SpOn 16.09.2026
09:52 Uhr

Fußball-WM 2026: Thomas Tuchel bereut, keinen Rasen gegessen zu haben


Thomas Tuchel schwärmt in einer Dokumentation vom WM-Spiel der Engländer gegen Mexiko beim Turnier im Sommer. Dabei bedauerte der deutsche Nationalcoach der »Three Lions« ein spezielles Versäumnis.

Fußball-WM 2026: Thomas Tuchel bereut, keinen Rasen gegessen zu haben

Englands Fußballnationaltrainer Thomas Tuchel hätte nach dem WM-Sieg seines Teams gegen Mexiko  rückblickend vom Grün des Aztekenstadions kosten wollen. Dieses Geständnis machte der deutsche Coach in der Doku »Reflections: England’s World Cup Journey« des englischen Fußballverbands FA, die am Mittwoch veröffentlicht wird.

Nach dem Spiel habe er einem Freund geschrieben, erzählte Tuchel. »Und ich schrieb einfach: Ich bereue es, dass ich nach dem Spiel nicht etwas Gras gegessen habe, damit ich für immer etwas davon in meinem Körper bewahren kann. So hat es sich angefühlt. Das war dieser Moment.«

Ganz ungewöhnlich ist die Idee nicht: Tennisstar Novak Djokovic hat nach seinen sieben Triumphen in Wimbledon immer wieder ein paar Halme des Rasens auf dem Centre Court gegessen.

Englands Harry Kane feiert im Aztekenstadion

Englands Harry Kane feiert im Aztekenstadion

Foto: Jose Mendez / EPA / IMAGO

»Spiel hatte so vieles von dem, was man sich wünschen kann«

Im legendären Aztekenstadion hatten die Three Lions in einer dramatischen Partie mit 3:2 gegen die Co-Gastgeber aus Mexiko gewonnen. Das englische Team spielte dabei fast eine Halbzeit lang in Unterzahl und brachte den knappen Vorsprung am Ende gerade noch so über die Zeit. Die Partie sei ein Höhepunkt des Turniers gewesen, sagte Tuchel. »Dieses Spiel hatte so viel von dem, was man sich nur wünschen kann.«

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Tuchel stellte primär den Teamgeist der Spieler heraus und hofft, diesen mit in die Heim-EM 2028 zu nehmen. Bei der WM habe er ein besonderes »Band« zu den Stars um Kapitän Harry Kane geknüpft. »Es fühlt sich an, als wären sie jetzt meine Spieler. Genau das ist das Schöne daran. Man erlebt gemeinsam Erfolge und schmerzhafte Momente, aber man verbringt so viel Zeit miteinander, dass eine ganz natürliche Bindung entsteht«, sagte Tuchel.

England war im WM-Halbfinale 1:2 an Argentinien gescheitert  und wartet deshalb weiter auf den ersten WM-Titel seit 1966.

Tuchel wird seinen Kader für die ersten vier Spiele der Nations League am Freitag benennen, hat aber schon das langersehnte Ende ohne großen Titel für die Three Lions im Blick. »Ich glaube, wir sind einen weiteren Schritt vorangekommen, und ich denke, wir sind so weit«, sagte er.

ngo/dpa/sid