Zinédine Zidane ist das Debüt als neuer Nationaltrainer der französischen Nationalmannschaft geglückt. In ihrem ersten Spiel der Nations League setzte sich die »Équipe Tricolore« dank Kylian Mbappé 1:0 (0:0) in der Türkei durch.
Zidane musste mitansehen, wie sich seine Mannschaft erst kurz vor der Pause die ersten zwingenden Torchancen erspielte. In der 54. Minute erlöste Kylian Mbappé seinen Trainer, der WM-Torschützenkönig traf auf Zuspiel von Bayern-Stürmer Michael Olise zur 1:0-Führung.
Mbappé verletzte sich dabei aber am linken Knie, versuchte weiterzuspielen, musste aber kurz danach ausgewechselt werden. Der französische Verband FFF teilte mit, Mbappé werde wegen einer Sehnenverletzung zur Behandlung nach Madrid zurückkehren und die kommenden drei Partien verpassen.
Pfiffe für die »Squadra Azzurra«
Nach der verpassten WM-Qualifikation sollte bei der italienischen Nationalmannschaft alles besser werden. Doch zum Auftakt in die Nations League legte das Team vom neuen Cheftrainer Roberto Mancini einen Fehlstart hin und verlor zu Hause 0:2 (0:1) gegen Belgien. Mika Godts (20.) und Dodi Lukébakio (69.) trafen für die Belgier. Mohamed Alì Zoma vom 1. FC Nürnberg kam in der 80. Minute zu seinem Debüt für Italien.
Italiens Spieler verlassen nach der Niederlage den Platz
Foto: Ciro De Luca / REUTERSNach einer enttäuschenden Leistung in der ersten Hälfte wurde die »Squadra Azzurra« vor heimischem Publikum im Olympiastadion in Rom sogar ausgepfiffen. »Die Pfiffe sind verständlich«, sagte Mancini nach dem Abpfiff.
Am Freitag (2. Oktober) treffen Frankreich und Italien aufeinander. Zidane gibt dann in Saint-Denis sein Heimdebüt als französischer Nationaltrainer.
Irlands Knight spricht sich gegen Duell mit Israel aus
Im Gegensatz zum Duell zwischen Frankreich und Italien steht die Partie am Sonntag zwischen Israel und Irland aus nicht sportlichen Gründen im Fokus. Das Spiel findet aus Sicherheitsgründen im ungarischen Debrecen statt. Es gibt weiterhin Forderungen nach einem Boykott – wegen Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen nach dem Überfall der Hamas. Der irische Verband FAI hatte bereits auf sein Ticketkontingent verzichtet.
»Ich denke nicht, dass die Partie stattfinden sollte, aber sie findet statt«, sagte der irische Nationalspieler Jason Knight nach Irlands 0:1-Niederlage gegen Kosovo. »Ich bin ziemlich erfahren. Keiner von uns hat zuvor eine solche Situation erlebt«, sagte der Profi von Bristol City.
Die Republik Irland hat seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 ihre Unterstützung für die Palästinenser deutlich zum Ausdruck gebracht. Zugleich betont Irland Israels Existenzrecht und erkannte 2024 den Staat Palästina offiziell an.
Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, einige seiner Spieler fühlten sich unwohl dabei, die Spiele gegen Israel bestreiten zu müssen. Beide Teams treffen im Rahmen der Nations League am 4. Oktober erneut aufeinander, dann im serbischen Bačka Topola.
