SpOn 13.03.2026
09:00 Uhr

Dieter Hecking spricht vor Rückkehr zum VfL Wolfsburg über »schlimmste halbe Stunde«


Dieter Hecking gilt als erfahrener Fußballtrainer. Doch kurz vor Spielbeginn sei auch er angespannt, dann schaue er »Ergebnisse der zwölften brasilianischen Liga« an, erzählte er vor seinem Comeback in Wolfsburg.

Dieter Hecking spricht vor Rückkehr zum VfL Wolfsburg über »schlimmste halbe Stunde«

Dieter Hecking blickt seiner Rückkehr auf die Trainerbank des VfL Wolfsburg mit Anspannung entgegen – eine Phase vor dem Anpfiff würde er dabei am liebsten überspringen. »Die halbe Stunde von 15.00 Uhr, wenn ich meine Interviews gemacht habe, bis 15.30 Uhr, ist die schlimmste halbe Stunde«, sagte Hecking vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, TV: Sky).

»Da weiß ich nie, was ich machen soll. Dann habe ich mein Handy in der Hand und gucke mir die Ergebnisse der zwölften brasilianischen Liga an«, erzählte Hecking auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Außerdem esse er in dieser Phase »auch allen Scheiß. Süßigkeiten, die irgendwo rumliegen, um die Anspannung zu verdrängen.« Sobald der Anpfiff ertönt, kehrt jedoch Ruhe ein. »Wenn das Spiel dann losgeht, habe ich mein Wässerchen in der Hand, und dann geht das auch.«

Um in den Match-Modus zu kommen

Trotz aller Nervosität freut sich Hecking auf seine Rückkehr in die Bundesliga. »Ich habe mich ja selbst mal als Kind der Bundesliga bezeichnet. Und wenn man dann zurückkommt, ist das schon immer wieder besonders«, sagte er. Die Anspannung brauche er auch, um in den »Match-Modus« zu kommen: »Die Nervosität wird hoffentlich genauso hoch sein, weil ich das brauche, um die Emotionalität auf den Platz zu bringen, die ich auch von der Mannschaft erwarte.«

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Der 61-Jährige hat beim kriselnden VW-Club die Nachfolge von Daniel Bauer angetreten, von dem sich die Wolfsburger nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende getrennt hatten. Es ist Heckings zweite Amtszeit in Wolfsburg. 2015 gewann er mit dem VfL den DFB-Pokal. Diesmal soll er den Club vor dem ersten Abstieg aus der Bundesliga retten.

Er steht vor einer schweren Aufgabe

Eine schwere Aufgabe, schließlich liegen die Wolfsburger bereits vier Punkte hinter dem Relegationsrang zurück und haben sechs der vergangenen sieben Spiele verloren. »Man merkt schon, dass die Serie in der Rückrunde und der Tabellenplatz an den Spielern nagen«, sagte Hecking. »Da ist es dann auch nicht damit getan, dass ein neues Gesicht kommt.«

Dennoch traut Hecking, für den es das 444. Spiel als Trainer in der Ersten Liga sein wird, seiner neuen Mannschaft beim Tabellendritten eine Überraschung zu. »Wir werden alles dafür tun, dass die Mannschaft die Energie und den Glauben hat, dass sie das Spiel in Hoffenheim gewinnen kann.«

ngo/dpa/sid