Das Europaparlament hat einer Lockerung der CO₂-Vorgaben für Lkw zugestimmt, nachdem der Rat der 27 EU-Staaten dies bereits getan hatte. Die Abgeordneten stimmten für einen Vorschlag der EU-Kommission, der Herstellern mehr Spielraum beim Erreichen der Grenzwerte für das Jahr 2030 geben soll. Die Pläne müssen noch formell beschlossen werden, sind nun aber de facto abgesegnet.
Die EU schreibt den Herstellern vor, den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Fahrzeuge nach und nach zu senken. Ab 2040 sollen alle neuen schweren Nutzfahrzeuge eines Herstellers im Jahresschnitt 90 Prozent weniger CO₂ ausstoßen als im Vergleichsjahr 2019. Für 2030 gibt es ein Zwischenziel von 45 Prozent.
Wenn ein Hersteller das Ziel in einem Jahr übererfüllt, kann er damit nicht erreichte Ziele in den Folgejahren ausgleichen. Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, diese Möglichkeit für die kommenden fünf Jahre auszuweiten, damit das Ziel für 2030 einfacher zu erreichen ist. Dem stimmten nun sowohl die 27 EU-Länder als auch das Europaparlament zu.
Zugleich beginnen in Brüssel die Verhandlungen über Lockerungen der Vorgaben für Autos und Vans.
Die Kommission hat eine Abkehr vom sogenannten Verbrenner-Aus vorgeschlagen. Wie weit die Regeln gelockert werden, entscheidet sich aber erst in den kommenden Monaten. Lesen Sie hier mehr dazu.

