Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagierte auch in der Nacht mit Gegenattacken.
- Irans Expertenrat hat laut Staatsmedien den Nachfolger für den getöteten Ali Khamenei gewählt: Mojtaba Khamenei beerbt seinen Vater als geistliches Oberhaupt des Landes.
- Ein siebter US-Soldat ist im Zuge des Irankriegs gestorben.
- Der Ölpreis ist erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen: Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg im frühen Handel zeitweise um rund 20 Prozent auf 111 US-Dollar je Barrel. US-Präsident Donald Trump spricht von einem »sehr kleinen Preis«, der für Sicherheit und Frieden zu zahlen sei.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Folgen des Irankriegs: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Khameneis Nachfolger: Wer ist Mojtaba Khamenei, der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei und neuer Oberster Führer Irans? Lesen Sie hier mehr
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Ölpreis schießt weiter in die Höhe
Die Ölpreise machen bei der kritischen Marke von 100 US-Dollar offenbar noch lange nicht Schluss: In der Nacht auf Montag ist der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent auf fast 120 Dollar gestiegen. Am Morgen lag er bei etwas mehr als 115 Dollar.
Damit ist die Referenzsorte des Großteils der weltweit gehandelten Ölsorten so teuer wie seit Sommer 2022 nicht mehr. Seit dem Start des Irankriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich das Plus auf fast 60 Prozent.
Noch stärker ist der Anstieg bei der US-Sorte WTI. Dieses verteuerte sich in der Nacht auf Montag auf ebenfalls knapp 120 US-Dollar. Zuletzt lag der Preis bei rund 113 US-Dollar – ein Plus von knapp 70 Prozent seit dem Beginn der Angriffe.
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Hisbollah vermeldet Kämpfe gegen israelische Helikopter
Die Hisbollah will ein gutes Dutzend israelische Armee-Helikopter im Osten des Libanon angegriffen haben. Rund 16 Hubschrauber seien über die Grenze zu Syrien in den libanesischen Luftraum eingedrungen, erklärte die Miliz. Hisbollah-Kämpfer hätten »mit den geeigneten Waffen« das Feuer auf die Helikopter und die eindringenden Truppen eröffnet. Die Kämpfe dauerten demnach an. Wie zwei Hisbollah-Funktionäre der Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurde in der östlichen Bekaa-Region ein israelischer Helikopter abgeschossen.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von »heftigen Zusammenstößen« bei Abwehreinsätzen gegen israelische Truppen, die mit Helikoptern in der Umgebung des Ortes Nabi Scheet in Bekaa landeten.
Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Geschehnissen.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von »heftigen Zusammenstößen« bei Abwehreinsätzen gegen israelische Truppen, die mit Helikoptern in der Umgebung des Ortes Nabi Scheet in Bekaa landeten.
Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Geschehnissen.
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USA erwägen weitere Lockerung von Sanktionen für russisches Öl
Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. »Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien«, sagte Bessent dem Sender Fox Business.
Es gebe Hunderte Millionen Barrel sanktionierten Rohöls auf dem Wasser, so Bessent. Würde sein Ministerium die Sanktionen lockern, könnte das Angebot sofort erhöht werden. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft. Mehr Öl auf dem Markt würde dem jüngsten Preisanstieg infolge des Irankriegs entgegenlaufen, so die Logik hinter der Erwägung. »Wir werden weiterhin regelmäßig Maßnahmen ankündigen, um den Markt während dieses Konflikts zu entlasten.«
Zuvor hatten die USA indischen Raffinerien bereits erlaubt, für einen begrenzten Zeitraum schon auf Tanker verladenes russisches Öl zu kaufen. Das Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte Bessent auf der Plattform X mit.
