Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA erlauben vorübergehende Lieferung und Verkauf von iranischem Öl.
- Die Amerikaner entsenden mehr Kriegsschiffe und Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten.
- Die US-Regierung will Iran dazu zwingen, die Straße von Hormus zu öffnen. Dazu wird einem Medienbericht zufolge überlegt, die iranische Insel Charg zu besetzen.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden.
- Die israelische Armee bombardiert Stellungen der iranischen Führung und der Hisbollah im Libanon. Iranische Staatsmedien sprechen von einer neuen Angriffswelle auf Israel. Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihre Territorien gemeldet.
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- Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
- Krieg im Libanon: Blauhelme im Kreuzfeuer
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Großbritannien äußert sich nach mutmaßlichem Raketenangriff auf Diego Garcia
Iran hat nach Angaben der BBC zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Über den mutmaßlichen Angriff hatten zuvor auch das »Wall Street Journal« und CNN berichtet.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Diego Garcia galt bislang als sicher. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Die Distanz ist militärstrategisch wichtig: Bisher war man von einer maximalen Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2000 Kilometern ausgegangen.
Es gab schon lange Befürchtungen, dass Iran über die technologischen Mittel verfügt, den Radius über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Iranische Raketen könnten dann theoretisch auch Deutschland und andere Ziele in Süd-, West- und Nordeuropa erreichen.
Foto: Google Earth
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Modi hat mit iranischem Präsidenten gesprochen
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hat mit Irans Präsidenten Masoud Pezeshkian gesprochen. Das teilte Modi auf der Plattform X mit. Er habe die Angriffe auf kritische Infrastruktur im Nahen Osten verurteilt und bekräftigt, dass es wichtig sei, dass Schifffahrtswege offen und sicher blieben, schreibt Modi.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
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Israels Verteidigungsminister kündigt Verstärkung der Angriffe auf Iran an
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA in Iran angekündigt. Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.
»In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen«, sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, »seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist«, so Katz.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag verkündet, dass er erwägt, die Angriffe auf Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen.
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Abu Dhabi meldet abgefangene Raketen und Drohnen
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat bekannt gegeben, am Samstag drei ballistische Raketen und acht Drohnen aus Iran abgefangen zu haben. Seit Beginn der »unverhohlenen iranischen Aggression« habe die Luftverteidigung der VAE 341 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1748 Drohnen abgefangen. Bei den Angriffen seien insgesamt acht Menschen getötet und 160 verletzt worden.
Zuvor hatte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian in einem Social-Media-Beitrag zum Eid-Fest erklärt, Iran strebe keinen Konflikt mit den Nachbarländern an. Iranische Regierungsvertreter haben wiederholt betont, ihre Angriffe richteten sich gegen US-Militärstützpunkte und nicht gegen die Länder am Persischen Golf, in denen diese Stützpunkte liegen.
Zuvor hatte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian in einem Social-Media-Beitrag zum Eid-Fest erklärt, Iran strebe keinen Konflikt mit den Nachbarländern an. Iranische Regierungsvertreter haben wiederholt betont, ihre Angriffe richteten sich gegen US-Militärstützpunkte und nicht gegen die Länder am Persischen Golf, in denen diese Stützpunkte liegen.
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Geheimdienst-Hauptquartier in Bagdad getroffen
Die Nachrichtenagentur AFP hatte über einen Angriff auf ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad berichtet, nun hat sich der Leiter der irakischen Sicherheitsinformationsstelle, Saad Maan, dazu geäußert. Demnach wurde das Hauptquartier des irakischen Geheimdiensts um 10.15 Uhr Ortszeit (8.15 Uhr deutscher Zeit) von einer Drohne attackiert. Ein Mann sei ums Leben gekommen. In dem Viertel Al Mansour im Westen der Hauptstadt befinden sich auch Wohnhäuser, luxuriöse Einkaufszentren und Botschaften.
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USA und Israel sollen Atomanlage Natans angegriffen haben
Die USA und Israel haben iranischen Staatsmedien zufolge die wichtige Atomanlage Natans im Zentrum des Landes angegriffen. Die rund 250 Kilometer südlich von Teheran gelegene Einrichtung sei am Samstagmorgen Ziel US-israelischer Luftangriffe geworden, erklärte die iranische Atomenergiebehörde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. In dem Gebiet sei »kein Austritt radioaktiven Materials gemeldet« worden.
