SpOn 09.03.2026
18:48 Uhr

Lisa-Marie Straube – Furkan Akkaya: Ermittlungen nach Hasskommentaren gegen Influencer


Lisa-Marie Straube und Furkan Akkaya breiten ihr Leben in den sozialen Netzwerken aus. Dort berichten die beiden Influencer auch über den Tod ihres Kindes. Reaktionen darauf werden zum Fall für Ermittlungsbehörden.

Lisa-Marie Straube – Furkan Akkaya: Ermittlungen nach Hasskommentaren gegen Influencer

Verächtliche Kommentare in den sozialen Netzwerken haben ein Nachspiel. Zumindest im Fall der Influencerin Lisa-Marie Straube und ihres Mannes Furkan Akkaya . Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, gebe es ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Beleidigung gegen einen Beschuldigten aus Salzgitter.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig zufolge hatte die Influencerin ein Posting im Internet zur Anzeige gebracht, in dem ihr und ihrem Partner vorgeworfen wurde, den Tod ihres Kindes öffentlichkeitswirksam zu vermarkten. Dabei sei unter anderem behauptet worden, dem toten Kind gehe es jetzt besser. Nun werde geprüft, ob die Äußerungen strafrechtlich als Beleidigung oder noch als – wenn auch pietätlose – Meinungsäußerung zu bewerten seien.

Hochzeit nach »Temptation Island«

Das Verfahren war wegen des Wohnsitzes des Beschuldigten von der Staatsanwaltschaft Dortmund nach Niedersachsen verwiesen worden, ein weiteres Ermittlungsverfahren soll wegen des Wohnsitzes eines weiteren möglichen Verfassers von der Staatsanwaltschaft in Wuppertal geprüft werden.

Das zuletzt in Dortmund lebende Pärchen hatte an der RTL-Show »Temptation Island« teilgenommen, einem Reality-TV-Format, das im vergangenen Jahr wegen frauenverachtender Szenen in die Kritik geraten war (mehr dazu lesen Sie hier ). Im Anschluss an die Show heirateten Straube und Akkaya und bekamen zwei Kinder.

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Im Februar berichteten die beiden auf der Plattform Instagram vom plötzlichen Tod ihres jüngsten Sohnes Xavi im Alter von vier Monaten. Laut mehrerer Medienberichte war die Familie daraufhin im Internet verbal angegriffen und beleidigt worden. Straube erstattete demnach mehrere Anzeigen gegen die Verfasser solcher Hasskommentare. »Besonders denjenigen, die unser totes Kind mit dem Abscheulichsten beleidigt haben, will ich vor Gericht in die Augen sehen«, sagte sie der »Bild«-Zeitung .

hba/dpa