Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel hat nach eigenen Angaben »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz warnt Israel unterdessen vor den Folgen einer Offensive im Nachbarland.
- In Dubai wurde ein Treibstofflager des Flughafens von einer Drohne getroffen. Der Betrieb wird schrittweise wieder aufgenommen.
- Donald Trump drängt die Nato-Verbündeten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus – andernfalls werde das Bündnis vor einer »sehr schlechten Zukunft« stehen.
- Boris Pistorius erteilt Trumps Forderungen eine Absage, Dänemark wiederum will der Mission gegenüber offen bleiben.
- In der Europäischen Union gibt es Diskussionen über eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Deutsche Soldaten in der Straße von Hormus? Auf keinen Fall! Oder? Der Kanzler beteuert: Die Bundeswehr hält sich raus aus dem Irankrieg. Aber der Druck auf Merz steigt. Einige seiner eigenen Leute denken sehr laut darüber nach, die Straße von Hormus mit deutscher Hilfe zu sichern.
- Kritik am Kurs des US-Präsidenten: Donald Trumps Feldzug gegen Iran ist in der US-Bevölkerung unbeliebt. Viele seiner MAGA-Ultras folgen ihm blind, doch an den Rändern bröckelt es.
- War es das mit dem Aufschwung? Die Unsicherheit über die Weltlage wird für die deutsche Wirtschaft zum Konjunkturrisiko.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 16. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Trump verschiebt Chinareise wegen Irankrieg
Wegen des Irankriegs vertagt US-Präsident Donald Trump seine geplante Chinareise. Er habe Peking um einen Aufschub von etwa einem Monat gebeten, sagte Trump am Montag in Washington. Ursprünglich wollte der US-Präsident vom 31. März bis zum 2. April nach China reisen und Präsident Xi Jinping treffen.
Die USA und China hätten ein hervorragendes Verhältnis, sagte Trump weiter. Wegen des Irankriegs müsse er aber in Washington bleiben. Peking hatte die Reise bislang nicht bestätigt.
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Meloni zeigt sich zurückhaltend zu Einsatz in Straße von Hormus
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich zurückhaltend zu einer militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der umkämpften Straße von Hormus geäußert. Die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel sei zwar von grundlegender Bedeutung, sagte Meloni im italienischen Fernsehen. Ein Eingreifen bedeute aber objektiv, einen Schritt in Richtung einer stärkeren Beteiligung in dem Krieg zu machen.
Meloni plädierte für eine Ausweitung der EU-Operation »Aspides«. Diese war bereits 2024 für den Schutz der Handelsschifffahrt durchs Rote Meer und den Golf von Aden gestartet worden. Die rechte Regierungschefin bekräftigte zuletzt mehrfach, dass ihr Land nicht in den Konflikt eintreten und sich nicht am Krieg beteiligen werde.
Meloni plädierte für eine Ausweitung der EU-Operation »Aspides«. Diese war bereits 2024 für den Schutz der Handelsschifffahrt durchs Rote Meer und den Golf von Aden gestartet worden. Die rechte Regierungschefin bekräftigte zuletzt mehrfach, dass ihr Land nicht in den Konflikt eintreten und sich nicht am Krieg beteiligen werde.
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Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
Israel ist seit Langem als regionale Atommacht bekannt – hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt. Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? »Israel würde so etwas niemals tun«, sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten.
Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: »Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.« Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.
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USA melden rund 200 verletzte Militär-Angehörige
Im Irankrieg sind nach Angaben der US-Armee bisher rund 200 Soldatinnen und Soldaten verwundet worden. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilt der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, mit. Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180 Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen.
Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen Angaben kamen im Irankrieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen Angaben kamen im Irankrieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
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Analyse: Trump sagt: »Wir brauchen niemanden«. Wirklich?
Es war eine typische Reaktion Donald Trumps. Keine 24 Stunden nachdem er die Alliierten in einem Interview aufgefordert hatte, die Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus mitzusichern, übte sich der US-Präsident in Trotz. Er habe vor allem sehen wollen, wie manche Länder auf die Anfrage reagieren würden, sagte Trump. »Wir brauchen niemanden.«
Trump und etliche seiner Minister haben in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass die USA sich um die Sicherheit in der Straße von Hormus kümmern würden. Unter anderem stellten sie einen militärischen Geleitschutz durch die U.S. Navy in Aussicht. Doch bisher ist davon wenig zu sehen. Das hat wohl seine Gründe.
Experten gehen davon aus, dass die USA dabei sehr wohl auf Hilfe von anderen Ländern angewiesen wären – zumindest, wenn sie wirklich einen Unterschied machen wollten. Nach Informationen von CNN sind derzeit knapp ein Dutzend US-Zerstörer, die für den Begleitschutz infrage kämen, in der Region.
Selbst wenn die Zerstörer nicht mehr in die Angriffe auf Iran eingebunden wären, würde es Berechnungen des »Economist« zufolge Monate bis Jahre dauern, bis die im Golf gestrandeten Schiffe heraus eskortiert wären. Und die Konvois könnten zahlenmäßig wenig dazu beitragen, zum Vorkriegsverkehr von 50 Öltankern am Tag zurückzukehren. Die Geleitflotte müsste also deutlich größer sein. Doch bis überhaupt weitere US-Zerstörer in der Region eintreffen, können Wochen vergehen.
Die Mission ist zudem nicht nur teuer und zeitaufwendig, sie ist auch äußerst riskant: Alle Einsatzkräfte, die die Tanker beschützen sollen, werden selbst zum Ziel. Um nicht noch mehr Unterstützung im Land zu verlieren, versucht die Trump-Regierung die Verluste so niedrig wie möglich zu halten. Mit seinem Rundumschlag im Weißen Haus wollte Trump wohl vor allem einen Eindruck zerstreuen: Dass er auf Hilfe angewiesen sein könnte.
Trump und etliche seiner Minister haben in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass die USA sich um die Sicherheit in der Straße von Hormus kümmern würden. Unter anderem stellten sie einen militärischen Geleitschutz durch die U.S. Navy in Aussicht. Doch bisher ist davon wenig zu sehen. Das hat wohl seine Gründe.
Experten gehen davon aus, dass die USA dabei sehr wohl auf Hilfe von anderen Ländern angewiesen wären – zumindest, wenn sie wirklich einen Unterschied machen wollten. Nach Informationen von CNN sind derzeit knapp ein Dutzend US-Zerstörer, die für den Begleitschutz infrage kämen, in der Region.
Selbst wenn die Zerstörer nicht mehr in die Angriffe auf Iran eingebunden wären, würde es Berechnungen des »Economist« zufolge Monate bis Jahre dauern, bis die im Golf gestrandeten Schiffe heraus eskortiert wären. Und die Konvois könnten zahlenmäßig wenig dazu beitragen, zum Vorkriegsverkehr von 50 Öltankern am Tag zurückzukehren. Die Geleitflotte müsste also deutlich größer sein. Doch bis überhaupt weitere US-Zerstörer in der Region eintreffen, können Wochen vergehen.
Die Mission ist zudem nicht nur teuer und zeitaufwendig, sie ist auch äußerst riskant: Alle Einsatzkräfte, die die Tanker beschützen sollen, werden selbst zum Ziel. Um nicht noch mehr Unterstützung im Land zu verlieren, versucht die Trump-Regierung die Verluste so niedrig wie möglich zu halten. Mit seinem Rundumschlag im Weißen Haus wollte Trump wohl vor allem einen Eindruck zerstreuen: Dass er auf Hilfe angewiesen sein könnte.
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Drohnenangriff soll Feuer auf wichtigem Ölfeld der Emirate ausgelöst haben
Ein Drohnenangriff hat ein Feuer auf einem wichtigen Ölfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelöst. Die Behörden in Abu Dhabi teilen mit, die Löscharbeiten auf dem Ölfeld Schah dauerten weiter an. Angaben zu Verletzten machten sie nicht.
Das Schah-Ölfeld liegt 230 Kilometer südlich der Stadt Abu Dhabi und fördert nach Angaben des staatlichen Energiekonzerns Adnoc pro Tag rund 70.000 Barrel Rohöl.
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Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Aus Israel heißt es, man plane den Krieg gegen Iran noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Iran will nun auch ein Signal der Stärke senden. Sein Land sei auf einen langen Krieg vorbereitet, sagte Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf der arabischen Tageszeitung »al-Arabi al-Dschadid«, aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden.
»Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen«, sagte Ghalibaf. Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Iran werde weiterkämpfen, »bis der Feind seine Aggression bereut« und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien.
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Brand durch mutmaßlichem Drohnenangriff in Bagdad
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll. Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation »sofort und professionell unter Kontrolle gebracht«. Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium.
In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigen Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufsteigen. Bislang ist nicht klar, wer für den mutmaßlichen Drohnenangriff verantwortlich ist. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen.
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Militär: Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus
Während Deutschland und seine Partner Israel dazu aufrufen, auf eine Bodenoffensive im Libanon zu verzichten, weiten die israelischen Streitkräfte den Einsatz weiter aus. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.
»Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits »begrenzte und gezielte Bodeneinsätze« im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen. Im Libanon besteht die generelle Sorge einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
»Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits »begrenzte und gezielte Bodeneinsätze« im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen. Im Libanon besteht die generelle Sorge einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
Zerstörung im Libanon. Foto: Ankhar Kochneva / ZUMA Press / IMAGO
Henrike Hartmann
Reporterressort

Deutschland und Partner rufen Israel zu Verzicht auf Bodenoffensive im Libanon auf
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Frankreich, Italien, Kanada, Großbritannien und Deutschland besorgt zur Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon geäußert und beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen. In ihrer Erklärung fordern sie »konstruktive Bemühungen um eine nachhaltige politische Lösung«.
»Eine signifikante israelische Bodenoffensive« hätte verheerende humanitäre Folgen für den Libanon, wo die Lage schon jetzt alarmierend sei. Sie könne außerdem zu einem langwierigen Konflikt führen, warnen die fünf Staaten: »Dies gilt es abzuwenden.«
»Eine signifikante israelische Bodenoffensive« hätte verheerende humanitäre Folgen für den Libanon, wo die Lage schon jetzt alarmierend sei. Sie könne außerdem zu einem langwierigen Konflikt führen, warnen die fünf Staaten: »Dies gilt es abzuwenden.«
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Deutschland und Partner rufen Israel zu Verzicht auf Bodenoffensive im Libanon auf
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Frankreich, Italien, Kanada, Großbritannien und Deutschland besorgt zur Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon geäußert und beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen. In ihrer Erklärung fordern sie »konstruktive Bemühungen um eine nachhaltige politische Lösung«.
»Eine signifikante israelische Bodenoffensive« hätte verheerende humanitäre Folgen für den Libanon, wo die Lage schon jetzt alarmierend sei. Sie könne außerdem zu einem langwierigen Konflikt führen, warnen die fünf Staaten: »Dies gilt es abzuwenden.«
»Eine signifikante israelische Bodenoffensive« hätte verheerende humanitäre Folgen für den Libanon, wo die Lage schon jetzt alarmierend sei. Sie könne außerdem zu einem langwierigen Konflikt führen, warnen die fünf Staaten: »Dies gilt es abzuwenden.«
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Leseempfehlung: Libanon steht vor einer brutalen Wahl
Unser Kollege Christoph Reuter berichtet aus Beirut: Hunderttausende Libanesen fliehen vor israelischen Angriffen, die von der Hisbollah provoziert wurden. Viele Dörfer des Südens liegen in Trümmern, die Menschen befürchten, nie wieder zurückkehren zu können. Droht ein zweites Gaza? Lesen Sie hier seinen Text.
Israelischer Luftangriff auf Beiruts Stadtviertel Baschura nahe der Innenstadt: Der Krieg kommt näher . Foto: Wael Hamzeh / EPA
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

US-Präsident Donald Trump: »Haben nicht mit dieser Reaktion gerechnet«
Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus räumte US-Präsident Donald Trump ein, nicht mit der Reaktion Irans auf den israelisch-US-amerikanischen Angriff gerechnet zu haben. »Sie haben Katar getroffen, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait. Niemand hatte das erwartet. Wir waren schockiert.«
Sowohl Auslöser als auch Ziel und eine mögliche Exitstrategie des Krieges sind seit Beginn unklar. Auch Trump änderte mehrfach seine Begründung für den Angriffskrieg, der größtenteils als planlos wahrgenommen wird.
Sowohl Auslöser als auch Ziel und eine mögliche Exitstrategie des Krieges sind seit Beginn unklar. Auch Trump änderte mehrfach seine Begründung für den Angriffskrieg, der größtenteils als planlos wahrgenommen wird.
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Bericht des »Telegraph«: Mojtaba Khamenei überlebte Raketenangriff offenbar nur durch Zufall
Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei hat die Angriffe der USA und Israels offenbar nur durch einen Zufall überlebt. Das berichtet der britische »Telegraph« unter Berufung auf einen Audio-Mitschnitt. In der Aufnahme soll Protokollchef Mazaher Hosseini zu hören sein, wie er vor hochrangigen Geistlichen und Kommandanten berichtet, was beim Beschuss des Anwesens des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei passierte. Der »Telegraph« berichtet, die Aufnahme sei unabhängig überprüft und verifiziert worden.
Mojtaba Khamenei lebte dem Bericht zufolge in Teheran im gleichen Komplex wie sein Vater Ali Khamenei. Am 28. Februar habe der Oberste Führer hochrangige Sicherheitsbeamte zu einer Besprechung versammelt. Dann seien die Raketen um 9.32 Uhr in den Komplex eingeschlagen. Mojtaba Khamenei sei vor Ort gewesen, aber kurz vor dem Angriff nach draußen gegangen »um etwas zu erledigen«, so zitiert der »Telegraph« Protokollchef Hosseini. Er sei durch den Angriff leicht am Bein verletzt worden. Sein Vater sowie seine Frau und sein Sohn kamen bei dem Angriff ums Leben.
Mojtaba Khamenei lebte dem Bericht zufolge in Teheran im gleichen Komplex wie sein Vater Ali Khamenei. Am 28. Februar habe der Oberste Führer hochrangige Sicherheitsbeamte zu einer Besprechung versammelt. Dann seien die Raketen um 9.32 Uhr in den Komplex eingeschlagen. Mojtaba Khamenei sei vor Ort gewesen, aber kurz vor dem Angriff nach draußen gegangen »um etwas zu erledigen«, so zitiert der »Telegraph« Protokollchef Hosseini. Er sei durch den Angriff leicht am Bein verletzt worden. Sein Vater sowie seine Frau und sein Sohn kamen bei dem Angriff ums Leben.
Ein Demonstrant in Paris zeigt ein Porträt von Mojtaba Khamenei. Foto: Martin Lelievre / AFP
Mojtaba Khamenei wurde zum Nachfolger seines Vaters bestimmt, hat sich seit dem Angriff aber bislang nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Das hat Zweifel an seinem Gesundheitszustand geschürt. US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich sogar, es sei unklar, ob Khamenei überhaupt am Leben sei. »Viele Leute sagen, er sei schwer entstellt. Sie sagen, er habe ein Bein verloren und sei sehr schwer verletzt worden. Andere sagen, er sei tot«, sagte Trump.
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Iranische Nationalspielerinnen nehmen am Training von Brisbane Roar teil
Die iranischen Fußballnationalspielerinnen Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh trainieren fortan im Frauenteam von Brisbane Roar, das in der A-League spielt, der höchsten australischen Fußballliga der Frauen. »Willkommen, Fatemeh und Atefeh«, schrieb der Verein auf der Plattform X.
»Der Verein ist weiterhin bestrebt, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten, während sie die nächsten Schritte ihrer Karriere meistern«, lies sich CEO Kaz Patafta in dem Post zitieren.
Aus Angst vor Repressionen in ihrer Heimat hatten Pasandideh und Ramezanisadeh in Australien Asyl beantragt, wie fünf weitere Spielerinnen. Diese sollen ihren Antrag jedoch inzwischen zurückgezogen haben.
»Der Verein ist weiterhin bestrebt, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten, während sie die nächsten Schritte ihrer Karriere meistern«, lies sich CEO Kaz Patafta in dem Post zitieren.
Aus Angst vor Repressionen in ihrer Heimat hatten Pasandideh und Ramezanisadeh in Australien Asyl beantragt, wie fünf weitere Spielerinnen. Diese sollen ihren Antrag jedoch inzwischen zurückgezogen haben.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Bundespräsident Steinmeier mahnt, Krieg schnell zu beenden
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ein rasches Ende des Irankriegs gefordert und vor der drohenden und verhängnisvollen Ausweitung des Konflikts gewarnt. Nach den vorliegenden Informationen habe Iran weitreichende Möglichkeiten, die Straße von Hormus langfristig mit militärisch niedrigschwelligen Mitteln zu stören. »Wir sollten also möglichst bald zu einem Ende der Kampfhandlungen kommen und vor allen Dingen bei allen Beteiligten darauf hinwirken«, sagte Steinmeier.
