Wenn es so gelaufen wäre, wie es im Leben manchmal läuft, dann hätte Dieter Müller nicht mehr vor den Kindern seiner Fußballschule gestanden an diesem sonnigen Märztag, im Hintergrund die malerische Kulisse der hessischen Ronneburg, und hätte ihnen nicht mehr davon erzählt, wie man ein Stürmerstar wird. Er hätte nicht mehr berichtet, wie er damals in seinem allerersten Länderspiel zum Helden einer Nation aufstieg. Bei jenem berühmten Europameisterschafts-Endturnier von Belgrad vor 50 Jahren, als danach die ganze Welt Antonín Panenka und Uli Hoeneß kannte. Und Dieter Müller, der Deutschland mit drei Toren ins Endspiel schoss.
Urlaub in der Krise
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Er wäre längst nicht mehr am Leben.
Den 30. September 2012 wird Dieter Müller nicht mehr vergessen. Er fühlte sich nicht wohl, legte sich aufs Bett, an das Danach erinnert er sich nicht mehr. Ein Vorderwand-Herzinfarkt, das erklärten die Ärzte später. 31 Minuten lang war Müller klinisch tot. Seine Lebensgefährtin, die ihn bewusstlos liegend gefunden hat, rettete ihm mit einer Herzdruckmassage das Leben.
31 Minuten, das überleben die meisten nicht, und wenn, dann oft nur mit bleibenden Schäden. Müller, inzwischen 72 Jahre alt, steht 14 Jahre später im Trainingsanzug vor den Kindern seiner Fußballschule und sagt: »Ich habe ein so bewegtes Leben gehabt. Und lebe immer noch.«
