Italien hat sich bei der Suche nach einem neuen Nationaltrainer eine Absage eingehandelt. Wunschkandidat Pep Guardiola informierte den nationalen Fußballverband nach übereinstimmenden Medienberichten darüber, dass er für den Posten nicht zur Verfügung stehe.
Italiens größte Sportzeitung »La Gazzetta dello Sport« zitierte Guardiola mit den Worten: »Danke, ich fühle mich geehrt. Aber im Moment bin ich dazu nicht bereit.« Auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete über das Nein. Der italienische Fußballverband FIGC äußerte sich zunächst nicht dazu.
Guardiola gilt aktuell als einer der international meistumworbenen Trainer. Guardiola wurde mit dem FC Bayern, dem FC Barcelona und Manchester City zwölfmal nationaler Meister. Mit dem FC Barcelona (2009, 2011) und Manchester City (2023) gewann er dreimal die Champions League. Derzeit legt er eine Auszeit ein.
Für die neue Verbandsführung um Chef Giovanni Malagò und den Technischen Direktor Paolo Maldini wäre Guardiola für die Squadra Azzurra die erste Wahl gewesen. Das Trio führte in Barcelona bereits persönliche Gespräche. Auch das Budget sollte für den Wunschkandidaten erhöht werden. Die Absage soll nun aus persönlichen und familiären Gründen erfolgt sein.
Suche geht weiter
Der viermalige Weltmeister Italien hatte zuletzt dreimal hintereinander die WM verpasst und steht jetzt vor einem Neubeginn. Der bisherige Nationaltrainer Gennaro Gattuso musste nach der verpassten WM-Qualifikation gehen. Seitdem läuft die Suche nach einem Nachfolger:
Als Kandidaten auf den Chefposten des italienischen Fußballs werden nun vor allem Roberto Mancini und Andrea Pirlo genannt. Mancini war bereits von 2018 bis 2023 Coach der Squadra Azzurra und führte sie 2021 zum Europameistertitel.
Pirlo stand beim WM-Triumph 2006 in Deutschland noch selbst als Spielmacher auf dem Feld. Als Trainer bei Juventus Turin und Sampdoria Genua enttäuschte er aber.
Auch mit Carlo Ancelotti wurde über den Posten gesprochen. Der Italiener steht aber noch bis 2030 bei Rekordweltmeister Brasilien unter Vertrag.
