SpOn 26.05.2026
16:33 Uhr

Frankreich: Stellantis will eine Milliarde Euro in neue E-Autos investieren


Präsident Macron will die Energiewende in Frankreich vorantreiben. Vorn mit dabei ist Stellantis: Der Autohersteller plant eine neue Generation von E-Autos und will viel Geld in sein Werk in Mulhouse stecken.

Frankreich: Stellantis will eine Milliarde Euro in neue E-Autos investieren

Der Opel-Mutterkonzern Stellantis investiert hohe Summen in die Produktion in Frankreich. Wie Präsident Emmanuel Macron mitteilte, wird Stellantis mehr als eine Milliarde Euro investieren, um ab 2029 in seinem Werk in Mulhouse eine neue Generation von Elektrofahrzeugen zu produzieren.

Das Unternehmen will mit einer Reihe von elektrischen Kleinstwagen den europäischen Fahrzeugmarkt aufmischen. Stellantis hatte vergangene Woche eine globale Strategie mit einem Volumen von 60 Milliarden Euro vorgestellt. Diese sieht 60 neue Produkte und eine Vereinfachung der Fahrzeugplattformen vor, um im Wettlauf um die Elektrifizierung mithalten zu können.

Nationaler Elektrifizierungspakt geschlossen

Der Vorstoß von Stellantis ist Teil eines größeren Plans der französischen Regierung. Macron erklärte, dass Tausende von Unternehmen an den Bemühungen des Landes beteiligt sein werden, den Anteil von im Inland erzeugtem Strom am Energiemix bis 2030 auf 60 Prozent zu verdoppeln. Macron unterzeichnete einen nationalen Elektrifizierungspakt mit großen Unternehmen, in dem Zusagen für private Investitionen festgelegt wurden – als Teil eines im Februar vorgestellten Energieplans.

Die Regierung kündigte an, die staatlichen Fördermittel bis 2030 auf zehn Milliarden Euro pro Jahr zu verdoppeln, um Frankreichs Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und den Anteil von Strom aus Kernkraft und erneuerbaren Energien in den Bereichen Stromerzeugung, Heizung, Verkehr und Industrie zu erhöhen.

Der staatliche Energieversorger EDF kündigte an, 240 Millionen Euro zur Beschleunigung der Elektrifizierung auszugeben. Die Mittel sollen dazu dienen, Industriestandorte für die Ansiedlung großer Stromverbraucher vorzubereiten, Haushalte beim Erwerb von Wärmepumpen zu unterstützen, elektrische Schwerlastfahrzeuge anzuschaffen und öffentliche Ladestationen zu installieren.

Mehr zum Thema

RTE und andere Stromnetzbetreiber werden investieren, um bis 2030 45.000 Kilometer Übertragungs- und Verteilungsleitungen zu verlegen. Zudem strebt Frankreich an, die Zahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu verdoppeln, eine Million Wärmepumpen zu produzieren und die Produktion von elektrischen Heizkörpern bis 2030 zu verdoppeln.

Die aktuelle Erneuerbare-Energien-Welt hat teils eine unschöne Seite: Konzerne zerstören ganze Landstriche, um Rohstoffe für Windräder und Solarzellen zu fördern. Mehr zum schmutzigen Problem der Energiewende – und wie es sich lösen lässt, lesen Sie hier .

esk/Reuters