Irans wichtigste Anreicherungsanlage war bereits in der ersten Kriegswoche getroffen worden. CNN und »The Jerusalem Post« berichten unter Berufung auf die israelische Armee, dass Israel den Angriff respektive eine Beteiligung an einem Angriff dementiert hat.
Irans wichtigste Anreicherungsanlage war bereits in der ersten Kriegswoche getroffen worden. CNN und »The Jerusalem Post« berichten unter Berufung auf die israelische Armee, dass Israel den Angriff respektive eine Beteiligung an einem Angriff dementiert hat.
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Gegenseitige Angriffe in der Nacht und am Samstagmorgen
In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten.
Die israelische Armee griff in der Nacht erneut Ziele in Iran und im Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz beschossen. Ein Hisbollah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden.
Die israelische Armee griff in der Nacht erneut Ziele in Iran und im Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz beschossen. Ein Hisbollah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden.
Die Trümmer einer abgefangenen iranischen Rakete fliegen über den Himmel von Tel Aviv. Foto: Maya Levin / AP
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Bericht: Drohnenangriff auf Wohnviertel in Bagdad
Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf irakische Sicherheitskreise, dass ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad Ziel eines Drohnenangriffs geworden ist. Demnach schlug am Samstag eine Drohne in einem bei der irakischen Oberschicht und ausländischen Diplomaten beliebten privaten Sportklub ein. Der Angriff einer weiteren Drohne richtete sich demnach gegen ein »Kommunikationsgebäude«.
In dem Gebäude ist den Angaben zufolge eine irakische Sicherheitsbehörde untergebracht, die im Rahmen der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat mit US-Beratern im Irak zusammenarbeitet. Weitere Angaben zu dem Drohnenangriff wurden zunächst nicht gemacht.
In dem Gebäude ist den Angaben zufolge eine irakische Sicherheitsbehörde untergebracht, die im Rahmen der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat mit US-Beratern im Irak zusammenarbeitet. Weitere Angaben zu dem Drohnenangriff wurden zunächst nicht gemacht.
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Leseempfehlung: Jagd nach dem Uran – eine Mission, die selbst US-Elitetruppen an ihre Grenzen brächte
Israel und die USA erwägen, Irans waffenfähiges Kernmaterial von Spezialkräften sichern zu lassen. Gegen einen solchen Einsatz wirkt die Entführung des Präsidenten in Venezuela wie ein Spaziergang. Warum hohe Verluste drohen, lesen Sie hier.
Foto: Luke Sharrett / Getty Images
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Israelisches Militär meldet Angriffe auf Hisbollah-Miliz
Israel hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife »Ziele der Terrororganisation Hisbollah« an, teilte die israelische Armee in einer kurzen Erklärung mit. Ein Armeesprecher hatte zuvor die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.
Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete ihrerseits Angriffe auf zwei Stadtteile in der Gegend. Weitere Angaben zu Schäden oder Opfern wurden zunächst nicht gemacht.
NNA zufolge wurde zudem im Süden des Libanons mindestens ein Mensch bei einem israelischen Luftangriff getötet. NNA berichtete zudem von weiteren Angriffen in der Nacht und am frühen Morgen auf mehrere Gebiete im Südlibanon sowie von einer »umfangreichen Durchsuchungsaktion« israelischer Soldaten im Gebiet der Stadt Chiam.
Die von Iran unterstützte Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten israelische Soldaten in sechs südlibanesischen Orten angegriffen. Die Miliz habe zudem Raketen auf Israel abgefeuert, wo nach israelischen Angaben Luftalarm ausgelöst wurde.
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Iran warnt Emirate vor Genehmigung von Angriffen auf Inseln nahe Straße von Hormus
Teheran hat die Vereinigten Arabischen Emirate davor gewarnt, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen. Sollte es vom emiratischen Staatsgebiet aus »zu weiteren Aggressionen gegen die Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen, werden die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte Ras al-Chaimah in den VAE mit schweren Angriffen überziehen«, erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee.
Die Stellungnahme wurde von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet. Das iranische Militär bezog sich dabei auf das Emirat Ras al-Chaimah.
Iranische Revolutionswächter im August 2023 auf der Insel Abu Musa. Foto: Sepahnews / AP
Die Inseln Abu Musa und Große Tunb liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden aber seit Jahrzehnten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.
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USA leiht Energiekonzernen Öl
Die US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, wie das Energieministerium mitteilte.
Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben.
Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben.