Es gebe Hunderte Millionen Barrel sanktionierten Rohöls auf dem Wasser, so Bessent. Würde sein Ministerium die Sanktionen lockern, könnte das Angebot sofort erhöht werden. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft. Mehr Öl auf dem Markt würde dem jüngsten Preisanstieg infolge des Irankriegs entgegenlaufen, so die Logik hinter der Erwägung. »Wir werden weiterhin regelmäßig Maßnahmen ankündigen, um den Markt während dieses Konflikts zu entlasten.«
Zuvor hatten die USA indischen Raffinerien bereits erlaubt, für einen begrenzten Zeitraum schon auf Tanker verladenes russisches Öl zu kaufen. Das Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte Bessent auf der Plattform X mit.
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Philippinen ordnen Viertagewoche an, um Energie zu sparen
Wegen der steigenden Energiepreise führen die Philippinen vorübergehend eine Viertagewoche für viele staatliche Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran, die zu höheren Ölpreisen geführt hat (mehr dazu hier). Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten abhängig. »Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht haben«, teilte Marcos Jr. mit.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnete auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten abhängig. »Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht haben«, teilte Marcos Jr. mit.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. . Foto: Gerard V. Carreon / AP / dpa
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Teil des US-Botschaftspersonals soll Saudi-Arabien verlassen
Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken wegen des Irankriegs einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen. Das US-Außenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an, erklärte die Behörde. Damit verschärfte sie eine vorige Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es schon eine Erlaubnis für diese Personengruppen zur Ausreise gegeben.
US-Botschaft in Riad (am vergangenen Dienstag nach einem Drohnenangriff). Foto: AFP
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Die Regierung in Bahrain gibt neue Informationen über die Folgen des iranischen Drohnenangriffs bekannt: Demnach wurden auf der Insel Sitra mindestens 32 Menschen verletzt. Vier Personen hätten schwere Verletzungen erlitten, darunter auch Kinder. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs.
Bahrain meldet Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs Irans geworden. Das Innenministerium des Landes meldet mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
Schon am Sonntagvormittag hatte das Ministerium gemeldet, Iran habe eine Anlage zur Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt. Es handle sich um »iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele« richte, hieß es. Warum dieser Angriff ein gefährliches Signal für die ganze Region ist, erklärt hier Dunja Ramadan, SPIEGEL-Korrespondentin für die arabische Welt.
Schon am Sonntagvormittag hatte das Ministerium gemeldet, Iran habe eine Anlage zur Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt. Es handle sich um »iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele« richte, hieß es. Warum dieser Angriff ein gefährliches Signal für die ganze Region ist, erklärt hier Dunja Ramadan, SPIEGEL-Korrespondentin für die arabische Welt.
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Israel greift Iran und Libanon an
Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele in Iran und im Libanon fort.
- Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee mit.
- Zudem sei erneut Infrastruktur der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden.
Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
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Wer entscheidet, ob es zu einem Kriegsende kommt? Das sagt Trump
Der US-Präsident hat sich am Sonntag (Ortszeit) kurz Zeit genommen, um mit der Zeitung »Times of Israel« zu telefonieren. Dabei wurde Donald Trump unter anderem gefragt, ob er allein die Entscheidung zu einem möglichen Kriegsende treffen werde – oder ob der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu ein Mitspracherecht habe. »Ich denke, es ist eine gemeinsame Entscheidung... ein bisschen«, antwortete Trump. »Wir haben darüber gesprochen. Ich werde zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung treffen, aber alles wird berücksichtigt werden.«
Der US-Präsident wiederholte auch seine Aussage, wonach Iran Israel zerstört hätte, wenn er und Netanyahu nicht eingegriffen hätten. »Iran wollte Israel und alles andere um es herum zerstören... Wir haben zusammengearbeitet. Wir haben ein Land zerstört, das Israel zerstören wollte.«
Mehr zu Trumps Entscheidung, Iran anzugreifen, erfahren Sie in der aktuellen SPIEGEL-Titelstory: Der Wutkrieger
Der US-Präsident wiederholte auch seine Aussage, wonach Iran Israel zerstört hätte, wenn er und Netanyahu nicht eingegriffen hätten. »Iran wollte Israel und alles andere um es herum zerstören... Wir haben zusammengearbeitet. Wir haben ein Land zerstört, das Israel zerstören wollte.«
Mehr zu Trumps Entscheidung, Iran anzugreifen, erfahren Sie in der aktuellen SPIEGEL-Titelstory: Der Wutkrieger
Netanyahu und Trump (im Dezember 2025 in Florida). Foto: Jonathan Ernst / Reuters
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Katar: Fehleinschätzung Irans hat »alles zerstört«
Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, der Ministerpräsident Katars, hat dem Sender Sky News ein Interview gegeben. »Wir werden weiterhin mit den Iranern sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen«, sagte er dabei und rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise.
