SZ 14.10.2026
15:32 Uhr

Studie zu Aufsichtsräten: Männlich, mächtig, sechzig


Die Vorsitzenden der Aufsichtsräte größerer Familienunternehmen sind meist Männer mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren. Das könnte ein Wettbewerbsnachteil sein.

Studie zu Aufsichtsräten: Männlich, mächtig, sechzig
An der Spitze von Familienunternehmen finden sich noch immer kaum Frauen. 
Oliver Berg/dpa

Familienunternehmen sind ein ziemlich weites Feld. Streng genommen kann das die Pizzeria in der Münchner Innenstadt sein, in der drei Generationen an sechs Tagen in der Woche den Laden schmeißen. Familienunternehmen können ihren Sitz in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen haben, wo sie seit Jahrzehnten Maschinen bauen. Oder aber, ganz oben auf der Skala: Sie haben ihre Zentrale in Wolfsburg, bauen Autos und haben mehr als 660 000 Beschäftigte. Wobei: Der kriselnde Autohersteller Volkswagen ist streng genommen doch eher ein börsennotierter Großkonzern als ein Familienunternehmen im klassischen Sinne. Im Grunde aber dreht sich hier alles schon seit jeher um zwei mächtige Clans: die Eigentümerfamilien der Porsches und der Piëchs, die über die Porsche Automobil Holding SE rund 53,3 Prozent der Stimmrechte an der Volkswagen AG kontrollieren.

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