SpOn 08.09.2026
12:41 Uhr

DFB-Pokal: Pyrotechnik zurück in den Fanblock geworfen? – Ermittlungen gegen Polizisten


Nach den Ausschreitungen im Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern mit mehreren Verletzten gerät ein Polizist in den Fokus der Ermittler. Aufnahmen sollen zeigen, wie er einen brennenden Gegenstand in Richtung der Fans wirft.

DFB-Pokal: Pyrotechnik zurück in den Fanblock geworfen? – Ermittlungen gegen Polizisten

In Folge der Krawalle im DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern wird auch gegen einen Beamten ermittelt. Die Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur dpa Ermittlungen gegen einen Beamten »wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt sowie wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz«. Zuvor hatten der »Mannheimer Morgen«  und der SWR  berichtet.

Demnach soll auf Videomaterial ein Mensch in schwarzer Kleidung und mit Helm zu sehen sein, der einen brennenden Gegenstand vom Rasen aufhebt und zurück in Richtung des Fanblocks von Waldhof Mannheim wirft. Ob dabei jemand verletzt wurde, sei unklar.

Rudelbildung kurz vor dem Platzsturm der Mannheimer Fans

Rudelbildung kurz vor dem Platzsturm der Mannheimer Fans

Foto: Daniel Meyer / Jan Huebner / IMAGO

Zuvor hatten Fans beider Vereine, die seit den frühen Achtzigerjahren verfeindet sind, aus ihren Blöcken Pyrotechnik teilweise auf das Spielfeld geworfen. Kurz nach Abpfiff der regulären Spielzeit mussten Einsatzkräfte der Polizei und berittene Polizisten eingreifen. Das Spiel am 21. August, das Kaiserslautern schließlich 1:0 nach Verlängerung gewann, stand wegen der Ausschreitungen kurz vor dem Abbruch.

Die Polizei Mannheim hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen »Campus Ludi« mit der Aufarbeitung beschäftige. Ziel sei es, vorhandene Informationen sowie Foto- und Videoaufnahmen zu sichten und auszuwerten sowie Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

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Rund 1400 Polizisten waren bei dem Südwest-Duell im Einsatz, 35 davon wurden verletzt. Zudem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, acht von ihnen seien zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gekommen.

luc/dpa