Zugleich betonte er, dass dieser Krieg »auf zweifelhafter völkerrechtlicher Grundlage begonnen worden ist«. Er erinnerte daran, dass er als Außenminister daran mitgearbeitet habe, die Bedrohung aus Iran auf politischem Weg aus der Welt zu schaffen. Das sei mit dem Atomabkommen von 2015 gelungen – bis US-Präsident Donald Trump es in seiner ersten Amtszeit wieder aufkündigte.
Zugleich betonte er, dass dieser Krieg »auf zweifelhafter völkerrechtlicher Grundlage begonnen worden ist«. Er erinnerte daran, dass er als Außenminister daran mitgearbeitet habe, die Bedrohung aus Iran auf politischem Weg aus der Welt zu schaffen. Das sei mit dem Atomabkommen von 2015 gelungen – bis US-Präsident Donald Trump es in seiner ersten Amtszeit wieder aufkündigte.
Steinmeier auf seiner Reise in Panama-Stadt. Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
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Leseempfehlung: Der brennende Burj Khalifa, den es nie gegeben hat
Fake-Raketeneinschläge, der erfundene Abschuss eines US-Jets: In sozialen Netzwerken kursieren KI-Videos zum Irankrieg. Eine Untersuchung der »New York Times« zeigt: Dahinter steckt eine organisierte Desinformationskampagne. Lesen Sie hier die Analyse zu KI-Fakevideos von unserem Kollegen Matthias Kremp.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Raketenangriff verursacht in Jerusalem Trümmerregen
Nach einem iranischen Raketenangriff sind in der Nähe der heiligen Stätten der drei Weltreligionen in Jerusalem Trümmerteile niedergegangen. Polizeikräfte und Sprengstoffexperten seien gegenwärtig an mehreren Einschlagorten in der Altstadt im Einsatz, hieß es in einer israelischen Polizeimitteilung.
Betroffen seien unter anderem der Tempelberg – auf dem sich mehrere der heiligsten Orte des Islams und des Judentums befinden – sowie die Grabeskirche, die als heiligste Stätte des Christentums gilt.
»Dieser Vorfall unterstreicht, dass der Feind nicht zwischen Religionen oder Gotteshäusern unterscheidet«, so die Polizeimitteilung. Er verdeutliche auch, warum die Stätten seit Kriegsbeginn auf Anweisung des Zivilschutzes für Besucher geschlossen blieben. Zuletzt hatte es unter anderem von der Arabischen Liga Kritik daran gegeben, dass Muslimen der Zutritt zur Al-Aqsa-Moschee verwehrt werde. Somit werde in den letzten Wochen des diesjährigen Ramadan die Religionsfreiheit eingeschränkt.
»Dieser Vorfall unterstreicht, dass der Feind nicht zwischen Religionen oder Gotteshäusern unterscheidet«, so die Polizeimitteilung. Er verdeutliche auch, warum die Stätten seit Kriegsbeginn auf Anweisung des Zivilschutzes für Besucher geschlossen blieben. Zuletzt hatte es unter anderem von der Arabischen Liga Kritik daran gegeben, dass Muslimen der Zutritt zur Al-Aqsa-Moschee verwehrt werde. Somit werde in den letzten Wochen des diesjährigen Ramadan die Religionsfreiheit eingeschränkt.
Raketenteil auf dem Dach der Grabeskirche in Jerusalem. Foto: Israel Police / REUTERS
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Hisbollah reklamiert Angriff mit Drohnen und Raketen im Norden Israels für sich
In einem Wohnort in der israelischen Küstenstadt Naharija ist nach einem Angriff mit Raketen und Drohnen ein Brand ausgebrochen. »Es handelt sich um eine Einschlagstelle zwischen zwei Gebäuden, die einen großen Brand verursacht hat«, berichtete ein israelischer Sanitäter laut Nachrichtenagentur dpa. Es seien mehrere Menschen verletzt worden.
Israelische Medien berichteten zunächst, die Armee prüfe, ob es sich um den Einschlag einer fehlgeleiteten israelischen Abwehrrakete handelte. Ein Armeesprecher sagte jedoch, die Prüfung habe ergeben, dass höchstwahrscheinlich eine angreifende Rakete in der Küstenstadt einschlug. Die Hisbollah reklamierte den Angriff für sich. Zuvor hatte Israels Armee »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon bestätigt.
Einschlagsort in Naharija . Foto: Odd Andersen / AFP
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Libanon meldet mehr als eine Million Vertriebene
Im Libanon sind Behördenangaben zufolge in den vergangenen 14 Tagen mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Insgesamt 1.049.329 Menschen hätten sich auf der Onlineplattform des Sozialministeriums als vertrieben gemeldet, melden die libanesischen Behörden. Rund 132.700 der Menschen seien in 600 Notunterkünften untergebracht.
Seit der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah am 2. März seien im Libanon insgesamt 850 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt worden, teilte zudem das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen.
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Leseempfehlung: Holt Trump sich die »verbotene Insel«?
Das Pentagon schickt Elitesoldaten an den Persischen Golf. Sie könnten die Ölinsel Charg einnehmen. Doch die Gefahr wäre groß: Die Iraner verfügen über Seeminen, Antischiffsraketen und jede Menge Drohnen. Lesen Sie hier den Text unseres Kollegen Oliver Imhof.
Ölinsel Charg: »Die verbotene Insel«. Foto: Planet Labs PBC / AP
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Trump beklagt fehlenden Enthusiasmus bei gefordertem Hormus-Einsatz
US-Präsident Donald Trump hat einer Reihe von Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft in der Straße von Hormus vorgeworfen. Einige hätten »nicht besonders begeistert« auf seine Forderung nach einem Nato-Einsatz zur Sicherung der Meerenge reagiert, kritisierte Trump nun in Washington. »Und der Grad der Begeisterung ist mir wichtig.«
Darunter seien Staaten, die von den USA seit Jahrzehnten beschützt würden und in denen Zehntausende US-Soldaten stationiert seien, sagte der Präsident. Trump nannte Deutschland und andere Länder nicht namentlich. In der Bundesrepublik ist jedoch das größte Kontingent von US-Soldaten stationiert.
Darunter seien Staaten, die von den USA seit Jahrzehnten beschützt würden und in denen Zehntausende US-Soldaten stationiert seien, sagte der Präsident. Trump nannte Deutschland und andere Länder nicht namentlich. In der Bundesrepublik ist jedoch das größte Kontingent von US-Soldaten stationiert.
US-Präsident Trump. Foto: Alex Brandon / AP
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

»Alle haben Angst und versuchen trotzdem, Hoffnung zu bewahren«: Wie es einer Familie in Iran ergeht
Eine Exil-Iranerin hat dem Israel-Korrespondenten des SPIEGEL, Thore Schröder, berichtet, wie ihre Familie die Lage im Land erlebt.
Seit Sonntagnachmittag gebe es kaum mehr Internet. Sie vermute, dass viele VPNs abgeschaltet worden seien. »In der Vorwoche war die Verbindung noch so gut, dass ich häufig mit meiner Familie telefonieren konnte.« Auch Banküberweisungen und Geldabheben funktionierten kaum mehr. Ihre Schwester arbeite an einer Privatschule. Seit zwei Monaten habe sie kein Gehalt mehr bekommen. »Das Leid und die Hilflosigkeit aus der Ferne mit ansehen zu müssen, belastet mich sehr.«
Vor wenigen Monaten sei die Großmutter der Exil-Iranerin gestorben. Ihr kranker Onkel lebe noch immer in deren Wohnung in der Nähe Isfahans. Inzwischen sei diese durch Raketen beschädigt worden. »Gut, dass die Oma das nicht mehr erleben muss«, soll die Mutter der Berichterstatterin gesagt haben.
Alle hätten Angst und versuchen trotzdem, Hoffnung zu bewahren, berichtet die Exil-Iranerin über die Zustände in ihrem Heimatland.
