SpOn 11.03.2026
17:24 Uhr

Irankrieg und die Folgen: So unterschiedlich schauen Influencer auf die Lage in Dubai


Trotz Drohnen und Flugabwehr über Dubai betonen zahlreiche Influencer immer wieder, wie wohl sie sich im Emirat fühlen. Andere Aufnahmen im Netz zeigen: Sorge gehört derzeit ebenfalls zum Alltag.

Irankrieg und die Folgen: So unterschiedlich schauen Influencer auf die Lage in Dubai

Glaubt man der vorherrschenden Influencer-Meinung, gibt es derzeit kaum einen sichereren Ort auf der Welt als Dubai. Und das trotz Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zahlreiche Expats, auch aus Deutschland, betonen immer wieder, dass die Lage »absolut unter Kontrolle« sei und es keinen Grund zur Sorge gebe.

TV-Sternchen Georgina Fleur etwa, vor einigen Jahren nach Dubai umgezogen, postete wie zig andere Influencer ein Video, in dem sie versichert, sie sei nicht verängstigt, »weil ich weiß, wer uns beschützt«, wie sie sagt – und zeigt dabei die Emir-Familie von Dubai.

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Ähnliche Videos finden sich zuhauf, auch von dieser Influencerin:

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... und von diesem Influencer:

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Tatsächlich aber gibt es in sozialen Netzwerken auch zahlreiche Fotos und Videos, die Anlass zur Beunruhigung geben.

So zeigte ein viral gegangener Clip zum Beispiel, wie ein Emirate-Kampfjet eine mutmaßlich iranische Drohne jagt. Über einem Strandabschnitt in Dubai ist zu sehen, wie das Flugzeug schließlich eine Rakete in Richtung der Drohne abfeuert, die einer iranischen Shahed  ähnlich sieht. Der US-Sender CNN hat die Bilder verifiziert.

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Es kann schwerwiegende Folgen haben, Aufnahmen von iranischen Drohnen, ihrer Abwehr in der Luft oder weiterer Geschehnisse rund um die Auswirkungen des Irankriegs auf die Emirate ins Netz zu stellen: Ein britischer Tourist wurde Medienberichten zufolge jüngst in Dubai festgenommen, nachdem er entsprechende Bilder veröffentlicht hatte.

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Ein weiteres Video einer Influencerin zeigte einen Zusammenschnitt ihres Urlaubs in Dubai. Darauf zu sehen: ein Feuerball auf dem Weg Richtung Stadt, ein provisorisches Notlager in der Tiefgarage, schwarze Rauchsäulen nach einem Einschlag. Dazu der Kommentar der Influencerin: »Ich schneide unseren Dubai-Trip zusammen, als sei es ein Film, aber es ist tatsächlich unsere Realität.«

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Große Lust auf Urlaub in Dubai scheinen derzeit jedenfalls nur wenige Menschen zu haben. Ein Clip auf TikTok zeigte eine Influencerin auf ihrem Weg ins Emirat. »So unheimlich«, schrieb sie dazu, alles sei »komplett leer«.

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Ein weiterer Expat schrieb zu einem Clip auf TikTok: »Ich glaube nicht, dass es Sicherheit ist, mit der wir kämpfen. Es ist die dauerhafte Unsicherheit, die im Hintergrund mitschwingt.«

Es sei ihm und anderen Ausgewanderten bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen etwas passiere, gering sei, sagt er. Aber diese Wahrscheinlichkeit fühle sich oft nicht gering an: »Dieses kleine Restrisiko, dem man ausgesetzt ist, indem man hier bleibt, fühlt sich nicht nach einem Restrisiko an, es fühlt sich viel größer an.«

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Für Aufregung sorgten auch Clips, die leere Strände und verwaiste Poollandschaften zeigten. Nutzerinnen und Nutzer merkten jedoch an, dass derzeit in Dubai – wie anderen islamisch geprägten Städten und Ländern – Ramadan sei und deshalb ein Großteil des öffentlichen Lebens in die Nachtstunden verlegt würde. Zudem hätten die Behörden auch Warnungen ausgegeben, dass man sich in der Nähe sicherer Gebäude aufhalten solle, um im Falle eines Luftalarms schnell Zuflucht finden zu können.

Voll dagegen war zuletzt offenbar der Flughafen: Ein viral gegangenes Video zeigte Menschenmassen im Abflugbereich des Flughafens Dubai beim Warten auf Aufzüge. Die Aufnahme soll am Dienstag entstanden sein.

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Am Mittwoch stürzten dann zwei Drohnen in der Nähe des Flughafens ab, vier Menschen wurden verletzt. Zudem waren laute Explosionen zu hören. Das Medienbüro von Dubai teilt mit, dass die Geräusche das Ergebnis erfolgreicher Luftabfang-Operationen seien.

Der »Prime-Time-Weltuntergang«

Während es Aufnahmen, die negative Folgen des Irankriegs in den Emiraten zeigen, also eher selten ins Netz schaffen, sind Videos, die Normalität demonstrieren, weiter verbreitet. Ein Video dieses Nutzers etwa präsentierte gut gefüllte Restaurants, Straßen, Einkaufszentren.

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Eine andere Influencerin bemühte sich zu betonen, sie habe jüngst »den besten Tag« in Dubai erlebt: Die Behörden hätten den Alarmsound verändert, sodass sie jetzt nicht mehr aufschrecke, wenn der Alarm losheule. Außerdem sei sie schon beim Pilates gewesen und trinke nun einen Earl Grey Matcha. Überdies habe sie noch einen Matcha Shaker bekommen. »Und wenn das nicht Prime-Time-Weltuntergang ist, weiß ich nicht, was es sein sollte«, so die Userin.

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Deutsche Influencer in Dubai überschlugen sich zuletzt mit Lobpreisungen für die angeblich so sichere Golfmonarchie. Nun werden sie mit Raketen und Drohnen beschossen. Wie verkauft man seinen Followern einen Krieg? Das lesen Sie hier. 

Weitere ausführliche Hintergründe zum Irankrieg, Analysen, Interviews und Meinungsbeiträge finden Sie auf unserer Themenseite.