SpOn 17.10.2026
16:44 Uhr

Papst Leo XIV. ist nach Lungenkrebs-Operation in den Vatikan zurückgekehrt


Erst am Dienstag war dem Papst ein Teil seines rechten Lungenflügels entfernt worden. Früher als erwartet verließ Leo XIV. am Samstag das Krankenhaus und wurde in den Vatikan gebracht.

Papst Leo XIV. ist nach Lungenkrebs-Operation in den Vatikan zurückgekehrt

Gerade einmal vier Tage nach seiner Lungenkrebs-Operation hat Papst Leo XIV. das Krankenhaus verlassen. Unter dem Beifall von Krankenhausmitarbeitern ging Leo freundlich grüßend Richtung Ausgang, wie auf Bildern zu sehen war. Äußerlich war ihm die anstrengende Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. Vor der Agostino Gemelli Klinik in Rom stand das Oberhaupt der katholischen Kirche noch kurz mit Gläubigen zusammen, die ihm kleine, selbstgemachte Geschenke überreichten.

An diesem Sonntag will der Papst schon wieder das traditionelle Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen. Bei dieser Gelegenheit hatte er vergangenen Sonntag vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz überraschend bekannt gemacht, dass bei ihm ein »Knoten in der Lunge« entdeckt worden sei, der sich im Anfangsstadium befinde.

Den gut sieben Kilometer langen Weg von der Klinik bis zu seiner Wohnung im Vatikan legte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag in einer der offiziellen Limousinen des Vatikans zurück. Leo war nach Angaben der Ärzte bei einer Operation am vergangenen Dienstag der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich der Tumor befand.

Am Morgen hatte der Pressedienst des Vatikans mitgeteilt, die Entscheidung zur Entlassung des Papstes beruhe auf neuen, von seinen Ärzten vorgelegten Untersuchungsergebnissen. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Leo erst am Dienstag aus der Klinik entlassen würde.

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Weitere Angaben machten die Ärzte bisher nicht. Damit bleibt unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs. Der Papst war beim Verlassen der Klinik von Chirurg Stefano Margaritora begleitet worden.

Welche weitere Behandlung nach der Entlassung erforderlich ist, wird vermutlich erst nach weiteren Befunden klar. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob sich in der Lunge oder anderen Organen Metastasen gebildet haben.