SpOn 08.03.2026
05:09 Uhr

Formel 1 in Melbourne: Oscar Piastri zerlegt seinen McLaren beim Warmfahren


So hatte er sich das Rennen vor heimischen Fans sicher nicht vorgestellt: Für F1-Pilot Oscar Piastri war das Rennen in Melbourne schon vor dem Start beendet. Sein Teamkollege sprang dem Bruchpiloten bei.

Formel 1 in Melbourne: Oscar Piastri zerlegt seinen McLaren beim Warmfahren

Heimrennen in der Formel Eins sind so eine Sache. Wenn es gut läuft, gar zum Sieg reicht, gibt es kaum etwas Besseres. Doch wenn nicht, ist die Enttäuschung umso größer. Das musste Oscar Piastri, Rennfahrer und in Melbourne geboren, nun auf besonders bittere Weise lernen.

Sein McLaren brach bei gemächlicher Fahrt aus, krachte in die Bande – und auf den Tribünen schlugen Tausende Heimfans die Hände über dem Kopf zusammen: Für den Australier war der Heim-Grand-Prix zum Saisonauftakt schon vor dem Start beendet, auf einer Installationsrunde verlor Piastri plötzlich die Kontrolle.

Nach Kurve vier drehte sich der McLaren unvermittelt, beim Kontakt mit der Streckenbegrenzung wurde die Nase beschädigt, unter anderem ging ein Vorderrad verloren.

»Ich bin okay«, funkte Piastri an die Box, sein Weltmeister Lando Norris erkundigte sich nach der Ursache des Unfalls seines Teamkollegen. »Er hat das Auto beim Gangwechsel verloren«, ließ der Kommandostand wissen.

Beistand vom Teamkollegen und Weltmeister

»Mit dem neuen Getriebe, das Schalten ist Mist, nicht sein Fehler«, sagte Norris wenig später noch vor dem Rennstart bei Sky. Piastri wäre von Rang fünf ins Rennen gegangen. Bemerkenswert: Auch Max Verstappen hatte zu Beginn des Qualifyings am Samstag in einer eigentlich unbedenklichen Situation die Kontrolle über seinen Red Bull verloren.

Nico Hülkenberg im Audi rollte indes auf dem Weg in die Startaufstellung aus und musste von seinem Team weitergeschoben werden. Die Rennleitung untersuchte dies aufgrund eines Verstoßes gegen das Startprozedere.

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Die Formel 1 geht in diesem Jahr mit völlig neuen Power Units an den Start, in denen Verbrenner und Elektromotor jeweils etwa für die Hälfte der Leistung sorgen. Ganz vorne waren die beiden Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli im Qualifying für die Konkurrenz unerreichbar (mehr dazu hier).

jok/sid