Ein Schüler hat Berichten zufolge an einem Gymnasium in Frankreich mit einem Jagdgewehr auf den Schulleiter und eine Lehrerin geschossen und beide verletzt. Die Zeitungen »Le Monde« und »Le Parisien« berichten, der verdächtige Schüler sei festgenommen worden. Die beiden Opfer seien nicht in Lebensgefahr.
Den Berichten zufolge ereignete sich die Tat an einem Gymnasium in der Stadt Aubagne in der Nähe von Marseille. Den ersten Erkenntnissen zufolge habe der Schüler das Gymnasium am Morgen mit einer Schrotflinte betreten, berichtet »Le Parisien«, dann habe er auf den Schulleiter und die Lehrerin geschossen. Der Schüler soll vier bis fünf Schüsse abgegeben haben. Anschließend wurde er festgenommen. Der Verdächtige soll dem Fernsehsender BFM TV zufolge 14 Jahre alt sein.
Besorgte Eltern sowie Vertreter der Schulbehörde versammelten sich vor dem Gebäude. »Es wurden keine Schüler verletzt«, sagte Bürgermeister Jean-Pierre Squillari.
Bildungsminister Édouard Geffray kündigte an, persönlich nach Aubagne zu fahren. »Angesichts dieses erneuten Angriffs wird das Bildungsministerium wie immer geeint und stark hinter der schwer getroffenen Bildungsgemeinschaft stehen. Doch diese inakzeptable Tat zeugt einmal mehr von der Zunahme zügelloser Gewalt in unserer Gesellschaft, gegen die wir uns alle wehren müssen. Sowohl in Worten als auch in Taten«, schreibt er auf X.
Deux personnels de l’Éducation nationale, un principal et une professeure, ont été victimes ce matin de blessures par arme à feu au collège Lakanal à Aubagne. Un élève en serait l'auteur.
— Édouard Geffray (@EdouardGeffray) October 12, 2026
Je me rends sur place immédiatement avec @NunezLaurent et @SabrinaRoubache.
Face à cette…
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Das Motiv des Täters ist derzeit unklar. »Le Parisien« und BFM TV berichten unter Berufung auf Ermittlungskreise, es bestehe kein Zusammenhang zu den landesweiten Schülerprotesten. Die Schule sei zuletzt nicht von Blockaden betroffen gewesen. Seit mehreren Tagen protestieren in ganz Frankreich Schülerinnen und Schüler gegen Kürzungen beim Bildungsetat. Vielerorts lieferten sich Jugendliche und Polizei Straßenkämpfe.
Die Schülerproteste in Frankreich wachsen sich zu einer Massenbewegung aus. Der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon träumt schon davon, dass ihn die Wut der Jugend in den Élysée trägt. Mehr dazu lesen Sie hier.
