss auf Rang drei. Der Sieg ging an die Chinesin Yue Wang vor der Tschechin Simona Bubenickova.

Leonie Walter, die am Samstag im Sprint Bronze gewonnen hatte, kam nach zwei Fehlern auf Platz fünf. Linn Kazmaier belegte mit einem Fehler direkt dahinter Rang sechs.

luc/dpa/sid