Al Thani erklärte auch: Was geschehen sei, habe das Vertrauen in die Beziehungen zu Iran erheblich erschüttert. »Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört.« Der Premier sprach laut Sky News von einem »großen Gefühl des Verrats«: Nur eine Stunde nach Kriegsbeginn seien Katar und weitere Golfstaaten angegriffen worden. »Das hätten wir von unserem Nachbarn nie erwartet.«
Al Thani erklärte auch: Was geschehen sei, habe das Vertrauen in die Beziehungen zu Iran erheblich erschüttert. »Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört.« Der Premier sprach laut Sky News von einem »großen Gefühl des Verrats«: Nur eine Stunde nach Kriegsbeginn seien Katar und weitere Golfstaaten angegriffen worden. »Das hätten wir von unserem Nachbarn nie erwartet.«
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Börsen in Ostasien brechen ein
Der Ölpreis steigt und steigt. Die Börsen in Ostasien reagieren mit heftigen Verlusten: In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte im frühen Handel um mehr als 6 Prozent unter die Marke von 53.000 Zählern. Rund 25 Minuten nach Handelsbeginn notierte der asiatische Leitindex bei einem satten Minus von 3,409,92 Punkten oder 6,13 Prozent bei einem Zwischenstand von 52.210,92 Punkten.
Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea. In Seoul verzeichnete der KOSPI nach Handelsbeginn zeitweise ein Minus von 378,55 Punkten – oder knapp 7 Prozent – bei einem Stand von 5.200,17 Zählern.
Der Ölpreis war zuvor infolge des Irankriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) angestiegen. Der Import von Öl ist für die ostasiatischen Volkswirtschaften von herausragender Bedeutung.
Aktienhändler in Seoul (am Freitag). Foto: Ahn Young-joon / AP
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Israels Armee meldet neue Raketenangriffe aus Iran
Laut dem israelischen Militär hat Iran erneut Raketen abgefeuert: In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht die Sirenen, die Flugabwehr war im Einsatz, wie das Militär auf Telegram mitteilt.
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Bahrain meldet Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs Irans geworden. Das Innenministerium des Landes meldet mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
Schon am Sonntagvormittag hatte das Ministerium gemeldet, Iran habe eine Anlage zur Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt. Es handle sich um »iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele« richte, hieß es. Warum dieser Angriff ein gefährliches Signal für die ganze Region ist, erklärt hier Dunja Ramadan, SPIEGEL-Korrespondentin für die arabische Welt.
Schon am Sonntagvormittag hatte das Ministerium gemeldet, Iran habe eine Anlage zur Wasserentsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt. Es handle sich um »iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele« richte, hieß es. Warum dieser Angriff ein gefährliches Signal für die ganze Region ist, erklärt hier Dunja Ramadan, SPIEGEL-Korrespondentin für die arabische Welt.
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Trump tut steigenden Ölpreis als geringes Übel ab
Der Irankrieg treibt den Ölpreis immer weiter, zuletzt über die kritische Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Für viele Verbraucher bedeutet dies zusätzliche finanzielle Belastungen durch höhere Spritpreise. Doch nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ist das nur ein kleines, notwendiges Opfer angesichts der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm.
»Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr kleiner Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist«, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. »Nur Narren würden anders denken«, fügte er hinzu.
Trotz dieser Durchhalteparolen dürfte auch Trump klar sein, dass steigende Preise an den Tankstellen sehr schnell zu einem politischen Problem für ihn werden dürften.
