Nun, die Umstände sind, wie sie sind. Und zu den eher kuriosen Entwicklungen an diesem Wahlabend gehört, dass die Partei von Willy Brandt nun schon auf sehr niedrigem Niveau zufrieden sein kann. Sicher, als der blaue AfD-Balken um 18 Uhr auf dem Fernseher im Atrium der Berliner Parteizentrale auf 44,5 Prozent hochschnellt und bei der CDU um 18,6 Punkte auf 18,5 Prozent abstürzt, ist das eine Zäsur. Aber bei der SPD gibt es kaum Ausschläge, sie liegt zunächst bei acht bis neun Prozent – in etwa bei dem Ergebnis der letzten Wahl in Sachsen-Anhalt. Dabei war vor Wochen noch spekuliert worden, sie könne hier aus dem Landtag fliegen.
