Zum siebten Mal in diesem Jahr ist in Mexiko ein Journalist getötet worden. Francisco Alejandro Leyva Aguilar sei am Mittwoch in einem Restaurant im Bundesstaat Oaxaca im Süden des Landes erschossen worden, teilten die Regionalregierung und die Ermittlungsbehörden mit.
Gouverneur Salomón Jara verurteilte die Tat. »Wir verurteilen den Mord an dem Journalisten Francisco Alejandro Leyva Aguilar aufs Schärfste und sprechen seiner Familie und der gesamten Journalistengemeinschaft unsere Solidarität aus«, hieß es in einer Pressemitteilung. Wie die Zeitung »El País« berichtet, ist dies der zweite Angriff auf die Presse innerhalb weniger Tage.
Gouverneur betont Pressefreiheit
Der Journalist, der für seine Kritik an den örtlichen Behörden bekannt war, leitete einen regionalen TV-Sender in Oaxaca. Der Gouverneur bezeichnete Leyva Aguilar »El País« zufolge ebenfalls als Kritiker seiner Regierung. »Wir respektieren Kritik und Meinungsfreiheit und werden dies auch weiterhin tun; keine Meinungsverschiedenheit über journalistische Praktiken kann jemals einen Akt der Gewalt rechtfertigen«, betonte er demnach.
Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (RS F) ist Mexiko eines der weltweit gefährlichsten Länder für Journalisten. Leyva Aguilar ist laut der Organisation bereits der siebte Medienschaffende, der in diesem Jahr in dem lateinamerikanischen Land getötet wurde.