Donald Trump am 7. März im Miami (Florida). Foto: Mark Schiefelbein / AP
Der Ölpreis war bei US-Handelsbeginn am Sonntag erneut gestiegen. Mit einem Preis von zwischenzeitig 109,17 US-Dollar (94,6 Euro) pro Barrel verteuerte sich die US-Sorte WTI um 20 Prozent – so hoch war der Preis seit Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 nicht mehr. Die Nordsee-Sorte Brent kostete pro Barrel zwischenzeitig 110,35 US-Dollar, ein Anstieg von 19 Prozent.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.
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Ölpreis steigt weit über die kritische 100-Dollar-Marke
An den Tankstellen dürfte es bald noch einmal deutlich unangenehmer werden. Der Ölpreis ist infolge des Irankriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen.
Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent stieg zeitweise um knapp 19 Prozent auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Unmittelbar zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte.
Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent stieg zeitweise um knapp 19 Prozent auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Unmittelbar zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte.
- Analyse zum steigenden Ölpreis und den Folgen: So machtlos sind Sie an der Tankstelle
Tankstelle in Deutschland: Preise steigen und steigen. Foto: Frank Hoermann / Imago
Am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai noch erstmals seit April 2024 mit über 90 US-Dollar gehandelt worden. Vor Beginn des Irankriegs vor gut einer Woche lag der Preis noch um die 70 Dollar pro Barrel – und ist damit um mehr als 50 Prozent gestiegen. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angestiegen.
Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran passieren kaum noch Schiffe die Meerenge von Hormus am Persischen Golf. Durch diese wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Sie ist auch sehr wichtig für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar. Aufgrund der de facto Blockade der Meerenge von Hormus gehen den Produzenten teils die Lagerkapazitäten aus.
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Nun bricht bereits der zehnte Tag im Irankrieg an. Hier finden Sie den Newsblog mit allen Ereignissen von gestern zum Nachlesen.
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Erstmals Tote in Saudi-Arabien gemeldet
Zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs ist es in Saudi-Arabien nach einem mutmaßlich iranischen Angriff zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein Sprecher des saudischen Zivilschutzes laut einer Regierungsmitteilung. Bei den Opfern soll es sich demnach um einen indischen und einen bangladeschischen Staatsbürger gehandelt haben.
Zwölf Menschen, die alle aus Bangladesch stammen, seien bei dem Vorfall zudem verletzt worden, hieß es weiter. Das betroffene Gebäude gehöre zu einer Reinigungsfirma, so die Mitteilung. Versuche, zivile Einrichtungen zu treffen, seien ein eklatanter Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, wurde der Sprecher zitiert. Zur genauen Herkunft des Geschosses äußerte er sich jedoch nicht.
- Mehr zum Dilemma der Golfstaaten im Irankrieg lesen Sie hier in der Analyse
Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase (am 21. Februar). Foto: Plant Labs / via Reuters
Am Abend teilte das saudische Verteidigungsministerium mit, dass zwei Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba zusteuerten, abgefangen und zerstört worden seien.
Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde – zuletzt ebenfalls am Sonntag. Saudi-Arabien betonte aber, dass die Basis nicht als Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf Iran gedient habe.
Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde – zuletzt ebenfalls am Sonntag. Saudi-Arabien betonte aber, dass die Basis nicht als Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf Iran gedient habe.
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Susanne Koelbl
Auslandsressort
Blitzanalyse: Mojtaba Khamenei ist Hardliner – wie sein Vater
Der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 Klerikern, das über die Nachfolge des Geistlichen Führers entscheidet, hat gewählt: Mojtaba Khamenei, Sohn des am 28. Februar in Teheran getöteten Ali Khamenei, übernimmt das höchste Staatsamt. Damit konzentriert sich die Macht in Iran erneut in den Händen eines Einzelnen.
Mojtaba Khamenei ist so wie sein Vater ein politischer Hardliner und Kleriker. Er pflegt enge Verbindungen zu den Revolutionswächter, in deren Habib-Bataillon er bereits mit 16 Jahren im Iran-Irak-Krieg kämpfte. Dieses Bataillon kontrolliert auch die Basidsch-Milizen, die für die Erschießung Tausender Demonstranten im Januar verantwortlich sind. Mojtaba gilt zudem als treibende Kraft hinter der Niederschlagung der Grünen Bewegung und der Proteste nach dem Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini.
Foto: ABEDIN TAHERKENAREH / EPA
Obwohl er kein offizielles Amt innehatte, übte Mojtaba als stellvertretender Bürochef seines Vaters in den letzten Jahren erheblichen Einfluss aus. Ali Khamenei selbst hatte sich gegen Dynastien ausgesprochen und kritisierte Mojtabas Nominierung als Nachfolger. Zudem fehlt Mojtaba der Ajatollah-Rang, der eigentlich Voraussetzung für das Amt ist. Seine Wahl wurde jedoch vom Sicherheitsapparat durchgesetzt.
Wie sein Vater verfolgt der 56-Jährige eine kompromisslose antiwestliche Politik. Sein oberstes Ziel ist der Erhalt des Regimes und der sogenannten Achse des Widerstands, zu der Hisbollah, Hamas und die Houthis gehören. Verhandlungen mit den USA und Israel lehnt er strikt ab. Mojtaba gilt als noch brutaler in der Unterdrückung als sein Vater.
Im Krieg setzt er auf eine Strategie der Ausdauer: Den Konflikt so lange wie möglich in die Länge ziehen und den Gegner sowie dessen Verbündete am Golf maximal schädigen. Seine schärfsten Waffen sind Angriffe auf US-Basen, Hotelanlagen und Infrastruktur in den Nachbarländern sowie die Drohung, die Straße von Hormus zu schließen, durch die über 20 Prozent der weltweiten Energielieferungen fließen. Unter seiner Führung droht kein Regime-Kollaps. Iran bleibt eine Festung des Widerstands, mit seinen Bewohnern als Geiseln.
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Staatsmedien: Mojtaba Khamenei ist neuer Oberster Führer
Mojtaba Khamenei ist neuer Oberster Führer Irans und Nachfolger seines Vaters, dem getöteten Ajatollah Ali Khamenei. Der Oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Staatsoberhaupt. Nach unbestätigten Berichten galten bereits der nun gewählte Mojtaba Khamenei, sowie Hassan Khomeini, der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten.
- Lesen Sie hier mehr zu Mojtaba Khamenei
Foto: Rouzbeh Fouladi / picture alliance / Middle East Images
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Parlamentspräsident: Iran strebt keinen Waffenstillstand an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, Teheran strebe keinen Waffenstillstand an, und fügt hinzu, dass die »Aggressoren« bestraft werden müssten. »Wenn der Feind uns aus irgendeinem Land angreift, wird Teheran entschlossen reagieren«, sagte er im iranischen Staatsfernsehen.
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Siebter US-Soldat tot
Ein weiterer Angehöriger der US-Streitkräfte ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er vor einer Woche bei den ersten Gegenangriffen Irans erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der US-Soldaten, die bisher im Krieg mit Iran getötet wurden, auf sieben, teilte das US-Militär mit.
»Letzte Nacht ist ein US-Soldat an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er bei den ersten Angriffen des iranischen Regimes im Nahen Osten erlitten hatte. Der Soldat wurde am 1. März bei einem Angriff auf US-Truppen im Königreich Saudi-Arabien schwer verletzt«, erklärte das US-Central-Command am Sonntagabend. Die Identität des Soldaten werde bis 24 Stunden nach Benachrichtigung der nächsten Angehörigen zurückgehalten.
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Israel will Hauptquartier der Luftwaffe Irans zerstört haben
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionswächter in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äußerten sich nicht.
