SpOn 14.07.2026
10:39 Uhr

Heidelberg: Behördenmitarbeiter soll Frau sexuell genötigt haben


Schwere Vorwürfe gegen einen Behördenmitarbeiter in Baden-Württemberg: Er soll von einer Frau sexuelle Dienste verlangt und dafür versprochen haben, ihre Abschiebung zu verhindern. Inzwischen gibt es weitere Verdachtsfälle.

Heidelberg: Behördenmitarbeiter soll Frau sexuell genötigt haben

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe, der Frauen sexuell genötigt haben soll, die im Ankunftszentrum in Heidelberg einen Asylantrag stellen wollten. Der Mann sei inzwischen vom Regierungspräsidium freigestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg mit. 

Den Angaben zufolge hatte sich eine junge Frau Ende Juni an die Polizei gewandt und Vorwürfe gegen den Mann erhoben. Er habe ihr in Aussicht gestellt, ihre Abschiebung zu verhindern, und im Gegenzug sexuelle Dienste verlangt. Sie habe sich dann so unter Druck gefühlt, dass sie den Beschuldigten mit der Hand befriedigte.

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Nachdem der mutmaßliche Täter identifiziert wurde, habe man weitere sechs Frauen ermittelt, die der Beschuldigte ebenfalls zu sexuellen Handlungen habe bewegen wollen. Sie seien auf seine Forderungen aber nicht eingegangen. Die Behörden ermitteln wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung gegen den Mann. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

bbr/dpa