Straßentreiben in Teheran: Letzte Einkäufe vor dem Frühlingsfest Nowruz vergangenes Jahr. Foto: AO / Middle East Images / IMAGO
Morgen, am Dienstag, ist Tschahar Schanbe Suri, das iranische Feuerfest, das symbolisch für den Tausch von Dunkelheit gegen Licht steht. Anhänger von Reza Pahlavi, einer zentralen Oppositionsfigur und Sohn des letzten iranischen Schahs, sollen trotz Verbot dazu aufgerufen haben, auf die Straße zu gehen. »Vielleicht ist das auch ein Grund, warum das Internet jetzt so massiv eingeschränkt wurde – um jede Form von Versammlung zu verhindern. Gleichzeitig weiß jeder, wie gefährlich das in der aktuellen Situation wäre«, sagt die Exil-Iranerin. Alles wirke noch bedrückender und unberechenbarer als vor wenigen Tagen, fügt sie an.
Am Freitag wird Nowruz gefeiert, das iranische Frühlingsfest. »Doch vielleicht kann selbst in dieser Dunkelheit ein neuer Frühling auch ein neuer Anfang sein.«
Am Freitag wird Nowruz gefeiert, das iranische Frühlingsfest. »Doch vielleicht kann selbst in dieser Dunkelheit ein neuer Frühling auch ein neuer Anfang sein.«
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Merz warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Israel öffentlich vor den Folgen einer Bodenoffensive im Libanon gewarnt. »Schlagt diesen Weg nicht ein. Es wäre ein Fehler«, sagte Merz bei einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten in Berlin.
Eine solche Offensive würde die »hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen«.
Merz bekräftigte außerdem, dass sich Deutschland nicht militärisch daran beteiligen werde, die Straße von Hormus wieder für Schiffe passierbar zu machen. »Dieser Krieg ist nicht Angelegenheit der Nato«, sagte Merz. Zuvor hatten sich bereits Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der britische Premier Keir Starmer gegen eine Beteiligung der Nato ausgesprochen.
Der Krieg müsse schnellstmöglich und mit einer klaren Strategie zu Ende gebracht werden, forderte Merz. Die Region dürfe nicht in einen ewigen Krieg mit unklaren Zielen hineinschlittern. Eine weitere Ausweitung brächte große Risiken für die Partner und die gesamte Golfregion.
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Analyse: Die Europäer wollen sich nicht in Trumps Krieg hineinziehen lassen
Kein europäisches Land hat bisher Donald Trumps Forderung nach Kriegsschiffen für die Straße von Hormus entsprochen – obwohl Trump den Nato-Verbündeten offen mit einer »sehr schlechten Zukunft« gedroht hatte, sollten sie nicht mitmachen. Die Antwort der Europäer ist fast einheitlich: Wer einen Krieg beginnt, ohne seine Verbündeten zu konsultieren, kann sie nicht im Nachhinein zur Verantwortung ziehen.
Berlin sagt es deutlich. Verteidigungsminister Boris Pistorius: »Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.« Er stellte eine Gegenfrage: »Was erwartet Donald Trump von einer Handvoll europäischer Fregatten in der Straße von Hormus – was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann?« Außenminister Wadephul hatte zuvor die USA und Israel aufgefordert, erst einmal zu erklären, welche Kriegsziele sie überhaupt verfolgten.
Auch der britische Premier Keir Starmer sagte, man wolle sich nicht in einen größeren Krieg hineinziehen lassen. Er arbeite mit europäischen Partnern an einem »tragfähigen Plan« zur Wiedereröffnung der Meerenge. Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel wurde noch direkter: Was Washington betreibe, sei »Erpressung«. Polens Außenminister Radek Sikorski schloss eine polnische Beteiligung aus – und merkte trocken an, Trump rede über die Nato als »sie«, nicht als »wir«.
Frankreich hat Trumps Forderung ebenfalls abgelehnt: Paris werde Schiffe erst entsenden, wenn die Kampfhandlungen beendet sind. Es verhandelt jedoch mit europäischen und Golfstaaten über eine gemeinsame Patrouillenmission für die Zeit danach.
In Brüssel drängte EU-Außenbeauftragte Kallas beim Treffen der EU-Außenminister darauf, die Marinemission Aspides vom Roten Meer auf den Persischen Golf auszuweiten. Für den Fall fehlender Einigkeit unter den 27 brachte sie eine »Coalition of the Willing« ins Spiel: ein Ad-hoc-Verbund jener Länder, die auch ohne gemeinsames EU-Mandat handeln würden. Italiens Außenminister Tajani bremste: Aspides sei ein Anti-Piraterie- und Verteidigungseinsatz, keine Kriegsteilnahme.
Die Lust der Europäer, sich von den USA in einen schlecht begründeten und geopolitisch gefährlichen Krieg zwingen zu lassen, von dem dank der hohen Ölpreise derzeit vor allem Wladimir Putin profitiert, ist verständlicherweise gering.
Berlin sagt es deutlich. Verteidigungsminister Boris Pistorius: »Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.« Er stellte eine Gegenfrage: »Was erwartet Donald Trump von einer Handvoll europäischer Fregatten in der Straße von Hormus – was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann?« Außenminister Wadephul hatte zuvor die USA und Israel aufgefordert, erst einmal zu erklären, welche Kriegsziele sie überhaupt verfolgten.
Auch der britische Premier Keir Starmer sagte, man wolle sich nicht in einen größeren Krieg hineinziehen lassen. Er arbeite mit europäischen Partnern an einem »tragfähigen Plan« zur Wiedereröffnung der Meerenge. Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel wurde noch direkter: Was Washington betreibe, sei »Erpressung«. Polens Außenminister Radek Sikorski schloss eine polnische Beteiligung aus – und merkte trocken an, Trump rede über die Nato als »sie«, nicht als »wir«.
Frankreich hat Trumps Forderung ebenfalls abgelehnt: Paris werde Schiffe erst entsenden, wenn die Kampfhandlungen beendet sind. Es verhandelt jedoch mit europäischen und Golfstaaten über eine gemeinsame Patrouillenmission für die Zeit danach.
In Brüssel drängte EU-Außenbeauftragte Kallas beim Treffen der EU-Außenminister darauf, die Marinemission Aspides vom Roten Meer auf den Persischen Golf auszuweiten. Für den Fall fehlender Einigkeit unter den 27 brachte sie eine »Coalition of the Willing« ins Spiel: ein Ad-hoc-Verbund jener Länder, die auch ohne gemeinsames EU-Mandat handeln würden. Italiens Außenminister Tajani bremste: Aspides sei ein Anti-Piraterie- und Verteidigungseinsatz, keine Kriegsteilnahme.
Die Lust der Europäer, sich von den USA in einen schlecht begründeten und geopolitisch gefährlichen Krieg zwingen zu lassen, von dem dank der hohen Ölpreise derzeit vor allem Wladimir Putin profitiert, ist verständlicherweise gering.
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Uno-Untersuchung bringt Bombardierung des Evin-Gefängnisses in Verbindung mit Kriegsverbrechen
Bei einem Angriff auf das Evin-Gefängnis während des Zwölftagekriegs starben nach iranischen Angaben vergangenes Jahr Dutzende Menschen. Eine Untersuchung des Uno-Menschenrechtsrats wirft Israel nun infolge des Bombardements Kriegsverbrechen vor.
»Wir haben hinreichende Gründe für die Annahme, dass Israel mit den Luftangriffen auf das Evin-Gefängnis das Kriegsverbrechen begangen hat, vorsätzlich Angriffe gegen zivile Objekte zu richten«, erklärte die Vorsitzende der Untersuchungskommission, Sara Hossain, nach Reuters-Angaben. In dem Bericht werden zudem Iran Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, darunter Mord, Inhaftierung, Folter, sexuelle Gewalt, geschlechtsspezifische Verfolgung und Verschleppung.
Israel hatte vor rund einem Jahr seinen Rückzug aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen angekündigt. Der Rat mit Sitz in Genf dämonisiere »geradezu obsessiv die einzige Demokratie im Nahen Osten – Israel«, schrieb Außenminister Gideon Sa’ar seinerzeit auf der Plattform X.
»Wir haben hinreichende Gründe für die Annahme, dass Israel mit den Luftangriffen auf das Evin-Gefängnis das Kriegsverbrechen begangen hat, vorsätzlich Angriffe gegen zivile Objekte zu richten«, erklärte die Vorsitzende der Untersuchungskommission, Sara Hossain, nach Reuters-Angaben. In dem Bericht werden zudem Iran Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, darunter Mord, Inhaftierung, Folter, sexuelle Gewalt, geschlechtsspezifische Verfolgung und Verschleppung.
