Die Familie der seit Anfang September am Matterhorn verschwundenen Trailrunnerin Kalie McCrystal hat in einem emotionalen Statement Abschied von der 38-Jährigen genommen. »Trotz Kalies außergewöhnlichem Können und ihrer Erfahrung im technischen Berggelände – einschließlich ihrer früheren Erfahrungen am Matterhorn selbst – deutet alles, was wir derzeit wissen, darauf hin, dass sie beim Abstieg gestürzt ist«, schrieben Mutter Wendy Cooper und Schwester Jody McCrystal bei Instagram. Gefunden worden sei sie bisher nicht, hieß es weiter.
Die Stellungnahme wurde auf dem Account der Skyrunnerin Hillary Gerardi veröffentlicht, einer Freundin McCrystals, die demzufolge Alarm nach dem Verschwinden ausgelöst hatte.
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Die Familie dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz. Trotz der Anstrengungen habe die Suche nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. »Es ist sehr schwer, dies zu akzeptieren«, werden Mutter und Schwester zitiert.
Das letzte Lebenszeichen sendete die Kanadierin am 1. September. Die Aufnahme zeigt McCrystal, die als eine der besten Trailrunnerinnen der Welt gilt, auf der italienischen Seite des Matterhorns, oberhalb von 3800 Metern. Sie wollte eine neue Bestzeit für die Rekordbücher erzielen und den Liongrat, der vom Talort Cervinia zum Gipfel führt, in unter fünf Stunden hinaufrennen.
McCrystal war auf 4200 Metern offenbar noch gesehen worden
Zuvor startete McCrystal zu einer Trainingstour über den Liongrat. Vermutlich wollte sie sich vor ihrem geplanten Rekordlauf noch einmal mit dem Gelände vertraut machen. Was dann genau passierte, ist bislang unklar. Medienberichten zufolge ist sie am Nachmittag des 1. September oberhalb des Pic Tyndall auf mehr als 4200 Metern gesehen worden.
Seit dieser letzten Sichtung weit oben am Berg fehlt von der Trailrunnerin jede Spur, Rettungsmannschaften suchten nach der Athletin. Dennoch konnten weder McCrystal noch ein eindeutiger Hinweis auf ihren Aufenthaltsort gefunden werden, wie das Portal »Alpin.de« berichtete. Die groß angelegte Suche sei schließlich eingestellt worden.
Sie wollte am Matterhorn einen Rekord aufstellen. Nun fehlt jede Spur von ihr: Die Rekonstruktion des Verschwindens von Kalie McCrystal lesen Sie hier .