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Trump über Khamenei-Nachfolger: »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«
US-Präsident Donald Trump hat sich im Interview mit dem US-Sender ABC erneut zum nächsten Obersten Führer in Iran geäußert. Derjenige, der gewählt wird, würde »nicht lange durchhalten«, wenn die Iraner nicht zuerst sein Einverständnis erhalten, sagte Trump. »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«, so der US-Präsident. »Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht alle zehn Jahre zurückkommen müssen«, vor allem, wenn dann kein Präsident mehr wie Trump selbst im Weißen Haus säße, der dies nicht durchziehen würde.
Auf die Frage, ob er bereit wäre, jemanden mit Verbindungen zum alten Regime zu akzeptieren, antwortete Trump: »Ja, um einen guten Führer auszuwählen, würde ich das tun, ja, das würde ich. Es gibt zahlreiche Menschen, die dafür infrage kommen könnten.«
Foto: Mark Schiefelbein / AP
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Verkündung von Khamenei-Nachfolger wohl in Kürze
Die Verkündung des neuen Obersten Führers Irans steht offenbar kurz bevor. Der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Klerikern, soll das neue Oberhaupt gewählt haben. Der Name Khamenei soll Berichten zufolge bleiben. Hosseinali Eshkevari, Mitglied des iranischen Expertenrats, sagte demnach, der neue Oberste Führer sei ausgewählt worden und werde bald von offiziellen Stellen bekannt gegeben.
»Mit der Mehrheit der Stimmen wurde die Person gewählt, die den Weg von Imam Khomeini und den Weg des Märtyrers Imam Khamenei fortsetzen wird. Der Name Khamenei wird weiter bestehen. Die Wahl ist abgeschlossen und wird bald bekannt gegeben«, sagte Eshkevari in einem Video, das von iranischen Medien ausgestrahlt wurde.
Alles deutet also weiter auf Mojtaba Khamenei als Nachfolger für seinen Vater hin.
Alles deutet also weiter auf Mojtaba Khamenei als Nachfolger für seinen Vater hin.
Foto: ABEDIN TAHERKENAREH / EPA
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US-Energieminister: USA wollen keine Öl- oder Gas-Anlagen angreifen
Der US-Energieminister Chris Wright hat im Interview mit CNN gesagt, dass die USA die Energie-Infrastruktur Irans bei ihren Angriffen verschonen würden. Die US-Armee greife in Iran keinerlei Öl- oder Gas-Anlagen an, sagte Wright dem US-Sender. Zu einem israelischen Angriff auf Öldepots in und nahe der iranischen Hauptstadt Teheran am Samstag sagte der Minister, dabei habe es sich um »örtliche Treibstofflager zum Auffüllen des Benzintanks« gehandelt.
Angesichts der massiv gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt sagte Wright, die Auswirkungen des Irankrieges seien vorübergehend – »im schlimmsten Fall ein paar Wochen, aber nicht Monate«.
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Iran droht mit weiteren Vergeltungsschlägen
Die iranischen Revolutionswächter drohen mit Vergeltungsschlägen, sollten die Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes nicht aufhören. Iran werde in diesem Fall mit ähnlichen Aktionen in der Region antworten, zitieren staatliche Medien einen Sprecher der Revolutionswächter.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Andernfalls werde die iranische Armee »ähnliche Schritte in der Region ergreifen«, erklärte die Armeeführung. »Wenn ihr mit Ölpreisen von mehr als 200 Dollar pro Barrel zurechtkommt, spielt nur weiter dieses Spiel.«
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Briten haben Drohne über Irak abgefangen
Das britische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass britische Streitkräfte Samstagabend erfolgreich eine Drohne abgeschossen haben, die von Iran aus in Richtung Irak abgefeuert worden war.
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Liebe Leserinnen und Leser,
der Irankrieg geht weiter. Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf Iran führt Teheran weiter Gegenschläge aus. Hier im Liveblog halten wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen weiter auf dem Laufenden. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
der Irankrieg geht weiter. Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf Iran führt Teheran weiter Gegenschläge aus. Hier im Liveblog halten wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen weiter auf dem Laufenden. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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