Israel hatte vor rund einem Jahr seinen Rückzug aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen angekündigt. Der Rat mit Sitz in Genf dämonisiere »geradezu obsessiv die einzige Demokratie im Nahen Osten – Israel«, schrieb Außenminister Gideon Sa’ar seinerzeit auf der Plattform X.
Zerstörungen im Evin-Gefängnis in Teheran. Foto: Reuters
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Kurzanalyse: Diese Optionen hat Trump
Je länger der Waffengang gegen Iran andauert, desto größer dürfte der Druck auf US-Präsident Donald Trump werden. Die Zahl der im Konflikt getöteten amerikanischen Soldaten stieg zuletzt auf 13. Jede Woche Krieg kostet die Steuerzahler im Land Milliarden. Im November stehen in den USA Halbzeitwahlen an; hohe Preise an der Tankstelle sind für die Republikaner im Kongress eine Gefahr.
In dieser Lage wird sich Trump für die weniger schlechte von zwei Optionen entscheiden müssen.
Er kann Maximalziele verfolgen: das Regime stürzen oder gefügig machen. Erfolgversprechend ist das aber nicht. Bisher gibt es keine Anzeichen, dass die iranische Bevölkerung Trumps Aufruf folgen und gegen die Herrscher aufbegehren wird. Die Ernennung von Mojtaba Khamenei zu Irans neuem Oberhaupt gilt zudem als Zeichen dafür, dass Hardliner die Macht im Land übernommen haben. Diese wollen wohl keinen Deal mit Trump. Der US-Präsident könnte sich gezwungen sehen, Bodentruppen in Iran einzusetzen. Damit würde er aber riskieren, dass sich ein Teil seiner Anhänger von ihm abwendet.
Donald Trump. Foto: Jim Watson / AFP
Trump könnte sich andererseits damit begnügen, das Regime zu schwächen. Es ist möglich, dass die massiven Luftschläge der vergangenen Wochen Irans Raketen-, Atom- und Drohnenprogramm sowie die militärische Infrastruktur hinreichend geschwächt haben. Sicher sagen lässt sich das aber nicht.
Eine andere Frage ist, was die anderen Kriegsparteien machen. Trumps Aussage, wonach der Krieg kurz vor seinem Ende stehe, widersprachen nicht nur die Israelis. Auch die Revolutionswächter in Iran sendeten dem US-Präsidenten eine Botschaft: Wann der Krieg ende, würden sie entscheiden.
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Leseempfehlung: Darum legt sich Berlin mit Trump an
Der US-Präsident verlangt, dass Nato-Verbündete die Straße von Hormus militärisch offen halten. Die Bundesregierung lehnt das ab – und wählt deutliche Worte. So sagte Boris Pistorius: »Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.« Lesen Sie hier mehr zur Absage an den Iraneinsatz.
Verteidigungsminister Pistorius, Koalitionspartner Merz. Foto: Britta Pedersen / picture alliance
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Henrike Hartmann
Reporterressort

EU verhängt Sanktionen gegen 16 Iraner wegen Niederschlagung der Proteste im Januar
Der Rat der EU hat Sanktionen gegen 16 Personen und drei Organisationen verhängt, die demnach für schwere Menschenrechtsverletzungen in Iran verantwortlich seien. Darunter sind der stellvertretende iranische Innenminister für Sicherheit und Strafverfolgung sowie verschiedene Kommandeure lokaler Zweigstellen des Korps der Islamischen Revolutionswächter (IRGC).
In einer Pressemitteilung begründet der Rat, diese hätten eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt.
In einer Pressemitteilung begründet der Rat, diese hätten eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt.
Straßenproteste in Iran am 9. Januar. Foto: Kosh Iran /Middle East Images / IMAGO
Konkret seien einige der sanktionierten Personen dafür verantwortlich, Geständnisse erzwungen, Garantien für faire Verfahren verletzt und harte Urteile gegen friedliche Aktivisten verhängt zu haben.
Ende Dezember begannen in Teheran Demonstrationen wegen des Wertverlusts der Landeswährung, im Januar spitzten sich die Proteste landesweit zu. In wenigen Tagen hatten Regimekräfte Tausende Menschen getötet, bis sich wohl kaum noch jemand wagte, gegen das System auf die Straßen zu gehen. Mehr zur Gewalt gegen die Demonstranten in Iran lesen Sie hier.
Ende Dezember begannen in Teheran Demonstrationen wegen des Wertverlusts der Landeswährung, im Januar spitzten sich die Proteste landesweit zu. In wenigen Tagen hatten Regimekräfte Tausende Menschen getötet, bis sich wohl kaum noch jemand wagte, gegen das System auf die Straßen zu gehen. Mehr zur Gewalt gegen die Demonstranten in Iran lesen Sie hier.
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Israels Militär hat heute früh eine neue Angriffswelle in Iran begonnen. Iranische Staatsmedien berichteten von lauten Explosionen in der Hauptstadt, Bilder zeigen zerstörte Häuser und Rauchwolken.
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Israel will Raumfahrtanlage in Teheran zerstört haben
Die israelische Armee meldet, bei Angriffen auf Teheran eine Anlage zerstört zu haben, in der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll. Demnach sei die Anlage »eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder« gewesen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Israel wirft Iran vor, seit Jahren »erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum« gesteckt zu haben. Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.
Auf dem getroffenen Gelände wurde den Angaben zufolge auch der Satellit Chamran-1 entwickelt, den Iran im Herbst 2024 ins All schoss – angeblich ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken.
Israel wirft Iran vor, seit Jahren »erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum« gesteckt zu haben. Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge. Da es jedoch faktisch von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert wird, gibt es international Zweifel an dieser Darstellung.
Auf dem getroffenen Gelände wurde den Angaben zufolge auch der Satellit Chamran-1 entwickelt, den Iran im Herbst 2024 ins All schoss – angeblich ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken.
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Leseempfehlung: Europa wird für Trumps Krieg doppelt zahlen
Trump hat mit dem Irankrieg einen unheilvollen Kreislauf in Gang gesetzt, sagt mein Kollege Benjamin Bidder. Wieso Europa nun indirekt Putins Krieg gegen die Ukraine und zugleich ihre Verteidigung mitfinanziert, lesen Sie im SPIEGEL-Leitartikel.
US-Präsident Donald Trump. Foto: Yuri Gripas / action press
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Bundesregierung warnt Israel vor größeren Bodeneinsätzen im Libanon
Die Bundesregierung zeigt sich angesichts der Lage im Libanon »enorm beunruhigt« und warnt die israelische Regierung vor einer größeren Bodenoffensive. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin, man sehe Vorbereitungen für einen solchen Einsatz. Das würde die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region weiter verschärfen und könnte zu mehr Fluchtgeschehen führen.
Deutschland fordere »unsere israelischen Freunde« deshalb eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen, sagte Kornelius. Zugleich verurteilt die Bundesregierung, dass die Hisbollah-Miliz nach eigenen Angaben wieder in den Kampf gegen Israel eingetreten sei. Die Hisbollah müsse die Kämpfe einstellen und die Waffen niederlegen.
Zudem fordere die Bundesregierung Israel dazu auf, zivile Ziele und die Friedenstruppe der Uno-Beobachtermission UNIFIL nicht anzugreifen, so Kornelius. UNIFIL-Blauhelmsoldaten waren zuletzt im Grenzgebiet zu Israel nach Angaben der Vereinten Nationen wiederholt zwischen die Fronten geraten.
Israels Armee bestätigt »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen im Süden des Libanon »begrenzte und gezielte« Bodeneinsätze begonnen. Ziel seien dort aktive Hisbollah-Mitglieder sowie Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee mit. Die Einsätze seien »Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen«, um die Einwohner im Norden Israels zu schützen.
Eine israelische Artillerieeinheit feuert auf der israelischen Seite der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: Shir Torem /Reuters
Die »Times of Israel« hatte bereits am Wochenende berichtet, israelische Bodentruppen hätten bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Hisbollah-Kämpfer getötet. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Demnach seien zudem Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

EU schnürt Hilfspaket für Nahen Osten über 450 Millionen Euro
Die Europäische Union hat beschlossen, mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten bereitzustellen. Das Geld soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, dem Libanon und den palästinensischen Gebieten zugutekommen.