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Teheran will japanischen Schiffen angeblich Nutzung der Straße von Hormus erlauben
Iran ist Außenminister Abbas Araghchi zufolge bereit, japanischen Schiffen die Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus zu ermöglichen. Araghchi bestritt in einem Telefoninterview mit Kyodo News allerdings auch, dass die Straße von Hormus überhaupt gesperrt sei. »Sie ist offen«, sagte er. Länder, die Iran angreifen würden, müssten aber mit Einschränkungen rechnen. Iran sei bereit, Japan eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
Japan ist auf Ölimporte aus der Region angewiesen, ein Großteil davon passiert die Straße von Hormus. Seit Beginn des Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen.
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Irankrieg trifft Asiens Wirtschaft ins Mark
Die Blockade der Straße von Hormus trifft weite Teile Asiens besonders schwer und dürfte auch Folgen für deutsche Unternehmen dort haben. Das geht aus einer Analyse von Germany Trade & Invest (GTAI) hervor, der Außenwirtschaftsagentur des Bundes. Demnach stammt ein großer Teil der Öl- und Gasimporte in Asien aus der Golfregion. Tanker meiden aufgrund iranischer Drohungen oder fehlender Versicherungen die Route. Auch die Luftfrachtkosten auf der Europa-Asien-Route sind dem Bericht zufolge zuletzt um bis zu 60 Prozent gestiegen.
Stark betroffen sind energieabhängige Volkswirtschaften wie Japan, das nahezu sein gesamtes Rohöl aus der Golfregion bezieht. Vor allem in Süd- und Südostasien sind die Folgen laut dem Bericht bereits spürbar: Steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe belasten Wirtschaft und Haushalte.
In vielen Ländern greifen die Regierungen daher mit Maßnahmen wie der Freigabe von Reserven und Subventionen ein. Gleichzeitig dürften höhere Kosten sowie eine schwächere Nachfrage den Konsum und die Investitionen bremsen. Das könnte sich laut dem Bericht auch auf die Geschäfte deutscher Unternehmen – darunter viele Mittelständler – in der Region auswirken.
Stark betroffen sind energieabhängige Volkswirtschaften wie Japan, das nahezu sein gesamtes Rohöl aus der Golfregion bezieht. Vor allem in Süd- und Südostasien sind die Folgen laut dem Bericht bereits spürbar: Steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe belasten Wirtschaft und Haushalte.
In vielen Ländern greifen die Regierungen daher mit Maßnahmen wie der Freigabe von Reserven und Subventionen ein. Gleichzeitig dürften höhere Kosten sowie eine schwächere Nachfrage den Konsum und die Investitionen bremsen. Das könnte sich laut dem Bericht auch auf die Geschäfte deutscher Unternehmen – darunter viele Mittelständler – in der Region auswirken.
Tankstelle in Tokio (18. März). Foto: Franck Robichon / EPA
Auch China ist als weltweit größter Rohölimporteur betroffen. Durch direkte Pipelines aus Russland und große Reserven ist das Land jedoch dem Bericht zufolge weniger stark auf Tankerlieferungen angewiesen als viele Nachbarländer. Zudem profitiert China laut GTAI vom Ausbau erneuerbarer Energien.
Neben der Energieversorgung trifft die Krise laut der GTAI-Analyse auch andere Industriezweige: Die Chip- und Halbleiterproduktion in Taiwan, China und Südkorea benötigt Helium, das vor allem in Katar gefördert wird. Die Landwirtschaft ist auf Düngemittel-Grundstoffe angewiesen, die ebenfalls über die Golfregion geliefert werden. Längerfristig dürfte die Krise demnach zu einer stärkeren Diversifizierung der Lieferketten führen.
Neben der Energieversorgung trifft die Krise laut der GTAI-Analyse auch andere Industriezweige: Die Chip- und Halbleiterproduktion in Taiwan, China und Südkorea benötigt Helium, das vor allem in Katar gefördert wird. Die Landwirtschaft ist auf Düngemittel-Grundstoffe angewiesen, die ebenfalls über die Golfregion geliefert werden. Längerfristig dürfte die Krise demnach zu einer stärkeren Diversifizierung der Lieferketten führen.
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Iran soll britisch-amerikanischen Stützpunkt im Indischen Ozean angegriffen haben
Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Entfernung bis Teheran beträgt mehr als 5000 Kilometer.
Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das »Wall Street Journal« und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten. Demnach feuerte Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab. Eine Rakete sei von einem US-Kriegsschiff abgeschossen worden, die andere vor Erreichen des Ziels abgestürzt. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.
Insel Diego Garcia. Foto: US Navy / AP / dpa
Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Großbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA.
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United Airlines kürzt Flugplan wegen hoher Spritpreise
Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch Irankrieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, schränkte Kirby ein.
Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle.
Flugzeug von United Airlines am Airport Newark Liberty. Foto: Kena Betancur / AFP
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Medienbericht: Iran will japanische Schiffe durch Straße von Hormus lassen
Das Regime in Teheran ist einem Medienbericht zufolge bereit, Schiffe mit Bezug zu Japan durch die Straße von Hormus fahren zu lassen. Die Regierung Irans führt bereits Gespräche mit Tokio über eine mögliche Öffnung der Meerenge, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den iranischen Außenminister Abbas Araghchi.
Iran hält die für die weltweite Ölversorgung wichtige Route wegen des Krieges der USA und Israels gegen das Land seit drei Wochen weitgehend geschlossen. Japan bezieht rund 95 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Etwa 90 Prozent der Lieferungen für das Land werden durch die Straße von Hormus transportiert.
Iran hält die für die weltweite Ölversorgung wichtige Route wegen des Krieges der USA und Israels gegen das Land seit drei Wochen weitgehend geschlossen. Japan bezieht rund 95 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Etwa 90 Prozent der Lieferungen für das Land werden durch die Straße von Hormus transportiert.
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Iran warnt Großbritannien nach Kurswechsel bei Militärstützpunkten
Die iranische Führung hat den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA werde nicht ohne Folgen bleiben. Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem israelisch-amerikanischen Krieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghchi auf der Plattform X. Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, »dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden«. Iran werde »sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen«.
Die britische Regierung hatte zuvor bestätigt, »dass die Vereinbarung, wonach die USA im Rahmen der kollektiven Selbstverteidigung der Region britische Stützpunkte nutzen dürfen, auch Verteidigungseinsätze der USA umfasst, um die Raketenstellungen und -kapazitäten zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus genutzt werden«.
Großbritannien hatte den USA zunächst nur erlaubt, britische Stützpunkte für Verteidigungseinsätze zu nutzen, um britische Interessen oder Menschenleben zu schützen. Die jüngste Mitteilung der Regierung in London bedeutet eine klare Kehrtwende. Trump sagte laut CNN vor Journalisten in Washington, er verstehe nicht, warum diese Entscheidung so lange gedauert habe. »Sie hätten viel schneller handeln sollen.«
Großbritannien hatte den USA zunächst nur erlaubt, britische Stützpunkte für Verteidigungseinsätze zu nutzen, um britische Interessen oder Menschenleben zu schützen. Die jüngste Mitteilung der Regierung in London bedeutet eine klare Kehrtwende. Trump sagte laut CNN vor Journalisten in Washington, er verstehe nicht, warum diese Entscheidung so lange gedauert habe. »Sie hätten viel schneller handeln sollen.«
Die britische Regierung betonte unterdessen, ihre grundsätzliche Sicht auf den Konflikt habe sich nicht geändert. »Das Vereinigte Königreich bekennt sich weiterhin dazu, unsere Menschen, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu verteidigen.« Man werde sich nicht tiefer in den Konflikt hineinziehen lassen. Vielmehr müsse der Krieg schnell beendet werden.
Irans Außenminister Abbas Araghchi in Teheran. Foto: Sha Dati Xinhua / eyevine / laif
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Trump nennt Nato-Verbündete »Feiglinge«
US-Präsident Donald Trump hat Nato-Verbündete wegen ihrer ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung des Öltransports durch die Straße von Hormus als »Feiglinge« bezeichnet. Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er warf den Verbündeten vor, sich nicht am Kampf gegen eine atomare Bewaffnung Irans beteiligt zu haben.
Jetzt, da der Kampf militärisch »GEWONNEN« sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. »Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!«, schrieb Trump weiter.
Der US-Präsident hatte Nato-Verbündete und andere Länder unlängst gebeten, die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft, mit abzusichern. Der Schiffsverkehr dort ist wegen des Irankrieges nahezu zum Erliegen gekommen. Die Ölpreise schossen nach oben. Die USA und Israel hatten vor rund drei Wochen Iran angegriffen.
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Jonas Leppin
Chef vom Dienst

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen
Die USA haben im Irankrieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus Iran.
Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich schon auf Schiffen befinde, vorerst wieder straflos verkauft werden dürfe. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis zum 11. April gelten. Dies allerdings bedeutet Milliardeneinnahmen für Teheran – den Kriegsgegner der USA. Eine Analyse über diese und andere absurd anmutende Ideen der Trump-Regierung lesen Sie hier.
