SpOn 27.05.2026
14:26 Uhr

Esslingen: Verdacht auf Verabredung zum Mord – mehrere Jugendliche festgenommen


Weil sie eine Gewalttat geplant haben sollen, sind im baden-württembergischen Esslingen vier Jugendliche festgenommen worden. Zwei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.

Esslingen: Verdacht auf Verabredung zum Mord – mehrere Jugendliche festgenommen

Ermittler haben in Esslingen bei Stuttgart vier Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren festgenommen – und so mutmaßlich eine Gewalttat vereitelt. Die Verdächtigen sollen eine schwere Straftat zum Nachteil einer weiteren Person geplant haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilten . Durch den schnellen Zugriff habe die Tat verhindert werden können.

Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich einem Sprecher zufolge ebenfalls um einen Jugendlichen. Die Verdächtigen wurden bereits vergangenen Freitag nahe einer Schule im Stadtteil Oberesslingen festgenommen. Gegen einen Beschuldigten wurde demnach ein Haftbefehl wegen Verabredung zum Mord erlassen und in Vollzug gesetzt. Ein zweiter Beschuldigter sitzt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft.

Schlagring, Handys und Datenträger sichergestellt

Die zwei anderen Jugendlichen kamen wieder auf freien Fuß. Ein Richter erließ zunächst keine Haftbefehle und begründete das dem Sprecher zufolge mit einem mangelnden dringenden Tatverdacht.

Bei einem der Verdächtigen fanden die Polizisten demnach bei der Festnahme einen Schlagring. Bei anschließenden Durchsuchungen seien zudem mehrere Handys und Datenträger sichergestellt worden. Diese sollen nun ausgewertet werden. Auf die geplante Tat waren Beamte des Cybercrime-Zentrums im Zuge anderer Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs gestoßen.

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Weitere Einzelheiten – beispielsweise zur geplanten Tat – wurden nicht bekannt. »Aus ermittlungstaktischen Gründen und in Hinblick auf den Schutz des Persönlichkeitsrechts der minderjährigen Beschuldigten können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden«, hieß es von den Ermittlern.

wit/dpa/AFP