Das Paket steht nicht in ausschließlichem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg. 210 Millionen Euro sollen laut Plan der Kommission beispielsweise nach Syrien gehen, nachdem dort auch ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad noch 16 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen gewesen seien. Das Geld soll unter anderem für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet werden.
Das Paket steht nicht in ausschließlichem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg. 210 Millionen Euro sollen laut Plan der Kommission beispielsweise nach Syrien gehen, nachdem dort auch ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad noch 16 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen gewesen seien. Das Geld soll unter anderem für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet werden.
Bereits vor einer Woche hatte die EU eine humanitäre Soforthilfe für ähnliche Zwecke im Libanon mobilisiert. Hintergrund war die Vertreibung von inzwischen knapp 800.000 Menschen aus ihren Häusern, denen es auch an warmen Mahlzeiten und Notunterkünften mangelte. Diese Art der Notfallfinanzierung kam erstmals zum Einsatz. Geliefert wurden Hilfsgüter per humanitärer Luftbrücke.
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Henrike Hartmann
Reporterressort

Keir Starmer sieht »keine Nato-Mission« für die Straße von Hormus
Der britische Premierminister Keir Starmer hat klargestellt, dass die blockierte Straße von Hormus ohne Beteiligung der Nato wieder für die Schifffahrt passierbar gemacht werden soll. »Es wird keine Nato-Mission sein und es war auch nie als eine Nato-Mission vorgesehen«, sagte Starmer in London.
Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Großbritannien arbeite mit anderen Ländern daran, einen gemeinsamen Plan zur Öffnung der Meerenge zu entwickeln. »Das ist keine einfache Aufgabe«, sagte Starmer, es würden aber alle nötigen Maßnahmen getroffen, »um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen«.
Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Großbritannien arbeite mit anderen Ländern daran, einen gemeinsamen Plan zur Öffnung der Meerenge zu entwickeln. »Das ist keine einfache Aufgabe«, sagte Starmer, es würden aber alle nötigen Maßnahmen getroffen, »um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen«.
Starmer hatte am Sonntag mit US-Präsident Donald Trump über die Sicherung von Öltransporten beraten. Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor zur Unterstützung aufgerufen.
Keir Starmer. Foto: Chris J. Ratcliffe / EPA
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Pistorius erteilt militärischer Beteiligung an Hormus-Mission eine Absage – mit deutlichen Worten
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach militärischer Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus scharf zurückgewiesen. Man sei bereit, eine sichere Passage durch die Straße von Hormus diplomatisch zu gewährleisten, sagte Pistorius bei einem Besuch seines lettischen Amtskollegen Andris Sprūds in Berlin. »Allerdings wird es keine militärische Einbindung geben.«
Weiter sagte Pistorius, er frage sich, was Donald Trump von ein oder zwei Handvoll europäischen Fregatten zu leisten erwarte, »was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann«. Er sehe keine Veranlassung, ein Bundestagsmandat für einen Einsatz außerhalb des Nato-Gebiets einzuholen. »Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen.«
Weiter sagte Pistorius, er frage sich, was Donald Trump von ein oder zwei Handvoll europäischen Fregatten zu leisten erwarte, »was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann«. Er sehe keine Veranlassung, ein Bundestagsmandat für einen Einsatz außerhalb des Nato-Gebiets einzuholen. »Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen.«
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Foto: REUTERS
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Dänemark will US-Anfrage zum Schutz der Straße von Hormus prüfen
Dänemark will eine Beteiligung an einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mission zum Schutz der Straße von Hormus nach den Worten von Außenminister Lars Løkke Rasmussen prüfen. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters sowie dänische Medien übereinstimmend. Rasmussen äußerte sich demnach in Brüssel auf dem Weg zu einem Treffen der EU-Außenminister.
Dänemark sei zwar ein kleines Land, aber »eine große Seefahrernation«, wird der Außenminister zitiert. »Wir müssen dieser Frage gegenüber offen bleiben.« Bislang habe man nur Trumps Äußerungen gehört, der Außenminister sprach von einer »vagen Einladung an Europa«. Er freue sich nun darauf, dies mit seinen EU-Amtskollegen zu besprechen.
Dänemark sei zwar ein kleines Land, aber »eine große Seefahrernation«, wird der Außenminister zitiert. »Wir müssen dieser Frage gegenüber offen bleiben.« Bislang habe man nur Trumps Äußerungen gehört, der Außenminister sprach von einer »vagen Einladung an Europa«. Er freue sich nun darauf, dies mit seinen EU-Amtskollegen zu besprechen.
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen. AFP
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Wadephul fordert Israel und USA auf, Kriegsziele zu definieren
Bundesaußenminister Johann Wadephul pocht auf mehr Informationen der USA und Israels über den weiteren Verlauf des Krieges gegen Iran. »Wichtig wird zunächst sein, dass die USA und Israel sich dazu verhalten, wann sie die militärischen Ziele ihres Einsatzes als erreicht betrachten. Hier brauchen wir mehr Klarheit«, sagte Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel.
Hierzu erwarte er Antworten. Erst dann könne man in eine nächste Phase gehen, um eine Sicherheitsarchitektur für die gesamte Region zu definieren, auch mit den Anrainerstaaten. Das werde dann auch erfordern, mit Iran ins Gespräch zu kommen, sagte Wadephul.
Hierzu erwarte er Antworten. Erst dann könne man in eine nächste Phase gehen, um eine Sicherheitsarchitektur für die gesamte Region zu definieren, auch mit den Anrainerstaaten. Das werde dann auch erfordern, mit Iran ins Gespräch zu kommen, sagte Wadephul.
Wadephul in Brüssel. Fotos: Nicolas Tucat / AFP
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Israel beginnt neue Angriffswelle in Iran – Explosionen gemeldet
Die israelische Luftwaffe hat auf X mitgeteilt, eine neue Welle »umfangreicher« Angriffe auf Ziele der iranischen Infrastruktur begonnen zu haben. Dabei handele es sich um gleichzeitige Schläge in Teheran, Shiraz, Täbris.
Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.
Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.
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Trump will Chinabesuch verschieben – wegen Unstimmigkeiten im Irankrieg
Für Ende März haben die USA und China ein Gipfeltreffen in Peking geplant, eigentlich. Nun hat US-Präsident Donald Trump im Interview mit der »Financial Times« verkündet, seinen Besuch bei Präsident Xi Jinping verschieben zu wollen. Hintergrund ist, dass sich Trump chinesische Hilfe im Irankrieg erbittet, aber bisher auf taube Ohren stößt.
Konkret will Trump, dass China beim Schutz der Straße von Hormus hilft. Peking lehnt das bisher ab. Es sei schlicht angemessen, dass jene, die vom Handel in der Straße profitierten, »auch sicherstellen, dass da nichts Schlechtes passiert«, sagte Trump mit Blick auf China, aber auch die Europäische Union.
Konkret will Trump, dass China beim Schutz der Straße von Hormus hilft. Peking lehnt das bisher ab. Es sei schlicht angemessen, dass jene, die vom Handel in der Straße profitierten, »auch sicherstellen, dass da nichts Schlechtes passiert«, sagte Trump mit Blick auf China, aber auch die Europäische Union.
Protest in Seoul gegen eine südkoreanische Beteiligung beim Geleit von Schiffen durch die Straße von Hormus. Foto: Lee Jin-man / AP
Wie Peking wirft er auch den Nato-Partnern vor, ihn nicht ausreichend im Kampf gegen Iran zu unterstützen. Gut möglich ist jedoch auch, dass Trump pompöse Gipfelbilder aus Peking vermeiden will, während US-Soldaten im Krieg sind.
Schon vor dem jüngsten Gipfel zwischen Trump und Xi in Busan im Oktober vergangenen Jahres hatte der US-Präsident kurz zuvor mit einer Absage gedroht – war dann aber schlussendlich anwesend. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums ließ die Drohungen Trumps mit Blick auf den Umgang mit der Straße von Hormus unkommentiert. Zwischen beiden Ländern gebe es weiter Gespräche über den anstehenden Besuch Trumps in Peking.
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Abgeordnete von Union, SPD und AfD lehnen militärische Beteiligung Deutschlands in Straße von Hormus ab
Bundestagsabgeordnete mehrerer Parteien lehnen Forderungen der US-Regierung ab, europäische Kriegsschiffe sollten Öltanker in der Straße von Hormus vor iranischen Angriffen schützen. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), bezweifelte im Deutschlandfunk, dass sich die Passage allein mit Marineeinheiten sichern lasse.
»Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat«, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen, sagte Hardt.
»Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat«, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen, sagte Hardt.
Jürgen Hardt (CDU) im Bundestag. Foto: IMAGO / dts
Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetović sagte im ZDF-»Morgenmagazin«, die Bundeswehr habe zwar Fähigkeiten, die Kapazitäten seien aber nicht auf einen solchen Einsatz ausgerichtet. Zudem kritisierte er Ziele und Strategie der USA und Israels.
AfD-Chefin Alice Weidel sagte dem Portal »The Pioneer«, selbst die U.S. Navy könne derzeit keine sichere Passage gewährleisten. Ein Einsatz der deutschen Marine sei deshalb »illusorisch und hochgefährlich«.
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Israel meldet Zerstörung von Khameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Regierungsflieger zerstört, der in der Vergangenheit vom getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei genutzt worden sein soll. In einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X hieß es, damit sei dem iranischen Regime »ein weiteres strategisches Gut entzogen« worden. Das Flugzeug sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.
Khamenei war am 28. Februar nach iranischen Angaben bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden. Offiziell reiste er seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland, besuchte aber gelegentlich Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.
Der Sohn von Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, ist der Nachfolger seines Vaters. Lesen Sie hier mehr zum neuen geistlichen Oberhaupt Irans.
Der Sohn von Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, ist der Nachfolger seines Vaters. Lesen Sie hier mehr zum neuen geistlichen Oberhaupt Irans.
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Behörden: Ein Toter nach Raketeneinschlag in Abu Dhabi
Die örtlichen Behörden teilten mit, dass in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Mensch bei einem Raketeneinschlag gestorben sei. Im Onlinedienst X schrieb das Medienbüro von Abu Dhabi, dass eine Rakete auf ein ziviles Fahrzeug im Gebiet Al Bahyah gefallen sei, und identifizierte das Opfer als Palästinenser.
In der Erklärung wurde nicht angegeben, woher die Rakete stammte, doch Iran hat im Rahmen seiner Vergeltungsmaßnahmen für den amerikanisch-israelischen Luftkrieg Dutzende Raketen und Drohnen auf das Land abgefeuert. Am frühen Morgen hatte die Polizei von Abu Dhabi mitgeteilt, dass Flugabwehrsysteme eine Raketenbedrohung bekämpften, und die Bewohner aufgefordert, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
In der Erklärung wurde nicht angegeben, woher die Rakete stammte, doch Iran hat im Rahmen seiner Vergeltungsmaßnahmen für den amerikanisch-israelischen Luftkrieg Dutzende Raketen und Drohnen auf das Land abgefeuert. Am frühen Morgen hatte die Polizei von Abu Dhabi mitgeteilt, dass Flugabwehrsysteme eine Raketenbedrohung bekämpften, und die Bewohner aufgefordert, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
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Iran meldet Zerstörung von Schule bei Luftangriff
Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.
Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.
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EU berät über Sicherung der Straße von Hormus – Japan und Australien wollen sich nicht beteiligen
Die EU-Staaten beraten heute nach Angaben der Außenbeauftragten Kaja Kallas über Möglichkeiten, die Straße von Hormus offenzuhalten. »Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormus offen zu halten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können«, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister.
Verbündete der USA reagieren derweil ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Meerenge zu beteiligen. Japan und Australien erklärten, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Verbündete der USA reagieren derweil ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Meerenge zu beteiligen. Japan und Australien erklärten, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte, ihre Regierung habe dazu nichts aus Washington gehört. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sagt, er habe derzeit keine Pläne, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden.
Australien will seine Marine ebenfalls vorerst nicht mobilisieren. »Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus entsenden«, sagte Verkehrsministerin Catherine King.
Australien will seine Marine ebenfalls vorerst nicht mobilisieren. »Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus entsenden«, sagte Verkehrsministerin Catherine King.
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Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln
Die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden Irans soll ein Museum werden. In einer Regierungserklärung hieß es, das Gebäude sei ein »lebendiges Dokument« für die »Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen« und müsse »zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden«. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll zum Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.
Menschen in den Trümmern der getroffenen Mädchenschule in Iran. Foto: Mehr News Agency / AP / dpa
Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf kamen Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die »New York Times« und CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, sollen vorläufige Ergebnisse einer Untersuchung darauf hindeuten. Demnach hätten die USA einen Stützpunkt der Revolutionswächter im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehört habe. Veraltete Ortungsdaten sollen demnach zu dem folgenschweren Fehler geführt haben.
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Israels Armee bestätigt »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen im Süden des Libanon »begrenzte und gezielte« Bodeneinsätze begonnen. Ziel seien dort aktive Hisbollah-Mitglieder sowie Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee mit. Die Einsätze seien »Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen«, um die Einwohner im Norden Israels zu schützen.
Eine israelische Artillerieeinheit feuert auf der israelischen Seite der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: Shir Torem /Reuters
Die »Times of Israel« hatte bereits am Wochenende berichtet, israelische Bodentruppen hätten bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Hisbollah-Kämpfer getötet. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Demnach seien zudem Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
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Flughafen Dubai nimmt Betrieb schrittweise wieder auf
Der Flughafen Dubai hat den Flugverkehr zu ausgewählten Zielen schrittweise wieder aufgenommen. Das teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Emirats mit. Passagiere sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges informieren.
Zuvor war der Betrieb nach einem Brand auf dem Flughafengelände stundenlang beeinträchtigt. Auslöser war nach Angaben der Behörden ein Drohneneinschlag in ein Treibstofflager. Verletzte habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle. Die Fluglinie Emirates erklärte, seit 7 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr Ortszeit) starteten und landeten wieder erste Maschinen.
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Lesetipp: Trumps Jünger halten zu ihm. Doch an den Rändern bröckelt es
Donald Trumps Feldzug gegen Iran ist in der US-Bevölkerung unbeliebt. Viele seiner MAGA-Ultras folgen ihm zwar blind. Doch andere Gefährten kritisieren den Kurs des Präsidenten. Was in den verschiedenen Strömungen unter Trumps Anhängern los ist, lesen Sie hier.
Donald Trump im April 2025. Foto: Carlos Barria / REUTERS
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Marc Röhlig
Hauptstadtbüro
Saudi-Arabien will seit Mitternacht 61 Drohnen abgefangen haben
Neben Dubai ist wohl auch Saudi-Arabien Ziel größerer iranischer Angriffe: Die saudi-arabischen Streitkräfte haben seit Montag um Mitternacht nach Angaben aus Riad Dutzende Drohnen abgefangen. Bislang seien insgesamt 61 Drohnen im Osten des Landes abgefangen worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte derweil auf X mit, seine Luftabwehrsysteme fingen derzeit Raketen und Drohnen aus Iran ab. Zuvor war nach einem Drohnenvorfall der Flugbetrieb am internationalen Flughafen von Dubai eingestellt worden.
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Hamas spricht von neun getöteten Polizisten nach israelischem Angriff auf Gaza
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Hamas-Angaben neun Polizisten getötet worden. Der tödliche Angriff auf ein Polizeifahrzeug habe sich in Al-Suwaida im Zentrum des Palästinensergebiets ereignet, erklärte das von der islamistischen Hamas kontrollierte Innenministerium. Unter den neun Todesopfern befinde sich der Polizeichef des Gebietes.
Die israelische Armee erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP, die Angaben zu dem Angriff würden derzeit »geprüft«. Trotz einer seit Oktober geltenden Waffenruhe im Gazakrieg gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt in dem Palästinensergebiet.
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Inzwischen schickt die Nachrichtenagentur Reuters erste Fotos, die Rauch über dem Flughafen von Dubai zeigen – bei einem Drohneneinschlag war dort ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen.
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Großbritannien sagt Libanon Nothilfe in Millionenhöhe zu
Die britische Regierung stellt dem Libanon mehr als fünf Millionen Pfund (umgerechnet rund 5,8 Millionen Euro) an Nothilfen zur Verfügung. Das teilte Außenministerin Yvette Cooper mit. Sie verurteilte zudem die Angriffe der Hisbollah auf Israel und forderte deren Einstellung. »Die Aktionen dieser verbotenen Terrororganisation – auf Betreiben des iranischen Regimes – ziehen die Menschen im Libanon erneut in einen Konflikt hinein, den sie nicht wollen und der nicht in ihrem Interesse liegt«, sagte Cooper.