Durch den Krieg in Iran ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Routen des internationalen Öl- und Gashandels. Die Preise für Öl und Gas waren in der Folge drastisch gestiegen.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Länder, die auf Öltransporte über die Straße von Hormus angewiesen sind, zur Unterstützung bei einer Sicherung der Schifffahrt aufgerufen.
Ölterminal auf der iranischen Insel Kharg (Archivbild) . Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / IMAGO
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Irans Ölministerium: Haben keine Rohölüberschüsse für die internationalen Märkte
Iran hat nach eigenen Angaben »derzeit« keine überschüssigen Rohölvorräte, die es den internationalen Märkten zur Verfügung stellen könnte. Die Islamische Republik verfüge über keine Vorräte »auf See oder zur Versorgung der internationalen Märkte«, teilte ein Sprecher des iranischen Ölministeriums am Freitag im Onlinedienst X mit. Entsprechende Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent sollten »lediglich den Käufern Hoffnung machen«, fügte er hinzu.
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Trump: USA erwägen, Militäreinsätze »zurückzufahren«
Donald Trump deutet einen möglichen Kurswechsel im Krieg gegen Iran an. Laut dem US-Präsidenten stehen die Vereinigten Staaten kurz davor, ihre Ziele zu erreichen. Er erwäge deshalb, die Militärangriffe zurückzufahren, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
Trump zählte die Kriegsziele der USA auf, darunter die Zerstörung der iranischen Raketensysteme, Rüstungsindustrie, Marine und Luftwaffe und der Schutz der regionalen Verbündeten der USA. Zudem dürfe Iran niemals erlaubt werden, nukleare Fähigkeiten zu erlangen.
Trump zählte die Kriegsziele der USA auf, darunter die Zerstörung der iranischen Raketensysteme, Rüstungsindustrie, Marine und Luftwaffe und der Schutz der regionalen Verbündeten der USA. Zudem dürfe Iran niemals erlaubt werden, nukleare Fähigkeiten zu erlangen.
Mit Blick auf die Straße von Hormus schrieb Trump, diese solle künftig von den Staaten geschützt werden, die sie nutzen. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein.
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Trump drängt erneut auf Hilfe von China
US-Präsident Donald Trump hat erneut um Unterstützung im Persischen Golf geworben. Es sei viel Hilfe notwendig, um die Straße von Hormus zu sichern, sagt Trump gegenüber Journalisten am Weißen Haus. Es wäre nett, wenn sich Länder wie China und Japan beteiligen würden. Die Passage in der Golfregion sei für Europa und Asien wichtiger als für die USA.
Einen Waffenstillstand mit Iran schloss Trump aktuell aus. Darauf angesprochen, ob bei einem Ende der US-Angriffe auch Israel bereit sei, den Krieg zu beenden, sagte Trump: »Ich glaube schon.«
Einen Waffenstillstand mit Iran schloss Trump aktuell aus. Darauf angesprochen, ob bei einem Ende der US-Angriffe auch Israel bereit sei, den Krieg zu beenden, sagte Trump: »Ich glaube schon.«
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Erste Hinrichtungen nach Protesten in Iran: Wrestler Saleh Mohammadi, 19 Jahre alt, erhängt
Seinen 19. Geburtstag erlebte Saleh Mohammadi in iranischer Haft. Nun wurde der Ringer gemeinsam mit zwei weiteren Männern hingerichtet. Das Regime sendet eine klare Botschaft. Weitere Exekutionen könnten bald folgen, schreibt meine Kollegin Ann-Sophie Schneider. Ihren Text lesen Sie hier.
Teheran am 8. Januar. Foto: Getty Images
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Irankrieg und Asienroute: »Die erhöhten Flugpreise können noch eine Zeit lang bestehen bleiben«
Erhöhte Ticketpreise, mehr Unregelmäßigkeiten, ein fragiles System: Im Interview meiner Kollegin Eva Lehnen erklärt ein Luftfahrtexperte, worauf sich Passagiere in den kommenden Monaten einstellen müssen. Das ganze Gespräch lesen Sie hier.
