In (und nach) seiner langen Karriere als Formel-1-Boss war Bernie Ecclestone immer für eine Schlagzeile gut. Daran hat sich auch mit fortschreitendem Alter wenig geändert. Jetzt hat er Gerüchte über seine angebliche Festnahme bei der Einreise nach Portugal dementiert. Ecclestone räumte jedoch ein, eine Schrotflinte im Gepäck gehabt zu haben, als er auf einem Flugplatz für Privatjets in Cascais nahe Lissabon ankam, wie er der britischen Nachrichtenagentur PA sagte.
Demnach hatte Ecclestone die Waffe auf seiner Reise aus der Schweiz eingepackt, weil er an einem Wettbewerb im Tontaubenschießen teilnehmen wollte. Er habe es jedoch versäumt, die notwendigen Dokumente für die Einfuhr nach Portugal mitzuführen.
Das habe zu einer Diskussion mit Zollbeamten und Polizei geführt, berichtete der 95-Jährige. Er habe die Flinte daraufhin zurücklassen müssen. Zu einer Festnahme sei es aber nicht gekommen. Zudem seien die Beamten in Portugal sehr hilfreich gewesen, erklärte er.
Es ist nicht das erste Mal, dass Ecclestone wegen Vergehen dieser Art mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Wie die britische BBC meldet , war er 2022 in Brasilien festgenommen worden. Damals hatte er auf der Reise in die Schweiz eine Handfeuerwaffe im Gepäck, die beim Durchleuchten seines Koffers aufgefallen war.
Der Geschäftsmann musste eine überschaubare Geldbuße zahlen und die Behörden behielten die Waffen ein. Ecclestone hatte erklärt, die Waffe sei versehentlich in seinem Gepäck gelandet. Den Vorfall bezeichnete er als »albern« und »nichtig«.
Viel Geld – aber auch viel Ärger mit dem Finanzamt
Ecclestone hatte in den Siebzigerjahren begonnen, die Formel 1 zu vermarkten und zu internationalisieren. Bis 2017 war er Geschäftsführer der Königsklasse, seitdem gehört sie dem US-amerikanischen Medienunternehmen Liberty Media.
Der Brite hatte die Rennserie nach der Übernahme wie kein Zweiter geprägt. Er machte die Serie als machtvoller Geschäftsführer zu einem weltumspannenden und milliardenschweren Unternehmen – und sich selbst zum Milliardär. 2023 musste er sich wegen massiven Steuervergehen vor Gericht verantworten (mehr dazu hier).
-
2 Min
-
2 Min
Ecclestone erschloss immer wieder neue Märkte, er schreckte dabei vor politisch umstrittenen Ländern und Machthabern nicht zurück. Mit seiner Meinung zu Diktaturen und anderen brisanten Aussagen sorgte er auch immer wieder für Unverständnis und Skandale.
