SpOn 20.03.2026
15:15 Uhr

Chuck Norris: US-Actionstar im Alter von 86 Jahren gestorben - laut Familie


Kampfsportlegende und Actionstar, über den unzählige Witze kursieren: Chuck Norris ist tot. Das hat seine Familie bekannt gegeben. Er wurde 86 Jahre alt.

Chuck Norris: US-Actionstar im Alter von 86 Jahren gestorben - laut Familie

Der US-Schauspieler und Actionstar Chuck Norris ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie, wie seine Angehörigen am Freitag im Onlinedienst Instagram mitteilten.

»Für die Welt war er Kampfsportler, Schauspieler und ein Symbol der Stärke«, erklärte die Familie. »Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, ein liebender Vater und Großvater, ein unglaublicher Bruder und das Herz unserer Familie.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Als Filmgegner von Bruce Lee wurde Chuck Norris in den Siebzigerjahren bekannt. Besonders in den Achtzigern, durch die dreiteilige »Missing in Action«-Reihe, wurde der Schauspieler mit den charakteristischen Narben im Gesicht zum Genrestar im Kino. Im Fernsehen reüssierte Norris von 1993 bis 2001 in »Walker, Texas Ranger«.

Dass Norris' Bekanntheit im Internetzeitalter eher noch zunahm, liegt an einer Vielzahl von humoristischen Memes (»Chuck Norris Facts«), die seit 2005 in Umlauf kamen. Lesen Sie hier eine Sammlung von Witzen über Chuck Norris:

Mehr zum Thema

Chuck (eigentlich Carlos Ray) Norris wurde am 10. März 1940 in Ryan, einer Präriestadt in Oklahoma, geboren. Seine Familie stammt von irischen Einwanderern und den Cherokees ab. Nach der Highschool meldete sich Norris 1958 bei der Militärpolizei in Texas an.

Während seines Einsatzes bei der Osan Air Base in Südkorea nahm Norris Judo-Unterricht. Später wechselte er zu Tang soo do über, einer koreanischen Variante von Karate, und erreichte, nach Schulter-, Hand- und Nasenbeinbrüchen, schließlich mit dem schwarzen Gürtel den höchsten Rang im Schüler-Karate. Bei den (nicht von einem offiziellen Verband ausgerichteten) World Professional Karate Championships brachte er es später bis zum Mittelgewichtsweltmeister.

Aus dem Militärpolizeidienst entlassen, ging Norris 1962 nach Kalifornien, wo er eine Karateschule eröffnete. Steve McQueen war einer seiner Schüler und ermutigte den Kampfsportler, es mit der Schauspielerei zu versuchen. »Er sagte mir, ich solle darauf achten, Präsenz zu zeigen und niemals eine Rolle mit viel Dialog anzunehmen«, erzählte Norris der »New York Times« in einem Interview von 1985.

Fotostrecke

Chuck Norris: Bilder eines legendären Lebens

Foto: Screen Archives / Getty Images

Der andere prominente Karrierehelfer von Chuck Norris war Karatemeister Chuck Lee. Er verhalf Norris 1968 zum ersten kleinen Filmauftritt. 1972 gab Chuck Norris Lees Gegenspieler in dessen Film »Die Todeskralle schlägt wieder zu«.

Der Film »Breaker! Breaker!« (1976), in dem Norris den Part eines Truckers, der die Pläne eines korrupten Richters durchkreuzt, übernahm, spielte binnen kurzem 13 Millionen Dollar ein. In »Good Guys Wear Black« (1977) sorgte er als Vietnam-Veteran, der aus dem fahrenden Auto mit tödlichen Karate-Schlägen Feinde erledigt, für einen neuerlichen Kassenerfolg.

Seither agierte Norris meist in Clint Eastwoods »Dirty Harry Tradition« oder als »Tough Guy« wie Charles Bronson, tatkräftig gegen die Gangsterwelt. Zu einer der erfolgreichsten Fernsehserien überhaupt avancierte die von Norris selbst produzierte Reihe »Walker, Texas Ranger«, in der er als Ranger Cordell Walker für Ordnung sorgte.

Norris schauspielerte bis ins hohe Alter, wenn auch zuletzt immer seltener. 2012 schlug er in »The Expendables 2« als Senior der Altherren-Riege noch an der Seite von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis zu.

Politisch stand Chuck Norris den US-Republikanern nahe. 2008 warb er bei den Vorwahlen für den Präsidentschaftskandidaten Mike Huckabee. Zuvor hatte er schon zu den Fürsprechern von George Bush und George W. Bush gehört.

Laut einem Bericht  der Prominenten-Webseite »TMZ« vom Donnerstag war Norris nach einem nicht näher bezeichneten Notfall in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Hawaii eingeliefert worden.

feb/AFP/Reuters