Die USA haben Israel offenbar aufgefordert, ihre Angriffe auf Öldepots der Iraner zu stoppen. Das berichten das Newsportal »Axios« und das »Wall Street Journal« .
Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat die Angriffe in der iranischen Hauptstadt Teheran derweil verteidigt. Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde, und um Öl, das die iranische Regierung nutze, um damit auch seine Terrororganisation zu finanzieren, sagte Herzog der »Bild« . »Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden.«
Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.
Iran hat derweil Israel in der Nacht mit Raketenangriffen überzogen. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Großraum Tel Aviv zu Raketenalarm. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.
Irans Revolutionswächter bestätigten die Angriffe. Bei der inzwischen 37. Welle von Raketen seien Ziele in Beer Jaakov südöstlich von Tel Aviv attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionswächter. Dabei seien ballistische Raketen mit Mehrfachsprengköpfen zum Einsatz gekommen. Außerdem seien US-Ziele in Erbil und Bahrain angegriffen worden.
Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen Irans von der israelischen Luftwaffe »ausgeschaltet« worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