Die finanziellen Mittel seien zur Unterstützung der humanitären Arbeit der libanesischen Regierung bestimmt und sollen unter anderem dem Libanesischen Roten Kreuz und Uno-Organisationen zugutekommen.
Die finanziellen Mittel seien zur Unterstützung der humanitären Arbeit der libanesischen Regierung bestimmt und sollen unter anderem dem Libanesischen Roten Kreuz und Uno-Organisationen zugutekommen.
Zerstörung im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut nach einem israelischen Angriff. Foto: AFP
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Trump wirft US-Medien vor, »in enger Abstimmung« mit Iran Fake News zu verbreiten
Der US-Präsident erneuert seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Irankrieg: Donald Trump wirft ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten. Und zwar »in enger Abstimmung« mit Iran.
Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und »die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN«, schrieb Trump auf Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser »korrupten und hochgradig unpatriotischen ›Nachrichten‹-Organisationen« nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Am Wochenende hatte die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wegen Berichterstattung über den Irankrieg den Druck auf Rundfunksender erhöht und ihnen faktisch mit Lizenzentzug gedroht. Wer Falschnachrichten verbreite, müsse damit rechnen, seine Lizenz zu verlieren, erklärte FCC-Chef Brendan Carr, ein Vertrauter Trumps. Dafür wurde er heftig kritisiert, auch aus seiner eigenen Partei. Mehr dazu erfahren Sie hier.
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Flughafen Dubai stellt Betrieb vorübergehend ein
Nachdem bei einem Drohneneinschlag in Dubai ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen ist, haben Einsatzkräfte das Feuer inzwischen unter Kontrolle gebracht. Es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats bei X erklärten.
Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärten die Behörden. Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren.
Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärten die Behörden. Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren.
Dubai meldet Brand in Flughafennähe
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden seien mit der Bekämpfung des Brandes befasst, teilte das Medienbüro der Regierung mit. Ein Treibstofflager sei beschädigt worden und in Flammen aufgegangen.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Daten der Webseite »Flightradar« ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Irankriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt.
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Israel startet »groß angelegte« Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mit einer »groß angelegten« Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen. Dabei werde die Infrastruktur »des iranischen Terrorregimes in Teheran« ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit.
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Konflikt um Straße von Hormus – Trump warnt Nato vor »sehr schlechter Zukunft«
US-Präsident Donald Trump hat der Zeitung »Financial Times« ein Interview gegeben, dabei ging es auch um die Situation rund um die Straße von Hormus. Sollten Nato-Verbündete die USA nicht unterstützen, wäre das Trump zufolge »sehr schlecht« für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses. »Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato.«
Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der von Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.
Auf die Frage, welche Art von Unterstützung er sich vorstelle, antwortete Trump, er wolle Minenräumer sowie »Leute, die einige der böswilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der Küste befinden«.
Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der von Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.
Auf die Frage, welche Art von Unterstützung er sich vorstelle, antwortete Trump, er wolle Minenräumer sowie »Leute, die einige der böswilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der Küste befinden«.
Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
Trump hatte am Samstag gefordert, andere Staaten sollten im Irankrieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Trump erklärte, »viele Länder« würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen (mehr dazu hier). Deutschland nannte der US-Präsident namentlich nicht.
Trump erklärte in dem Zeitungsinterview zudem, auch die Verschiebung eines geplanten Gipfeltreffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking sei vor diesem Hintergrund denkbar. »Wir würden es gern vor (dem Treffen) wissen«, sagte der US-Präsident. Es sei »nur angemessen, dass diejenigen, die von der Straße profitieren, auch dazu beitragen, sicherzustellen, dass dort nichts Schlimmes passiert.«
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten heute in Brüssel über die Lage im Nahen Osten. Thema dabei ist auch eine mögliche Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer zum Schutz der Seewege in der Straße von Hormus.
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten heute in Brüssel über die Lage im Nahen Osten. Thema dabei ist auch eine mögliche Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer zum Schutz der Seewege in der Straße von Hormus.
- Mehr Hintergründe hier: Iran nimmt den Ölhandel in den Würgegriff
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Dubai meldet Brand in Flughafennähe
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden seien mit der Bekämpfung des Brandes befasst, teilte das Medienbüro der Regierung mit. Ein Treibstofflager sei beschädigt worden und in Flammen aufgegangen.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Daten der Webseite »Flightradar« ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Irankriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt.
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Iran meldet mehr als 500 Festnahmen im Krieg
Der iranische Sicherheitsapparat hat seit Kriegsbeginn mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um »wichtige Fälle« gehandelt, sagte der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars. Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender Iran International weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten.
Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
- So gnadenlos späht Irans Regime die eigene Bevölkerung aus: Die Führung in Teheran hat einen gigantischen Überwachungsapparat erschaffen. SPIEGEL-Recherchen gewähren Einblick in das Spähsystem der Mullahs.
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Macron warnt vor »unkontrollierter Eskalation«
Inzwischen hat sich auch Frankreichs Präsident zu dem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen geäußert. »Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak –, unverzüglich einzustellen«, schrieb Emmanuel Macron nach einem Telefonat mit Masoud Pezeshkian bei X.
Er warnte Pezeshkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
Mit Blick auf den Krieg sprach Macron von einer »unkontrollierten Eskalation«, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.
Er warnte Pezeshkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
Mit Blick auf den Krieg sprach Macron von einer »unkontrollierten Eskalation«, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.
Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Pezeshkian telefonierte mit Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details gab es zunächst nicht.
Pezeshkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung »einiger europäischer Länder« und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Ein weiteres Thema waren den Angaben nach »konsularische Angelegenheiten«. Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch zwischen Iran und Frankreich.
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Israel greift erneut in südlichen Vororten von Beirut an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut attackiert. Die Angriffe zielten auf »Terrorinfrastruktur der Hisbollah in Beirut« ab, teilte die israelische Armee am Sonntagabend in Onlinediensten mit.
Am Wochenende lieferten sich Israel und Hisbollah im Südlibanon schwere Bodengefechte. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Am Wochenende lieferten sich Israel und Hisbollah im Südlibanon schwere Bodengefechte. Mehr dazu erfahren Sie hier.
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Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Pezeshkian telefonierte mit Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details gab es zunächst nicht.
Pezeshkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung »einiger europäischer Länder« und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Ein weiteres Thema waren den Angaben nach »konsularische Angelegenheiten«. Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch zwischen Iran und Frankreich.
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Iranischer Botschafter in Saudi-Arabien: Beziehungen zu Golfstaaten müssen überprüft werden
Angesichts des Kriegs will Iran offenbar seine Beziehungen zu den arabischen Golfstaaten überdenken. Das geht zumindest aus Äußerungen des iranischen Botschafters in Saudi-Arabien, Aliresa Enajati, hervor.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
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»Wall Street Journal«: Trump will Geleitschutz für Schiffe in der Straße von Hormus präsentieren
Öltanker liegen an der Straße von Hormus und warten darauf, ihre Ladung in die Welt zu bringen. Iran blockiert die Straße, aber US-Präsident Donald Trump wirbt für eine Koalition, die Schiffe sicher durch die Meerenge geleitet. Schon in den kommenden Tag will Trump verkünden, wer zu dieser Koalition gehört. So berichtet es zumindest das »Wall Street Journal« unter Berufung auf US-Beamte. Diskutiert werde aber noch, ob diese Operation erst im Falle eines Waffenstillstandes beginnen solle.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.
Tanker an der Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
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Iran will seit Kriegsbeginn 700 ballistische Raketen abgefeuert haben
Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet worden, berichten die iranischen Onlineportale »Tabnak« und »Avash« unter Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionswächter.
General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionswächter, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen, meinte der Sprecher.
Beschädigtes Haus in Tel Aviv nach einem iranischen Angriff. Foto: Abir Sultan / EPA
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Israel hat noch »Tausende Ziele« in Iran, der Sturz der Regierung zählt aber nicht dazu
Zählt der Sturz der iranischen Regierung zu den Kriegszielen? US-Präsident Donald Trump sprach das so aus, Israel vertritt aber eine andere Position. Das israelische Militär habe nicht das Ziel, die Regierung in Iran zu »stürzen«, sagte Brigadegeneral Effie Defrin, Sprecher des israelischen Militärs, laut »New York Times« bei einem Pressebriefing. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor erklärt, der Sturz der iranischen Regierung hänge vom iranischen Volk ab.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.
Zerstörung in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
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Liebe Leserinnen und Leser, die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was am Sonntag geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen








