Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Fotos zeigen einen großen Brand in Teheran. Die israelische Armee bestätigt eine Attacke gegen iranische Ölanlagen, 30 Öltanks seien angegriffen worden.
- Schon bald könnte eine Entscheidung über den Nachfolger des getöteten Ali Khamenei fallen. Das kündigte der einflussreiche Kleriker Ajatollah Hassan Mosafari laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars am Samstag an. Man sei zuversichtlich, dass die Ernennung eines neuen geistlichen Führers in den kommenden 24 Stunden erfolgen werde.
- Irans Präsident Masoud Pezeshkian hat sich nach seiner zweifelhaften Entschuldigung an Irans Nachbarländer verteidigt. Seine Äußerungen seien »vom Feind, der Zwietracht zwischen den Nachbarn säen will, falsch interpretiert worden«. Hardliner in Iran hatten Pezeshkian zuvor scharf kritisiert.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Folgen des Irankriegs: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory.
- Warum die Golfstaaten ausgerechnet Selenskyj um Hilfe bitten: Gegen Schwärme aus Raketen und Drohnen setzen die reichen Golfstaaten fast ausschließlich auf teure Abwehrsysteme. Die könnten ihnen aber bald ausgehen – eine Lösung könnte das kriegserfahrene Kyjiw bieten.
- Warum sich Merz jetzt von Trump absetzt: Im Oval Office erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz noch seine Unterstützung für den Krieg der USA und Israels gegen Iran. In einem neuen Statement geht er auf einmal auf Distanz. Was ist passiert?
- »Im Libanon breitet sich Panik aus«: Israel attackiert den Libanon nach dem Kriegseintritt der Hisbollah massiv. Im Land herrscht Angst. Viele Menschen fragen sich, wie die eigene Regierung nun gegen die Miliz vorgehen kann.
- Netanyahus Triumph könnte Israel schwer schaden: Eine gemeinsame Iran-Operation mit den USA ist für den israelischen Premier wie ein Traum, der wahr geworden ist. Ihn selbst könnte das zur Wiederwahl tragen, doch für sein Land sind die Konsequenzen möglicherweise verheerend.
- So bedroht der Irankrieg die Ukraine: In der Golfregion werden jeden Tag Hunderte Patriot-Flugabwehrraketen verschossen. Sie fehlen an anderer Stelle.
- Der Beschuss der Schule von Minab: Dutzende Kinder sollen getötet worden sein. Was wir wissen und was nicht
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
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Iran behauptet, intensiven Krieg sechs Monate durchhalten zu können
Wie lange soll der Krieg gegen Iran dauern? Die USA sprachen mal von vier bis sechs Wochen, aber ist der von Israel anvisierte Regimewechsel so schnell zu erreichen? Gleichzeitig werfen die ständigen Luftangriffe auch die Frage auf, ob die USA und Israel genug Geschosse haben, um einen langen Krieg zu führen. Iran jedenfalls behauptet nun, einen intensiven Krieg gegen die USA und Israel ein halbes Jahr führen zu können.
»Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, bei der derzeitigen Operationsgeschwindigkeit mindestens sechs Monate lang einen intensiven Krieg zu führen«, sagte der Sprecher der Revolutionswächter, Ali Mohammad Naini, der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
»Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, bei der derzeitigen Operationsgeschwindigkeit mindestens sechs Monate lang einen intensiven Krieg zu führen«, sagte der Sprecher der Revolutionswächter, Ali Mohammad Naini, der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
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Israels Energieminister: Wollen nicht in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen
Der israelische Energieminister Eli Cohen hat die israelischen Angriffe auf Öldepots in Teheran als Eskalation des Kriegs bezeichnet. »Weitere Eskalationen« würden in den kommenden Tagen folgen, sagte Cohen dem israelischen Radiosender 103fm. Man ziehe alle Ziele in Erwägung, die Irans Regime schaden.
Cohen wurde auch gefragt, wie lang der Krieg gegen Iran dauern soll. »Wir kennen den Zeitrahmen«, sagte Cohen: »Wir erwarten, dass das iranische Volk zu gegebener Zeit die notwendigen Schritte für einen Regierungswechsel einleitet. Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der wir in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen«, sagte er. Derzeit bestehe die Möglichkeit, »die Realität in unserer Region für die kommenden Jahrzehnte zu verändern.«
Cohen wurde auch gefragt, wie lang der Krieg gegen Iran dauern soll. »Wir kennen den Zeitrahmen«, sagte Cohen: »Wir erwarten, dass das iranische Volk zu gegebener Zeit die notwendigen Schritte für einen Regierungswechsel einleitet. Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der wir in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen«, sagte er. Derzeit bestehe die Möglichkeit, »die Realität in unserer Region für die kommenden Jahrzehnte zu verändern.«
Eli Cohen. Foto: YVES HERMAN / REUTERS
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Bericht aus Iran: Expertenrat einigt sich offenbar auf Khamenei-Nachfolger
Irans Expertenrat, der laut Verfassung den Revolutionsführer bestimmt, hat sich laut einem Bericht der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr auf einen Nachfolger für den getöteten Obersten Führer Ali Khamenei geeinigt. Die Einigung sei mehr oder weniger erzielt worden, sagte Ajatollah Mohammadmehdi Mirbaqeri, Mitglied der Expertenversammlung, laut Mehr. Wer der Nachfolger sein soll, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Der Ajatollah erklärte dem Bericht zufolge jedoch, dass »einige Hindernisse« in Bezug auf den Prozess noch ausgeräumt werden müssten. Iranische Medien berichten, dass es innerhalb des Gremiums Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob die endgültige Entscheidung nach einer persönlichen Sitzung getroffen werden muss oder stattdessen ohne Einhaltung dieser Formalität getroffen werden kann.
Der Ajatollah erklärte dem Bericht zufolge jedoch, dass »einige Hindernisse« in Bezug auf den Prozess noch ausgeräumt werden müssten. Iranische Medien berichten, dass es innerhalb des Gremiums Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob die endgültige Entscheidung nach einer persönlichen Sitzung getroffen werden muss oder stattdessen ohne Einhaltung dieser Formalität getroffen werden kann.
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Iran feuert wieder Raketen auf Israel
Iran hat Israel erneut mit Raketen attackiert. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Flugabwehr im Land am Sonntagmorgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden. In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, unter anderem in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beer Scheva.
Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der von Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.
Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der von Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.
Eine iranische Rakete ist am Himmel über Tel Aviv zu sehen. Foto: Dylan Martinez / Reuters
Auch in den Grenzregionen zum Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm. Die von Iran finanzierte Hisbollah-Miliz nimmt die Gebiete seit Kriegsbeginn häufig mit Drohnen und Raketen unter Beschuss.
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Trump über Drohung aus Iran: »Es ist mir völlig egal«
Irans Nationaler Sicherheitsberater Ali Larijani drohte US-Präsident Donald Trump, dieser werde für die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran »den Preis zahlen«. Trump gibt darauf aber offenbar wenig. »Ich habe keine Ahnung, wovon er spricht, wer er ist. Es ist mir völlig egal«, sagte Trump bei CBS News. Larijani sei »bereits besiegt«.
»Wir gewinnen auf einem noch nie dagewesenen Niveau und das sehr schnell«, behauptete Trump und zählte auf, welche Erfolge die USA im Krieg gegen Iran schon errungen haben wollen. Unklar ist aber nach wie vor, welches Ziel die USA genau verfolgen und wie ein Sieg im Irankrieg konkret aussehen soll.
»Wir gewinnen auf einem noch nie dagewesenen Niveau und das sehr schnell«, behauptete Trump und zählte auf, welche Erfolge die USA im Krieg gegen Iran schon errungen haben wollen. Unklar ist aber nach wie vor, welches Ziel die USA genau verfolgen und wie ein Sieg im Irankrieg konkret aussehen soll.
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Emir von Katar appelliert an US-Präsident Trump: Diplomatische Bemühungen intensivieren
Der Emir von Katar hat am Telefon mit US-Präsident Donald Trump über den Irankrieg gesprochen. Tamim bin Hamad Al Thani habe in dem Gespräch betont, dass die derzeitige Eskalation in der Region gefährliche Auswirkungen auf die internationale Sicherheit und den Frieden haben werde, berichtet Katars staatliche Nachrichtenagentur. Der Emir habe verdeutlicht, wie wichtig es sei, die Krise einzudämmen und diplomatische Bemühungen zu intensivieren.
»Beide Seiten waren sich einig, dass es wichtig ist, zusammenzuarbeiten, um die regionale und internationale Stabilität zu erhalten und politische Wege zu unterstützen, die zur Lösung der aktuellen Spannungen und zur Vermeidung einer weiteren Eskalation in der Region beitragen könnten«, berichtet die Nachrichtenagentur.
»Beide Seiten waren sich einig, dass es wichtig ist, zusammenzuarbeiten, um die regionale und internationale Stabilität zu erhalten und politische Wege zu unterstützen, die zur Lösung der aktuellen Spannungen und zur Vermeidung einer weiteren Eskalation in der Region beitragen könnten«, berichtet die Nachrichtenagentur.
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Irans Präsident verteidigt sich nach zweifelhafter Entschuldigung: »Vom Feind falsch interpretiert«
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian löste mit einer zweifelhaften Entschuldigung an Irans Nachbarstaaten am Samstag Irritationen aus. Schließlich setzte Iran seine Luftangriffe auf die Golfstaaten fort. Und Hardliner kritisierten Pezeshkian Äußerungen, zumal der Präsident in Iran keinen großen politischen Einfluss hat. Nun versucht sich Pezeshkian offenbar an Schadensbegrenzung.
Seine Äußerungen seien »vom Feind, der Zwietracht zwischen den Nachbarn säen will, falsch interpretiert worden«, zitiert Irans staatliches Fernsehen Pezeshkian nun: »Es wurde wiederholt gesagt, dass wir Brüder sind und gute Beziehungen zu unseren Nachbarn haben müssen. Wir sind jedoch gezwungen, auf Angriffe zu reagieren, aber das bedeutet nicht, dass wir einen Streit mit einem Nachbarland haben oder dessen Bevölkerung verärgern wollen«, sagte Pezeshkian.
Seine Äußerungen seien »vom Feind, der Zwietracht zwischen den Nachbarn säen will, falsch interpretiert worden«, zitiert Irans staatliches Fernsehen Pezeshkian nun: »Es wurde wiederholt gesagt, dass wir Brüder sind und gute Beziehungen zu unseren Nachbarn haben müssen. Wir sind jedoch gezwungen, auf Angriffe zu reagieren, aber das bedeutet nicht, dass wir einen Streit mit einem Nachbarland haben oder dessen Bevölkerung verärgern wollen«, sagte Pezeshkian.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian. Foto: Iran's Presidential website / WANA / Reuters
Tatsächlich hatte US-Präsident Donald Trump Pezeshkian Äußerungen direkt aufgegriffen und sie Iran öffentlich als Signal der Schwäche ausgelegt. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Iran ergebe sich damit den Golfstaaten. Das ist offensichtlich falsch, Iran führt weiter Luftangriffe gegen Nachbarländer aus.
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Israel beginnt neue Angriffswelle in Iran
Israels Luftwaffe fliegt erneut Angriffe auf Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilt die Armee auf Telegram mit.
In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionswächter, Irans Elitestreitmacht, die Bombardierung einer Ölraffinerie.
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Chinas Außenminister kritisiert Krieg in Iran scharf
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat klare Worte über den US-israelischen Angriff auf Iran gefunden. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum »Gesetz des Dschungels« zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des Nationalen Volkskongresses. China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. »Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat«, sagte Wang.
China hatte den Angriff schon zuvor verurteilt, ein Ende der Militäroperationen und Sicherheit in der Straße von Hormus zum Wohl der Weltwirtschaft gefordert.
- Eine Analyse zum Verhältnis zwischen China und Iran lesen Sie hier
Ohne die USA zu erwähnen, forderte Wang außerdem, die Souveränität von Ländern in Nahost zu wahren, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Konflikte dort politisch zu lösen. Revolutionen zu planen und Regimewechsel anzustreben, sei unpopulär, so Wang.
Chinesischer Minister Wang Yi. Foto: Andy Wong / AP
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Behauptung aus Teheran: Iran kann »intensiven Krieg« sechs Monate lang fortsetzen
Der Irankrieg geht in die zweite Woche. Und inzwischen wird die Frage immer lauter, wie lange die USA und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite die dauernden Angriffe noch fortsetzen können. Im Fokus stehen dabei besonders die Materialreserven.
Die USA verfügten über »mehr als genug Kapazitäten, um nicht nur den Einsatz »Gewaltiger Zorn« erfolgreich durchzuführen, sondern weit darüber hinauszugehen«, behauptete zuletzt Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Sie reagierte damit auf wiederholte Nachfragen. Der demokratische Senator Mark Kelly, Mitglied im Streitkräfte-Ausschuss, hatte zuletzt gewarnt, die USA hätten keinen »unbegrenzten Vorrat«, wie CNN berichtete.
Schon vor Beginn des Krieges hatte eine angebliche Warnung vor Risiken eines Iraneinsatzes von US-Generalstabschef Dan Caine an Trump Schlagzeilen gemacht, bei der er auf Engpässe bei Waffensystemen verwiesen haben soll.
Personal und Jets auf US-Flugzeugtröger (undatieres Foto). Foto: Kulani Lakanaria / U.S.Navy / IMAGO
Iran selbst verbreitet ebenfalls Propagandabotschaften. Das Land kann nach Angaben der Revolutionswächter noch mindestens ein halbes Jahr lang einen »intensiven« Krieg gegen die USA und Israel führen. »Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, einen intensiven Krieg mit dem derzeitigen Tempo mindestens sechs Monate lang fortzusetzen«, erklärte Revolutionswächter-Sprecher Ali Mohammad Naini laut Berichten der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag.
- Eine Analyse zum Waffenarsenal Irans lesen Sie hier
Die Revolutionswächter gaben zudem an, bereits »mehr als 200« Standorte angegriffen zu haben, die im Zusammenhang mit Stützpunkten und Einrichtungen der USA und Israels stehen.
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Israels Armee: Quds-Kommandeure in Beirut angegriffen
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen Hauptstadt Beirut einen »präzisen Angriff« auf Kommandeure der Quds-Brigade der iranischen Revolutionswächter durchgeführt. Die Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.
Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Damit dürfte das Ramada-Hotel gemeint sein, das in der Nacht attackiert worden war. Laut vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Quds-Brigaden sind eine Eliteeinheit des iranischen Militärs. Sie ist auf verdeckte militärische und staatsterroristische Einsätze und Ausspähungen im Ausland spezialisiert.
Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Damit dürfte das Ramada-Hotel gemeint sein, das in der Nacht attackiert worden war. Laut vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Quds-Brigaden sind eine Eliteeinheit des iranischen Militärs. Sie ist auf verdeckte militärische und staatsterroristische Einsätze und Ausspähungen im Ausland spezialisiert.
In der Mitteilung der israelischen Armee wurden keine Angaben zum genauen Ort des Angriffs gemacht. Es hieß nur, dass Teheran die Zivilbevölkerung im eigenen Land wie auch im Libanon als menschliche Schutzschilde zur Vorbereitung von Terrorakten missbrauche.
Fassade des Ramada-Hotels in Beirut. Foto: Ibrahim Amro / AFP
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Trumps trotzige Botschaft an die Briten
US-Präsident Donald Trump hat die aus seiner Sicht zu späte Bereitschaft zur Unterstützung durch den Verbündeten Großbritannien im Irankrieg kritisiert. Das Vereinigte Königreich, »unser einst großartiger Verbündeter«, erwäge nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu verlegen, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social.
- Mehr zu Trumps Ärger über Starmer lesen Sie hier
»Das ist okay, Premierminister (Keir) Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern.« Man brauche keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligten, wenn sie bereits gewonnen seien, kritisierte Trump. Es wäre schön gewesen, die Flugzeugträger bereits vor zwei Wochen gehabt zu haben, ergänzte er später vor Journalisten.
Von einem gewonnenen Krieg kann bisher keine Rede sein. Es ist nicht einmal klar, welches konkrete Ziel die USA mit ihren Militärschlägen überhaupt verfolgen.
Von einem gewonnenen Krieg kann bisher keine Rede sein. Es ist nicht einmal klar, welches konkrete Ziel die USA mit ihren Militärschlägen überhaupt verfolgen.
Donald Trump und Keir Starmer (r.) im September 2025. Foro: Leon Neal / Reuters
Wie die BBC jüngst mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die Bereitschaftszeit für den Flugzeugträger HMS »Prince of Wales« verkürzt. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.
Zuletzt war auch bekanntgeworden, dass US-Streitkräfte weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt haben. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Samstag, dass die USA britische Stützpunkte für »spezifische Verteidigungsoperationen« im Irankrieg nutzten.
Premierminister Keir Starmer hatte erst mit Verzögerung die Genehmigung für die US-Nutzung britischer Stützpunkte erteilt – Trump hatte das scharf kritisiert (mehr dazu hier).
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Zwei Rückholflüge aus Nahost in Hannover gelandet
Noch immer sitzen viele Menschen als Folge des Angriffs auf Iran in der Kriegsregion fest. Nun sind zwei Tui-Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit gestrandeten Touristen an Bord in der Nacht in Hannover gelandet. Nach Unternehmensangaben handelte es sich um die ersten Rückholflüge, die der Reisekonzern mit eigenen Flugzeugen organisiert hat.
Demnach flogen die Maschinen vom Flughafen Al-Ain mit technischem Zwischenstopp im griechischen Heraklion nach Hannover. Den Angaben nach landeten sie dort gegen 22.20 Uhr und 23.35 Uhr.
Tui-Chef Sebastian Ebel sprach vor Ort von Erleichterung und Freude bei den Gästen. »Ich glaube, wenn man aus so einem Gebiet kommt und dann wieder hier die europäische Sicherheit spürt – das ist schon etwas Tolles.«
- Was Reisende derzeit beachten sollten, erfahren Sie hier.
Tui-Chef Sebastian Ebel in Hannover. Foto: Moritz Frankenberg / dpa
Insgesamt waren 250 Pauschalreisende an Bord der beiden Flugzeuge. Unter ihnen waren auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich.
Einem Sprecher zufolge handelte es sich nicht um Flüge der Bundesregierung. Außerdem stünden sie in keinem Zusammenhang mit den zwei in der Golfregion gestrandeten Kreuzfahrtschiffen von Tui Cruises. In den kommenden Tagen seien weitere Flüge dieser Art geplant, die dann auch Urlaubern anderer Veranstalter offenstehen sollen.
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Iranischer Sicherheitschef: USA wollen »grundlegende Auflösung« Irans
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hat den USA und Israel vorgeworfen, den Zerfall Irans anzustreben. Ihr Ziel sei »die grundlegende Auflösung Irans«, sagte Larijani in einem am Samstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.
Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. »Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen, und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle«, fügte er hinzu.
Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. »Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen, und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle«, fügte er hinzu.
In Venezuela hatte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump zusammengearbeitet, nachdem die USA Präsident Nicolás Maduro entmachtet hatten (mehr dazu hier). »Ich denke, das größte Problem der Amerikaner ist, dass sie den Kontext Westasiens, insbesondere Irans, nicht verstehen«, so Larijani.
Iranischer Sicherheitschef Ali Larijani. Foto: Anwar Amro / AFP
Er warnte die USA erneut davor, iranische Kurden gegen Teheran aufzuwiegeln. »Die Streitkräfte haben diesen Gruppen (den Kurden) klar gesagt: ›Wenn ihr einen Fehler macht, werden wir euch zur Rechenschaft ziehen‹«, sagte Larijani. Trump hatte sich zuletzt von Plänen dieser Art distanziert. Mehr zu der Rolle der Kurden hier im SPIEGEL-Podcast.
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Meldung über zwei Tote bei Angriff auf Hotel in Beirut
Beim Beschuss eines Hotels im Zentrum von Beirut wurden einem Insider zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Einschlag habe ein Apartment in dem Ramada-Hotel getroffen, heißt es am frühen Sonntag aus Sicherheitskreisen. Fotos zeigen Rettungskräfte in der Lobby des Hotels.
Es wäre der erste derartige Angriff im Zentrum der libanesischen Hauptstadt, seit die Kämpfe zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz vergangene Woche wieder aufgeflammt sind. Eine Stellungnahme Israels lag zunächst nicht vor.
Lobby des Ramada-Hotels im Zentrum von Beirut. Foto: Ibrahim Amro / AFP
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Saudi-Arabien und Kuwait melden erneute Angriffe
Saudi-Arabien und Kuwait sind wieder Ziel von Attacken geworden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien.
In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekannt gab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der »Welle feindlicher Drohnen« im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge in Iran greift Teheran seit einer Woche eine ganze Reihe arabischer Länder an, in denen die USA Militärstützpunkte unterhalten.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian nannte zuvor als Bedingung für eine Einstellung der Luftangriffe auf die Nachbarländer, dass von deren Territorium keine Attacken auf sein Land erfolgten. Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe. Sie seien »das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten«, sagte er.
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Trump macht Teheran für Angriff auf Mädchenschule verantwortlich
US-Präsident Donald Trump hat Teheran die Schuld für den Angriff auf eine Schule in Iran mit vielen Toten zugeschoben. »Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies von Iran getan«, sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. Konkrete Anhaltspunkte für diese Aussage lieferte er nicht.
Die »New York Times« hatte am Freitag berichtet, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. Nach Angaben der »New York Times« wurde die Mädchenschule am Samstag vergangener Woche in Minab im Süden Irans getroffen, während die US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionswächter angriffen.
Bergungsarbeiten in Minab (am 28. Februar). Foto: Abbas Zakeri / via Reuters
Auch der SPIEGEL konnte etliche Videos und Fotos verifizieren, die das Ausmaß der Zerstörung erahnen lassen. Zur Analyse geht es hier.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Nach iranischen Angaben wurden mehr als 150 Menschen getötet, unter ihnen viele Schülerinnen.
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USA dementieren Berichte über gefangene US-Soldaten in Iran
Das US-Zentralkommando weist iranische Angaben zurück, US-Soldaten könnten von Iran als Geiseln genommen oder gefangen worden seien. »Das iranische Regime tut alles, um Lügen zu verbreiten und zu täuschen. Dies ist ein weiteres klares Beispiel dafür«, sagte der Sprecher des Zentralkommandos, Tim Hawkins.
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hatte zuvor auf X geschrieben: »Mir wurde berichtet, dass mehrere amerikanische Soldaten gefangengenommen wurden.« Offiziell sind keine US-Bodentruppen in Iran im Einsatz.
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hatte zuvor auf X geschrieben: »Mir wurde berichtet, dass mehrere amerikanische Soldaten gefangengenommen wurden.« Offiziell sind keine US-Bodentruppen in Iran im Einsatz.
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Nun bricht bereits der neunte Tag im Irankrieg an. Hier finden Sie den Newsblog mit allen Ereignissen von gestern zum Nachlesen.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Trump nimmt Leichen von US-Soldaten in Empfang
Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Irankrieg gefallenen US-Soldaten in die Vereinigten Staaten überführt worden.
An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch die First Lady Melania Trump, US-Vizepräsident JD Vance und Kriegsminister Pete Hegseth teil.
An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch die First Lady Melania Trump, US-Vizepräsident JD Vance und Kriegsminister Pete Hegseth teil.
Donald Trump auf Air Base im US-Staat Delaware. Foto: Will Oliver / EPA
Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. Die Särge mit den toten Soldaten wurden in eine Leichenhalle gebracht. Dort sollen sie offiziell identifiziert und für die Beisetzung vorbereitet werden.
Die fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 54 Jahren waren Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Bundesstaat Iowa angehörten. Sie wurden am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet. Einen Tag zuvor hatten die USA und Israel massive Luftangriffe auf Iran begonnen.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab
Nach weiteren schweren Angriffen der USA und Israels auf Iran hat die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend in Sicherheit gebracht. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, sei das Personal aufgrund der Bedrohungslage temporär aus dem Land verlegt worden.
Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. »Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte«, hieß es weiter. Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle sei bereits vorübergehend geschlossen gewesen, so das deutsche Außenministerium.
Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. »Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte«, hieß es weiter. Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle sei bereits vorübergehend geschlossen gewesen, so das deutsche Außenministerium.
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Eindrücke aus Tel Aviv: Sirenen, ein dumpfes Krachen
Abends in Tel Aviv laufen zu gehen, ist gerade ein kleines Wagnis. In den vergangenen Tagen kamen gerade zu später Stunde, wenn die Menschen eigentlich zur Ruhe kommen, Raketen aus Iran. Erste Feststellung nach dem Start der Runde: Das GPS in der Lauf-App ist gestört und verortet mich irgendwo bei der jordanischen Hauptstadt Amman, gut 100 Kilometer entfernt.
Im Park HaYarkon, etwa bei der Hälfte meiner Schleife, schrillt die Warn-App: Unterstellen (wie bei Regen, denke ich) unter einer Betonbrücke. Wenige Minuten später folgt der eigentliche Alarm, die Sirenen, dann mehrere Male dumpfes Krachen, Abfangraketen, schließlich zehn Sekunden andauerndes Grollen, offenbar wieder eine Rakete mit Streumunition, wie häufig in den vergangenen Tagen.
Mit mir auf dem Hundeauslaufplatz unter der Betonbrücke steht ein junges Paar. 26 Jahre alt seien sie beide, seit der Schulzeit zusammen, er müsse morgen zum Reservedienst ins Westjordanland. Wie lange dieser Krieg wohl noch dauern werde? »Auf jeden Fall nicht noch 40 Tage, weil wir dann nämlich unsere Hochzeit haben.«
Im Park HaYarkon, etwa bei der Hälfte meiner Schleife, schrillt die Warn-App: Unterstellen (wie bei Regen, denke ich) unter einer Betonbrücke. Wenige Minuten später folgt der eigentliche Alarm, die Sirenen, dann mehrere Male dumpfes Krachen, Abfangraketen, schließlich zehn Sekunden andauerndes Grollen, offenbar wieder eine Rakete mit Streumunition, wie häufig in den vergangenen Tagen.
Mit mir auf dem Hundeauslaufplatz unter der Betonbrücke steht ein junges Paar. 26 Jahre alt seien sie beide, seit der Schulzeit zusammen, er müsse morgen zum Reservedienst ins Westjordanland. Wie lange dieser Krieg wohl noch dauern werde? »Auf jeden Fall nicht noch 40 Tage, weil wir dann nämlich unsere Hochzeit haben.«
Foto: Thore Schröder / DER SPIEGEL
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Analyse: Benzin- und Dieselpreise in Deutschland steigen weiter
Das Tanken wird auch hierzulande während des Irankriegs immer teurer. Laut dem Portal clever-tanken.de kostet Diesel an diesem Samstag an den Tankstellen der 100 größten deutsche Städte durchschnittlich 2,102 Euro je Liter. Das sind gut 35 Cent mehr als am Samstag vor einer Woche zu Beginn der Angriffe der USA und Israel auf Iran. Für Super E10 wurden im Mittel 1,971 Euro je Liter verlangt: 19 Cent mehr als vor Wochenfrist.
»Die Mineralölwirtschaft nutzt diese Lage, um ihre Gewinnspanne auszuweiten«, sagt der Ökonomie-Professor Johannes Schwanitz von der FH Münster im Gespräch mit dem SPIEGEL. Seine Berechnungen zeigen: Die Preiserhöhungen an den Zapfsäulen in Deutschland gehen weit über den Anstieg der Kurse an den internationalen Rohölmärkten hinaus. Wie die Ölmultis die Verbraucherinnen und Verbraucher abzocken, lesen Sie hier.
»Die Mineralölwirtschaft nutzt diese Lage, um ihre Gewinnspanne auszuweiten«, sagt der Ökonomie-Professor Johannes Schwanitz von der FH Münster im Gespräch mit dem SPIEGEL. Seine Berechnungen zeigen: Die Preiserhöhungen an den Zapfsäulen in Deutschland gehen weit über den Anstieg der Kurse an den internationalen Rohölmärkten hinaus. Wie die Ölmultis die Verbraucherinnen und Verbraucher abzocken, lesen Sie hier.
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Israelisches Militär bestätigt Angriff auf iranische Ölanlagen
Erstmals hat Israel die nationalen Ölreserven in Iran angegriffen, das teilt ein Militärsprecher mit. Es seien etwa 30 Öltanks attackiert worden.
Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten laut dem iranischen Staatssender IRIB das Bombardement im Süden der Hauptstadt Teheran. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Ilna befindet sich das Öllager in der Nähe einer wichtigen Ölraffinerie. Diese sei bei dem Angriff nicht beschädigt worden.
Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten laut dem iranischen Staatssender IRIB das Bombardement im Süden der Hauptstadt Teheran. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Ilna befindet sich das Öllager in der Nähe einer wichtigen Ölraffinerie. Diese sei bei dem Angriff nicht beschädigt worden.
Feuer in Teheran nach Angriff auf Ölanlagen. Foto: ATTA KENARE / AFP
Heftige Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt wird erneut von heftigen Explosionen erschüttert. Bei Luftangriffen sei auch eine Ölanlage in Teheran getroffen worden, meldet die iranische staatliche Nachrichtenagentur.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
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Netanjahu kündigt weitere Militärschläge an
Die israelische Armee werde den Krieg »mit all unserer Kraft« fortsetzen, sagt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Der Feind werde die Fähigkeiten Israels »noch viel stärker« zu spüren bekommen.
Details zu den nächsten Schritten nennt Netanjahu nicht. Die Angriffe der israelischen Armee richten sich gegen Ziele in Iran und dem Libanon.
Details zu den nächsten Schritten nennt Netanjahu nicht. Die Angriffe der israelischen Armee richten sich gegen Ziele in Iran und dem Libanon.
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Heftige Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt wird erneut von heftigen Explosionen erschüttert. Bei Luftangriffen sei auch eine Ölanlage in Teheran getroffen worden, meldet die iranische staatliche Nachrichtenagentur.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
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Tanken wird in den USA immer teurer
Der Irankrieg treibt die Preise für Kraftstoff an den Tankstellen der Vereinigten Staaten immer weiter nach oben.
Laut dem Automobilverein AAA, dem US-Pendant zum ADAC, werden an diesem Samstag im Landesdurchschnitt 3,41 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter) des Standard-Benzins Regular verlangt. Das sind 45 Cent mehr als zu Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag vor einer Woche.
So teuer war dieser Kraftstoff seit September 2024 nicht mehr. In Kalifornien kostet die Gallone Regular im Mittel nun sogar schon mehr als fünf Dollar.
Auch Diesel verteuert sich weiter und kostet nun 4,51 Dollar je Gallone: 75 Cent mehr als vor Kriegsausbruch. Das ist der höchste nationale Durchschnittspreis seit Ende 2023; in Kalifornien liegt er bereits bei 5,81 Dollar. Die Preise für Kraftstoff sind in den USA traditionell niedriger als in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Die hochschnellenden Spritpreise lassen Donald Trumps Wahlkampfversprechen immer unrealistischer erscheinen. Trump hatte angekündigt, er werde die Energiekosten binnen 12 bis 18 Monaten nach seinem Amtsantritt halbieren. Tatsächlich haben sich Strom und Gas, Benzin und Diesel unter Trumps Herrschaft sogar verteuert.
Hat sich der Präsident verkalkuliert? Hier lesen Sie unseren SPIEGEL-Report.
Laut dem Automobilverein AAA, dem US-Pendant zum ADAC, werden an diesem Samstag im Landesdurchschnitt 3,41 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter) des Standard-Benzins Regular verlangt. Das sind 45 Cent mehr als zu Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag vor einer Woche.
So teuer war dieser Kraftstoff seit September 2024 nicht mehr. In Kalifornien kostet die Gallone Regular im Mittel nun sogar schon mehr als fünf Dollar.
Auch Diesel verteuert sich weiter und kostet nun 4,51 Dollar je Gallone: 75 Cent mehr als vor Kriegsausbruch. Das ist der höchste nationale Durchschnittspreis seit Ende 2023; in Kalifornien liegt er bereits bei 5,81 Dollar. Die Preise für Kraftstoff sind in den USA traditionell niedriger als in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Die hochschnellenden Spritpreise lassen Donald Trumps Wahlkampfversprechen immer unrealistischer erscheinen. Trump hatte angekündigt, er werde die Energiekosten binnen 12 bis 18 Monaten nach seinem Amtsantritt halbieren. Tatsächlich haben sich Strom und Gas, Benzin und Diesel unter Trumps Herrschaft sogar verteuert.
Hat sich der Präsident verkalkuliert? Hier lesen Sie unseren SPIEGEL-Report.
Tankstelle im US-Bundesstaat Indiana. Foto: Jeremy Hogan / Sipa USA / picture alliance
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Mann in Dubai stirbt offenbar durch abgefangenenes Geschoss
Die Trümmer eines Geschosses haben einen Mann in Dubai getötet, meldet das Medienbüro der Stadt. Nachdem die Luftabwehr das Geschoss abgefangen habe, seien die Trümmer auf ein Fahrzeug gefallen. Der Fahrer sei ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit.
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Fotos vom achten Tag des Krieges im Nahen Osten
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Türkischer Außenminister warnt vor Flüchtlingswelle durch möglichen Bürgerkrieg in Iran
Die Türkei lehnt alle Szenarien ab, die auf einen Bürgerkrieg in Iran abzielten. Das sagt Außenminister Hakan Fidan. Er warnt vor einer Flüchtlingswelle, die ein ethnisch motivierter Konflikt in Iran auslösen könnte.
Über die möglicherweise katastrophalen Folgen, falls US-Präsident Donald Trump kurdische Separatisten gegen das iranische Regime in Stellung bringen sollte, sprechen meine Kollegen Maximilian Popp und Juan Moreno im Auslands-Podcast »Acht Milliarden«. Hier hören Sie die aktuelle Folge.
