Die USA haben seit Beginn des Krieges in Nahost Munitionsvorräte »für Jahre« verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählen auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die »Financial Times« unter Berufung auf Insider.
Bereits in der Wochenmitte hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass die US-Regierung sich in einem Bericht an Kongressausschüsse zu Kosten des Iran-Einsatzes geäußert habe. Demnach sei bei den Angriffen auf Iran allein in den ersten beiden Tagen Munition im Wert von schätzungsweise 5,6 Milliarden Dollar verbraucht worden.
Pete Hegseth und Donald Trump
Foto: Rebecca Blackwell / APAuch im Kongress wächst die Sorge vor schwindenden Beständen der US-Streitkräfte. Trump hat sich unlängst zur Aufstockung der Reserven mit Managern von sieben Rüstungsunternehmen getroffen. Erwartet wird, dass das Weiße Haus beim Kongress in Kürze zusätzliche Mittel für den Kriegseinsatz beantragt. Einige Insider rechnen mit einer Summe von 50 Milliarden Dollar, andere halten diese Schätzung aber für zu niedrig angesetzt.
Explosionen nach Attacken in Teheran, 13. März 2026
Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / IMAGONicht viel anders sieht die Lage in Israel aus. Das Land finanziert mit einem Sonderbudget in Höhe von 13 Milliarden Dollar den Luftkrieg gegen Iran. Dies teilten Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Finanzminister Bezalel Smotrich in einer gemeinsamen Erklärung diese Woche mit. Wenig später intensivierte Israel seine Angriffe im Libanon – parallel zu den Attacken auf das Regime in Teheran.
Das Ziel des Waffengangs hat US-Präsident Donald Trump am Freitag konkretisiert. Er will nach eigenen Worten die Führung der Islamischen Republik ausschalten. In sozialen Medien bezeichnete der Republikaner die iranische Regierung als »gestörte Dreckskerle« und ergänzte, es sei ihm eine »große Ehre«, sie zu töten. Und weiter: »Wir verfügen über unvergleichliche Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit.« In einer Telefonschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten soll er zudem geprahlt haben, Iran stehe kurz vor der Kapitulation.
Wird jetzt in den Nahen Osten verlegt: Die USS »Tripoli«
Foto: Saeed Khan / AFPDas »Wall Street Journal« berichtet vor diesem Hintergrund, dass das Pentagon die Entsendung einer Marineexpeditionseinheit genehmigt habe, die aktuell in Fernost stationiert ist. Es soll sich demnach um mehrere Kriegsschiffe und 5000 Marines handeln.
