Nach einem mutmaßlich politisch motivierten Sabotageangriff auf eine Anlage der Deutschen Bahn ist es in einem Stadtteil von Leverkusen zu Störungen im Telefonnetz gekommen. Laut Mitteilung der Kölner Polizei hatten bislang unbekannte Täter in der Nacht auf Donnerstag in der Stixchesstraße nahe der Gleistrasse einen unterirdischen Schacht geöffnet und mehrere Kabel- und Glasfaserstränge durchtrennt.
Die betroffenen Leitungen der Bahn werden aber nicht mehr genutzt, sodass der Angriff keine Folgen für den Regional- und Fernverkehr hatte. Betroffen von den Störungen waren allerdings 400 Haushalte im Leverkusener Stadtteil Manfort. Wegen des politischen Hintergrunds ermittelt der Staatsschutz der Polizei und sucht nach Zeugen des Vorfalls.
Voriger Angriff wird mit der linksextremen Gruppierung Kommando Angry Birds verbunden
Erst im Juli hatte es bei Leverkusen einen mutmaßlichen Brandanschlag auf einen Kabelschacht der Bahn gegeben, der zu Störungen im Zugverkehr führte. Ermittler schlossen einen politischen Hintergrund nicht aus, demnach wurde im Internet auch ein Bekennerschreiben veröffentlicht.
Auf der linken Plattform indymedia.org tauchte damals ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf. Es wurde im Namen einer Gruppe namens »Kommando Angry Birds« veröffentlicht.
Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz bekannte diese sich in den vergangenen Jahren mehrfach zu Anschlägen auf Infrastruktur vor allem der Bahn.