Foto: Daniel Kubirski / IMAGO
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Medienbericht: Pentagon trifft Vorbereitungen für möglichen Bodentruppeneinsatz in Iran
Pentagon-Beamte haben offenbar umfangreiche Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran getroffen. Das berichtet der US-Fernsehsender CBS News, der sich dabei auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft. Trump überlegt demnach, ob er Bodentruppen in der Region stationieren soll. Es ist unklar, unter welchen Umständen er einen Einsatz tatsächlich genehmigen würde.
Hochrangige Militärkommandeure hätten konkrete Anfragen eingereicht, um Vorbereitungen für einen möglichen Bodeneinsatz zu treffen, während Präsident Trump seine weiteren Schritte prüft, berichtet CBS News.
Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte in einer Stellungnahme: »Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber maximale Optionen zu bieten. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat. Wie der Präsident gestern im Oval Office sagte, plant er derzeit nicht, Bodentruppen irgendwohin zu schicken.«
Noch am Donnerstag sagte Präsident Trump im Oval Office: »Nein, ich werde keine Truppen irgendwohin schicken«, fügte aber schnell hinzu: »Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen.«
Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt, dass 65 Prozent der Amerikaner glauben, Präsident Trump werde Bodentruppen nach Iran schicken, aber nur sieben Prozent unterstützen dies. Die Mehrheit lehnt einen Einsatz ab.
Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt, dass 65 Prozent der Amerikaner glauben, Präsident Trump werde Bodentruppen nach Iran schicken, aber nur sieben Prozent unterstützen dies. Die Mehrheit lehnt einen Einsatz ab.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Straße von Hormus: USA dürfen britische Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen nutzen
Die USA dürfen künftig britische Militärbasen nutzen, um iranische Ziele anzugreifen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verantwortlich sind. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung in London hervor. Demnach billigten britische Minister bei einem Treffen eine Ausweitung der bisherigen Vereinbarung. Diese sah bislang vor, dass US-Streitkräfte britische Basen nur für Operationen nutzen dürfen, um Angriffe zu verhindern, die britische Interessen oder Menschenleben gefährden.
Ein Regierungssprecher erklärte, dass die Minister heute zugestimmt hätten, britische Basen künftig auch für »defensive Operationen der USA« zu nutzen, um Raketenstellungen zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden.
Großbritannien werde sich jedoch weiterhin nicht direkt an den Angriffen beteiligen. Zugleich betonten die Minister die Notwendigkeit einer schnellen Deeskalation und einer zügigen Beilegung des Konflikts.
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Merz kündigt Gespräch mit Trump am Wochenende an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden. Das sagte Merz bei einem Wahlkampfauftritt in Bad Dürkheim, in Rheinland-Pfalz stehen am Sonntag Landtagswahlen an. »Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen«, sagte Merz, ohne Trumps Namen zu nennen.
Aus dem Kontext wurde aber klar, dass Merz den US-Präsidenten meint. Der Bundeskanzler erklärte, Trump nach Rheinland-Pfalz einladen zu wollen. Trumps Großvater, Friedrich Trump, war 1885 aus der Pfalz in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Merz sagte in Bad Dürkheim, er versuche, den US-Präsidenten in die Stadt einzuladen. Er wisse aber nicht, ob Trump die Einladung annehmen werde. »Er ist im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen«, so Merz. Er hatte Trumps Forderungen nach Hilfe in der Straße von Hormus zuletzt eine Absage erteilt und die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert. Merz betonte zugleich, dass er sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen werde.
Aus dem Kontext wurde aber klar, dass Merz den US-Präsidenten meint. Der Bundeskanzler erklärte, Trump nach Rheinland-Pfalz einladen zu wollen. Trumps Großvater, Friedrich Trump, war 1885 aus der Pfalz in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Merz sagte in Bad Dürkheim, er versuche, den US-Präsidenten in die Stadt einzuladen. Er wisse aber nicht, ob Trump die Einladung annehmen werde. »Er ist im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen«, so Merz. Er hatte Trumps Forderungen nach Hilfe in der Straße von Hormus zuletzt eine Absage erteilt und die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert. Merz betonte zugleich, dass er sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen werde.
Kanzler Merz und US-Präsident Trump bei einem Treffen im Weißen Haus am 3. März. Foto: Kay Nietfeld / dpa
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Liebe Leserinnen und Leser, der Irankrieg dauert mittlerweile drei Wochen an. Israel und die USA fliegen weiter Angriffe gegen das Regime in Teheran, das mit Vergeltungsschlägen antwortet. Die Situation an der Straße von Hormus sorgt für hohe Ölpreise und sinkende Börsenkurse. Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie hier. Was zuvor am Freitag geschah, können sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen



