SpOn 11.03.2026
11:56 Uhr

Hamburg: Weiterer schwerer Arbeitsunfall bei Aurubis bekannt geworden


Ein Toter und ein lebensgefährlich Verletzter innerhalb weniger Tage: Beim Kupferhersteller Aurubis haben sich zwei schwere Arbeitsunfälle ereignet. Der Konzern kündigt Untersuchungen an.

Hamburg: Weiterer schwerer Arbeitsunfall bei Aurubis bekannt geworden

Erst in der vergangenen Woche starb ein Mitarbeiter im Hamburger Werk des Kupferproduzenten Aurubis. Nun ist bekannt geworden, dass es bereits wenige Tage zuvor zu einem schweren Unfall gekommen war. Der Polizei zufolge wurde dabei ein Arbeiter lebensgefährlich verletzt. Zuerst hatte das »Hamburger Abendblatt«  berichtet.

Der Unfall trug sich nach übereinstimmenden Angaben am 28. Februar zu. Der Mann habe sich zu dem Zeitpunkt auf einem Kran befunden, sagte ein Polizeisprecher. Die genauen Hintergründe des Unfalls sind noch unklar. Der Mann erlitt Quetschungen.

Arbeiter im Krankenhaus

Der Arbeiter wurde nach dem Unfall in ein Krankenhaus gebracht. Zum gegenwärtigen Gesundheitszustand des Mannes machte die Polizei keine Angaben.

Der Kupferproduzent Aurubis bestätigte, dass es zu dem Unfall gekommen ist. Ein Konzernsprecher teilte mit, der Vorfall werde untersucht. Der Arbeiter habe sich auf einer sogenannten Kranbahn befunden. Kranbahnen sind Konstruktionen, die häufig in Produktionshallen zu sehen sind. Auf ihnen fährt ein Kran, der oft unter der Decke Lasten durch die Halle bewegt.

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Am Freitagabend war ein 42 Jahre alter Aurubis-Arbeiter bei einem Unfall ums Leben gekommen. Heiße Schlacke hatte den Gabelstapler in Brand gesetzt, auf dem der Mann saß. Firmenchef Toralf Haag sprach den Angehörigen des Verstorbenen Mitgefühl aus und kündigte Aufarbeitung an.

Aurubis hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Negativschlagzeilen gemacht. Vergangenes Jahr wurden ein Vater und sein Sohn sowie ein Mitarbeiter des Unternehmens zu Freiheitsstrafen verurteilt, weil sie dem Kupferhersteller minderwertigen Schrott als wertvolles Recyclinggut untergejubelt hatten.  Im Mai 2023 ereignete sich ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem drei Mitarbeiter nach dem Austritt von Stickstoff starben.

bbr/dpa