SpOn 19.03.2026
23:45 Uhr

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD laut Umfrage fast gleichauf


Wird die CDU wie schon in Baden-Württemberg auch in Rheinland-Pfalz auf den letzten Metern noch abgefangen? Laut dem ZDF-»Politbarometer« bleibt der Vorsprung vor der SPD kurz vor der Wahl knapp.

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD laut Umfrage fast gleichauf

Drei Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz deutet eine Umfrage auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD hin. Im ZDF-»Politbarometer Extra«  kommt die CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder auf 29 Prozent, die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf 27 Prozent. Beide Parteien konnten gegenüber der Vorwoche jeweils einen Punkt zulegen.

Auf Platz drei liegt der »Politbarometer«-Umfrage zufolge die AfD mit 19 Prozent, dahinter folgen die Grünen mit neun Prozent. Beide Parteien bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Die Freien Wähler, die seit dieser Legislaturperiode im Landtag vertreten sind, kämen demnach auf 4,5 Prozent (minus 0,5 Punkte) und würden den Einzug verpassen. Die Linke liegt unverändert bei fünf Prozent – ob sie damit erstmals in den Landtag einzieht, bleibt offen. Die FDP wird in der Umfrage unter »Sonstige« geführt; diese kommen zusammen auf 6,5 Prozent.

Für die Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF wurden am Mittwoch und Donnerstag 1139 Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz telefonisch und online befragt. Sie ist den Angaben zufolge repräsentativ. Die Fehlertoleranz liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.

Schweitzer laut Umfrage bevorzugter Landesvater

Bei der Frage nach der bevorzugten Person für das Amt des Ministerpräsidenten nannten 40 Prozent Schweitzer und 25 Prozent CDU-Spitzenkandidat Schnieder. Der Regierungschef wird nicht direkt von der Bevölkerung gewählt, sondern vom Landtag.

In Rheinland-Pfalz wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen führte die Union lange mit großem Abstand, inzwischen ist der Vorsprung aber zusammengeschmolzen. Derzeit regiert eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP unter Schweitzer. Laut Umfrage wäre – ohne Beteiligung der AfD – rechnerisch nur eine Koalition aus CDU und SPD möglich.

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Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Die Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz streiten, ob Beamte beurlaubt werden dürfen, um Wahlkampf für Parteien zu machen. Wieso die Debatte für CDU-Landeschef Gordon Schnieder zum Eigentor werden könnte, lesen Sie hier. 

luc/AFP/dpa