SZ 17.09.2026
15:29 Uhr

Tropenkrankheit: Frankfurter Malaria-Patient gestorben


Das gab die Stadt bekannt. Die Person wohnte in der Nähe des Flughafens. Es ist bereits der dritte Malaria-Todesfall in Frankfurt seit dem Sommer.

Tropenkrankheit: Frankfurter Malaria-Patient gestorben
Ein Flugzeug landet am Frankfurter Flughafen. In der Nähe des Airports gab es zuletzt mehrere Malaria-Erkrankungen.
Boris Roessler/picture alliance/dpa

Eine weitere in Frankfurt am Main an Malaria erkrankte Person ist nach Angaben der Stadt gestorben. Die Person hat im Stadtteil Schwanheim gewohnt, der nahe dem Flughafen liegt. Das Gesundheitsamt der Stadt und die Universitätsmedizin Frankfurt sprachen den Angehörigen des neu verstorbenen Patienten ihr Mitgefühl aus.

Am Dienstag hatte das Amt bekanntgegeben, dass zwei Anwohner des Frankfurter Flughafens erkrankt sind. Die beiden neu betroffenen Personen infizierten sich nach Einschätzung des Gesundheitsamts über eine Mücke, die in einem Flugzeug nach Frankfurt gelangt war. Sie hatten beide zuvor kein Malaria-Gebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet, hieß es.

Im Sommer waren bereits sechs Mitarbeiter des Flughafens an der sogenannten Flughafen-Malaria erkrankt, zwei davon starben. Die näheren Umstände der neuen Erkrankungen werden noch untersucht – auch, ob es einen Zusammenhang mit den vorherigen sechs Malaria-Fällen gibt.

Nach der Entdeckung der neuen Malaria-Fälle hatte die Stadt Bürgerinnen und Bürgern zu Mückenschutz geraten. „Wir raten zu Mückenschutz durch Repellentien und bedeckende Kleidung“, teilte das Gesundheitsamt auf Anfrage mit. Repellentien sind Substanzen, durch die Mücken abgeschreckt werden, es gibt sie etwa in Form von Sprays.

Ergänzend könne in den Wohnräumen Mückenschutz beispielsweise durch Fliegengitter das Risiko eines Stichs minimieren, teilt das Gesundheitsamt mit. Die Gefahr, mit Malaria infiziert zu werden, sei für die Bevölkerung in der Stadt aber als sehr gering anzusehen: „Die klimatischen Bedingungen sind für den Zyklus von Mücke und Erreger in Deutschland ungünstig.“

Das Frankfurter Gesundheitsamt ruft Bürger und Bürgerinnen sowie Ärzte und Ärztinnen dazu auf, bei Symptomen an Flughafen-Malaria zu denken. Es betreibt auch ein Monitoring von Mücken, das nun auf Schwanheim ausgeweitet wurde.

Sechs Beschäftigte des Frankfurter Flughafens sind an Malaria erkrankt – und nun auch zwei Menschen aus dem nahe gelegenen Stadtteil Schwanheim. Drei Menschen sind gestorben. Wie es zu den Übertragungen gekommen sein könnte und wie man sich schützen kann.

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