US-Präsident Donald ist nach eigenen Angaben nicht beteiligt gewesen an der Entscheidung für einen Livestream der Hinrichtung des Attentäters von Fort Hood. »Sie wollen das machen, weil sie ein Exempel statuieren wollen«, sagt Trump in einem Video , das auf X vom Weißen Haus verbreitet wurde. »Ich war nicht involviert in die Entscheidung, aber ich verstehe die Entscheidung.« Trump selbst hatte die Hinrichtung genehmigt.
Anfang Dezember soll ein zum Tode verurteilter Attentäter auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas erschossen werden. Der damalige Militärpsychiater hatte 2009 ein Massaker auf dem Stützpunkt verübt. Er tötete 13 Menschen und verletzte 32 weitere. 2013 wurde er zum Tode verurteilt.
Die Hinrichtung wird per Livestream übertragen, wie Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X bestätigt hatte. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte er dem rechtskonservativen US-Sender Real America’s Voice. »Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.«
Vizepräsident Vance: »Werde es mir nicht ansehen«
Ganz endgültig scheint die Entscheidung für eine Übertragung der Exekution jedoch nicht. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, Trump selbst habe die Livestreampläne relativiert. »Sie machen einen Entschluss dazu, aber er wird getötet«, sagte Trump vor dem Weißen Haus. »Es ist mir wirklich egal, wie er geht, solange er geht.«
Zweifel an dem Vorhaben äußerte auch US-Vizepräsident JD Vance. Er wisse nicht, ob es tatsächlich dazu kommen werde, sagte er. Man müsse abwarten, was im Dezember geschehe. Aber: »Wenn es per Livestream übertragen wird, werde ich es mir nicht ansehen.« Unabhängig von der Kontroverse über die Übertragung der Hinrichtung dürfe nicht vergessen werden, dass Hasan viele unschuldige Menschen brutal ermordet habe, so Vance.
Die Tötung Hasans durch Soldaten mit Gewehren ist für den 3. Dezember geplant. Öffentliche Erschießungen wurden in den USA unter anderem während des Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert als Abschreckung eingesetzt. Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung fand 1936 statt.
Die US-Regierung will eine Hinrichtung live übertragen. Ist das ein Zivilisationsbruch? Mehr über die geplante Exekution lesen Sie hier .
