SpOn 10.03.2026
07:59 Uhr

Epstein-Skandal: Karin Prien fordert härtere Gesetze gegen Sexualverbrechen


Der Epstein-Skandal beschäftigt auch Karin Prien. Sie sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf beim Schutz vor sexualisierter Gewalt. Es brauche mehr als die beschlossene Fußfessel für Täter.

Epstein-Skandal: Karin Prien fordert härtere Gesetze gegen Sexualverbrechen

Infolge des Epstein-Falls plädiert Frauenministerin Karin Prien für ein strikteres Vorgehen gegen Sexualverbrechen in Deutschland. Es solle auch außerhalb des Skandals um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein klar sein, dass »der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, der sexuelle Missbrauch, ein Kapitalverbrechen ist und mit allen Mitteln bekämpft werden muss«, sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa.

»Da dürfen wir nicht nachlassen, sondern müssen eher auch in der Gesetzgebung noch härter werden, (...) insbesondere zum Beispiel im Kontext von digitaler Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Netz«, forderte Prien. »Das ist auch in Deutschland ein noch nicht gelöstes Problem. Und da gibt es ständig neue technologische Herausforderungen, denen wir begegnen müssen.«

Prien nimmt in New York an der Tagung der Uno-Frauenrechtskommission teil. Das Gremium der Vereinten Nationen setzt sich seit 1946 für Gleichberechtigung und Gleichstellung ein. Ginge es nach der Frauenministerin, müsse die Staatsanwaltschaft aktiv werden, sobald es in Deutschland einen Anfangsverdacht im Zusammenhang mit den Epstein-Files gebe.

Prien für mehr Prävention

Insgesamt sieht Prien Nachholbedarf beim Schutz vor sexualisierter Gewalt. »Da ist eben immer noch sehr viel zu tun in Deutschland«, sagte sie. Das neue Gesetz zur elektronischen Fußfessel bei häuslicher Gewalt sei ein wichtiger Schritt.

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»Es geht aber auch um mehr Täterarbeit«, fügte die Ministerin hinzu. »Und ich persönlich glaube, wir müssen mehr an Prävention tun, damit auch die Generation nachwachsender junger Männer sich darüber im Klaren ist, dass Gewalt in einer Beziehung, Gewalt zwischen Männern und Frauen keinerlei Option ist und ausgeschlossen ist.« Deutschland habe für diese Erziehungsarbeit noch keine Rezepte. »Aber das werden wir jetzt ändern«, kündigte Prien an.

jmm/dpa