Zugleich warnt Fidan den Iran davor, weitere Raketen auf die Türkei abzufeuern. Die Luftabwehr der Nato hatte vor einigen Tagen eine Rakete zerstört, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum war.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Offenbar Trümmerteile auf Hochhaus in Dubai gestürzt
Über der emiratischen Metropole Dubai wurde offenbar eine Rakete abgefangen. Daraufhin seien Trümmerteile auf die Fassade eines Gebäudes an der Marina, einem Stadtteil Dubais, gestürzt, wie das Medienbüro der Stadt mitteilte.
Opfer habe es demnach nicht gegeben. Die Behörden äußerten sich nicht dazu, welches Gebäude genau betroffen ist.
Der saudische Fernsehsender Al Arabiya teilt auf der Plattform X Aufnahmen, die den Vorfall zeigen sollen. Auf diesen soll zu sehen sein, wie Rauch aus einem Wolkenkratzer aufsteigt. Dabei handelt es sich offenbar um »23 Marina«. Der bekannte, fast 400 Meter hohe Wohnturm zählt zu den höchsten Gebäuden der Stadt.
Die Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Opfer habe es demnach nicht gegeben. Die Behörden äußerten sich nicht dazu, welches Gebäude genau betroffen ist.
Der saudische Fernsehsender Al Arabiya teilt auf der Plattform X Aufnahmen, die den Vorfall zeigen sollen. Auf diesen soll zu sehen sein, wie Rauch aus einem Wolkenkratzer aufsteigt. Dabei handelt es sich offenbar um »23 Marina«. Der bekannte, fast 400 Meter hohe Wohnturm zählt zu den höchsten Gebäuden der Stadt.
Die Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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Präsident der Emirate meldet sich erstmals zu Wort
Mohammed bin Zayed, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), meldet sich erstmals seit Beginn des Irankriegs zu Wort und betont auf X, die Emirate legten größten Wert auf die Sicherheit aller Bürger, Einwohner und Besucher.
Er erklärt, sein Land sei »bestens auf diese Bedrohungen vorbereitet« und dankt Streitkräften und Sicherheitsdiensten für ihren Einsatz. Zugleich würdigt er den gesellschaftlichen Zusammenhalt (»In den VAE ist jeder ein Emirati«) und kündigt an, die Souveränität des Landes entschlossen zu verteidigen.
Zuvor besuchte Mohammed bin Zayed ein Krankenhaus und traf dort fünf Verletzte, darunter zwei Emiratis und drei ausländische Arbeitskräfte. In einem dort aufgenommenen Video richtete Mohammed bin Zayed seine Worte ausdrücklich an die »Feinde der VAE« und warnte: Die Emirate seien »attraktiv«, »wunderschön« und »ein Vorbild«, hätten aber »eine dicke Haut und bitteres Fleisch« und seien »keine leichte Beute«. Er verspricht, die VAE würden aus der aktuellen Krise »stärker als zuvor« hervorgehen.
Die Emirate stehen seit Tagen unter besonders massiven iranischen Angriffen. Der Flughafen Dubai musste nach einem iranischen Drohnenangriff nahe den Terminals den Betrieb vorübergehend aussetzen. Die Frage bleibt, ob Abu Dhabi und die anderen Golfstaaten Irans Angriffswelle eher auszuhalten versuchen und auf Abschreckung, Diplomatie und das Sicherheitsnetz ihrer Alliierten setzen, statt selbst deutlich zu eskalieren.
Er erklärt, sein Land sei »bestens auf diese Bedrohungen vorbereitet« und dankt Streitkräften und Sicherheitsdiensten für ihren Einsatz. Zugleich würdigt er den gesellschaftlichen Zusammenhalt (»In den VAE ist jeder ein Emirati«) und kündigt an, die Souveränität des Landes entschlossen zu verteidigen.
Zuvor besuchte Mohammed bin Zayed ein Krankenhaus und traf dort fünf Verletzte, darunter zwei Emiratis und drei ausländische Arbeitskräfte. In einem dort aufgenommenen Video richtete Mohammed bin Zayed seine Worte ausdrücklich an die »Feinde der VAE« und warnte: Die Emirate seien »attraktiv«, »wunderschön« und »ein Vorbild«, hätten aber »eine dicke Haut und bitteres Fleisch« und seien »keine leichte Beute«. Er verspricht, die VAE würden aus der aktuellen Krise »stärker als zuvor« hervorgehen.
Die Emirate stehen seit Tagen unter besonders massiven iranischen Angriffen. Der Flughafen Dubai musste nach einem iranischen Drohnenangriff nahe den Terminals den Betrieb vorübergehend aussetzen. Die Frage bleibt, ob Abu Dhabi und die anderen Golfstaaten Irans Angriffswelle eher auszuhalten versuchen und auf Abschreckung, Diplomatie und das Sicherheitsnetz ihrer Alliierten setzen, statt selbst deutlich zu eskalieren.
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