SpOn 19.03.2026
15:20 Uhr

ÖPNV: Google Maps soll Abfahrten im Nahverkehr in Echtzeit anzeigen


Millionen Deutsche planen täglich ihren Nahverkehr, oft auch mit Google Maps. Bisher müssen sie darauf vertrauen, dass der Fahrplan exakt eingehalten wird. Jetzt soll die Hilfe komfortabler werden.

ÖPNV: Google Maps soll Abfahrten im Nahverkehr in Echtzeit anzeigen

Mit Google Maps können sich Nutzerinnen und Nutzer schon bald in Echtzeit deutschlandweit anzeigen lassen, wann der nächste Bus, die nächste U-Bahn oder Straßenbahn kommt. Nachdem er schon für viele andere Länder in Europa und der Welt Echtzeitdaten für Ankunft und Abfahrt von Nahverkehrsverbindungen bietet, bekommt der Navigationsdienst diese Funktion künftig auch in Deutschland.

Hintergrund ist ein Partnervertrag, den der Internetkonzern mit dem Verein Durchgängige elektronische Fahrgastinformation (Delfi) geschlossen hat, wie dieser mitteilt. Die Kooperation biete Fahrgästen mehr Transparenz durch präzise Prognosedaten, so der Verein.

Delfi ist eine Plattform von Bund, Ländern und Verkehrsverbünden für bessere digitale Information der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr. Die Daten werden von den einzelnen Verkehrsbetrieben, teils automatisiert, über eine einheitliche Schnittstelle gesammelt und gebündelt weitergegeben. So soll man nicht mehr auf eigene Apps der örtlichen Anbieter angewiesen sein, um etwa Verspätungen oder Störungen sehen zu können. Wie zuverlässig die Auskunft ist, hängt jedoch immer noch von der systematischen Eingabe der Daten ab.

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Bei einem Probebetrieb im Zuge der Fußball-EM 2024 habe sich die Zusammenarbeit als erfolgreich erwiesen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Google-Maps-Managerin Britta Dürscheid sprach davon, »die Sichtbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu erhöhen«. Die Firma nannte aber zunächst keinen konkreten Termin, ab dem die Echtzeitdaten in der Karten-App verfügbar sein sollen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft teilte bereits Anfang März mit, die eigenen Echtzeitdaten seien nun in Google Maps integriert. Aus der Navigation heraus würden Suchende nun auch zum Kauf des passenden Tickets geleitet. Um den Fernverkehr der Deutschen Bahn geht es in der Kooperation nicht.

sug/ahh/dpa