Die AfD-Jugendorganisation »Generation Deutschland« hat den Rücktritt von einem ihrer Vorstandsmitglieder bekannt gegeben. Helmut Strauf lege sein Amt im Bundesvorstand »aus persönlichen Gründen nieder«, teilte die AfD-Jugend via X mit.
Wenige Tage zuvor sorgte Strauf mit Fantasien von einem Großdeutschland für Empörung. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, postete Strauf eine revanchistische Karte, wie die »taz« berichtete. Darauf stellte Strauf die deutschen Grenzen infrage: Er schlug Teile vieler Nachbarländer Deutschland zu, indem er sie in Blautönen als deutsch markierte. Dazu schrieb er: »Deutsche Einheit bedeutet ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereint. Heute gedenken wir einem Etappen-Sieg auf dem Weg dahin.«
Heftig: Der Vorstand der AfD-Jugend, Luca Maurice Strauf, mit völkischem Revisionismus zum Tag der deutschen Einheit. Der 3. Oktober für ihn nur ein "Etappen-Sieg" vor der "großdeutschen Lösung". Mittlerweile wieder gelöscht, aber das lässt tief blicken.
— Gareth Joswig (@joswig.bsky.social) 2026-10-03T11:17:58.060Z
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Kurz nachdem Strauf die Karte gepostet hatte, löschte er den Beitrag laut »taz« wieder. Dennoch verbreitete sich die Karte über andere Accounts und sorgte der Zeitung zufolge auch im Ausland für Entrüstung.
Auch die AfD-Jugend zeigte sich über den Post nicht erfreut. Pressesprecher Wendelin Fessl sagte demnach, »Patriotismus braucht keine historischen Landkarten-Fantasien«, der Vorgang sollte in der nächsten Vorstandssitzung »sehr deutlich« angesprochen werden. »Wer politische Verantwortung trägt, muss mehr im Blick haben als den nächsten provokanten Post«, so Fessl gegenüber der Zeitung.
In der aktuellen Pressemitteilung zum Rücktritt Straufs wird der Vorfall allerdings nicht thematisiert. Der Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm dankte Strauf ausdrücklich für seine Arbeit.
Der X-Account von Strauf ist mittlerweile nicht mehr erreichbar, unter seinem Profilnamen erscheint nur noch der Hinweis, dass der Account nicht existiere.
Mehr über die »Generation Deutschland« als »Möchtegern-Kaderschmiede« der AfD lesen Sie hier .
