SpOn 08.09.2026
02:20 Uhr

Ecuadors Polizei stellt zwei Tonnen Kokain sicher


Der Drogenschmuggel durch Ecuador hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Ermittler haben jetzt zwei Tonnen Kokain in einem Obstcontainer entdeckt. Die Ware sollte in ein europäisches Land verschifft werden.

Ecuadors Polizei stellt zwei Tonnen Kokain sicher

Die ecuadorianische Polizei hat am Hafen von Machala mehr als zwei Tonnen Kokain sichergestellt. Die Drogen waren in einem Obstcontainer versteckt, der von Puerto Bolívar nach Schweden transportiert werden sollte, wie Innenminister John Reimberg und die Polizei des südamerikanischen Landes auf X mitteilten.

Während der Inspektion des für den Export bestimmten Frachtbehälters am Sonntagabend (Ortszeit) habe demnach ein Drogenspürhund angeschlagen. Die Beamten entdeckten daraufhin zwischen den Obstkisten 2040 Pakete mit Kokain.

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Die Ermittlungen wollten nun klären, wie die Drogen in den Container gelangt sind und wer an der Lieferung beteiligt war, berichtet das ecuadorianische Nachrichtenportal »Expreso«.

Mitte August hatte die Polizei in Ecuador zahlreiche Kokain-Päckchen sichergestellt, mit dem Porträt von Norwegens Fußballstar Erling Haaland bedruckt waren. Die grünen, rechteckigen Tafeln wurden in einem Lastwagen nahe der Grenze zu Kolumbien beschlagnahmt. Insgesamt handelte es sich den Angaben zufolge um 469 Kilogramm.

Drogen-Transitland Ecuador

Ecuador ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden. Das Rauschgift wird dort gelagert und über zentralamerikanische Routen hauptsächlich in die Vereinigten Staaten gebracht. Schmuggler verstecken Drogen aus Ecuador jedoch auch in Exporten nach Europa, beispielsweise in Bananenkisten.

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Im April dieses Jahres hatten Ermittler am Hamburger Hafen in einem mit Bananen beladenen Container aus Ecuador geschmuggeltes Kokain im Wert von rund 30 Millionen Euro entdeckt. Die 1,6 Tonnen Rauschgift waren in 1600 Pakete verpackt.

Die Hamburger Ermittler hatten zuvor einen Hinweis erhalten, woraufhin mehrere Container aus Ecuador durch die Containerprüfanlage des Hafens geschickt wurden. In einem der untersuchten Container entdeckten die Drogenfahnder schließlich das Kokain.

Die Zahl der jungen Menschen, die durch Drogen sterben, ist 2025 deutlich angestiegen. Der Drogenmarkt wird unübersichtlicher, neuere Substanzen wie synthetische Opioide oder Crack spielen eine immer größere Rolle.

hda/dpa