SpOn 10.03.2026
08:37 Uhr

ADAC-Pannenhilfe rückte in Deutschland fast 3,7 Millionen Mal aus


Alle neun Sekunden geht beim ADAC ein Pannennotruf ein. Der Automobilclub veröffentlicht jährlich Zahlen zum Verkehrsgeschehen in Deutschland. Immer häufiger betroffen sind demnach Elektroautos.

ADAC-Pannenhilfe rückte in Deutschland fast 3,7 Millionen Mal aus

Die Pannenhelfer des ADAC kommen dann, wenn im Straßenverkehr nichts mehr geht. Und das war 2025 häufiger der Fall als im Jahr davor, wie aktuelle Zahlen zeigen.

Genau 3.691.813-mal sei man im vergangenen Jahr ausgerückt, das seien rund 60.000 Einsätze (1,6 Prozent) mehr als 2024, schreibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club in einer Stellungnahme . Alle neun Sekunden gehe ein Pannennotruf ein.

Noch häufiger geschah das am »Rekordtag« 29. Dezember 2025. An diesem Tag rückten die »Gelben Engel« alle fünf Sekunden aus – zu 18.588 Einsätzen, wie es weiter hieß. Der pannenreichste Monat war demnach der Januar mit 356.847 Einsätzen.

Vermehrt melden Menschen ihre Pannen digital per App oder auf der Homepage des ADAC. Der Anteil dieser Meldungen sei im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent auf 695.520 gestiegen. Laut Zahlen aus dem vergangenen Jahr hat der ADAC mehr als 22 Millionen Mitglieder.

Batterie, Motormanagement, Hochvoltsystem

Die häufigsten Pannenursachen sind laut ADAC Probleme mit der Starterbatterie (45,4 Prozent), Defekte im Motormanagement oder Hochvoltsystem etwa bei Einspritzung, Zündung und Motorik (21,8 Prozent).

Die Zahl der E-Auto-Pannen stieg auf 50.445, diese lag 2024 noch bei rund 15 Prozent weniger (43.678). Grund hierfür seien die steigende E-Auto-Anzahl und das zunehmende Lebensalter der Wagen. Ähnlich sieht es bei Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb aus, berichtet der ADAC. Sie machten 59.985 Einsätze nötig, rund 13 Prozent mehr als 2024.

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Auch Fahrradfahrer nutzen die Pannenhilfe. Hier nahmen die Einsätze im Vergleich zu 2024 um 15 Prozent auf 19.455 zu. Die häufigste Ursache für den Pannennotruf: ein defekter Reifen (72 Prozent).

Konservativ oder ökologisch, christlich oder radikal: Seit der ADAC wütende Mitglieder fürchtet, wittern andere Autoklubs ihre Chance. Wo diese im Kulturkampf ums Auto stehen und was sie bieten, lesen Sie hier .

hba/dpa